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Geschichte der Gouvernementalität. Bd.2 - Die Geburt der Biopolitik. Vorlesung am Collège de France 1978-1979

Allemand · Livre de poche

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Description

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Diese Vorlesungen Michel Foucaults am Collège de France stehen am Anfang eines der wirkmächtigsten Konzepte der modernen Sozialwissenschaften und Politischen Philosophie - der "Gouvernementalität". Foucaults zweibändige Geschichte der Gouvernementalität entwickelt diesen Begriff und seine theoretischen Implikationen anhand einer materialreichen Analyse der Genese des modernen Liberalismus und seines Schattens: der Biomacht. Während der erste Band den Akzent auf die Beziehungen zwischen der Regierungskunst, der Normalisierung und der Subjektivierung legt, konzentriert sich Die Geburt der Biopolitik auf den Neoliberalismus und die komplexen Relationen, die er mit dem Staat unterhält. Hinter allen historischen, soziologischen, politischen und ökonomischen Untersuchungen steht aber das, was für Foucault das eigentliche Interesse des Philosophen ausmacht: die "Politik der Wahrheit".

Table des matières

Vorlesung 1
Methodenfragen. Angenommen, es gibt keine Universalien. Zusammenfassung der Vorlesung des Vorjahrs: Das begrenzte Ziel der Herrschaft der Staatsräson (Außenpolitik) und das unbegrenzte Ziel des Polizeistaats (Innenpolitik). Die Recht als Prinzip der externen Begrenzung der Staatsräson. Perspektive der diesjährigen Vorlesung: Die politische Ökonomie als Prinzip der internen Begrenzung der gouvernementalen Vernunft. Was ist der Liberalismus?
Vorlesung 2
Der Liberalismus und das Auftreten einer neuen Regierungskunst im 18. Jahrhundert. Spezifische Merkmale der liberalen Regierungskunst: (1) Konstitution des Marktes als Ort der Wahrheitsbildung und nicht nur als Anwendungsfeld der Rechtsprechung. Methodenfragen. Worin eine politische Kritik des Wissens bestehen muß. (2) Das Problem der Begrenzung der Ausübung öffentlicher Gewalt. Die beiden Arten von Lösungen: Der französische juridische Radikalismus und der englische Utilitarismus.
Vorlesung 3
Spezifische Merkmale der liberalen Regierungskunst (Schluß): Das Problem des europäischen Gleichgewichts und der internationalen Beziehungen. Das ökonomische und politische Kalkül im Merkantilismus. Das Prinzip der Freiheit des Marktes nach den Physiokraten und Adam Smith: Die Geburt eines neuen europäischen Modells.
Vorlesung 4
Der Staatsphobie. Methodenfragen: Sinn und Einsatz der Aufnahme einer Staatstheorie in die Analyse der Machtmechanismen. Die neoliberalen Regierungspraktiken: Der deutsche Liberalismus der Jahre 1948-1962; der amerikanische Neoliberalismus.
Vorlesung 5
Der deutsche Neoliberalismus (Fortsetzung). Nützlichkeit historischer Analysen in bezug auf die Gegenwart. Worin unterscheidet sich der Neoliberalismus vom klassischen Liberalismus? Sein besonderer Einsatz: Wie ist die globale Ausübung politischer Macht bezüglich der Prinzipien einer Marktwirtschaft zu regeln, und die Veränderungen, die sich daraus ergeben.
Vorlesung 6
Der deutsche Neoliberalismus (Fortsetzung). Der zweite Aspekt der "Gesellschaftspolitik" nach den Ordoliberalen: das Problem des Rechts in einer Gesellschaft, die nach dem Modell der marktbezogenen Wettbewerbswirtschaft geregelt ist. Rückkehr zur Walter-Lippmann-Konferenz.
Vorlesung 7
Der deutsche Neoliberalismus (Fortsetzung). Der Anstieg der Rechtsnachfrage. Allgemeine Schlußfolgerung: Die Besonderheit der neoliberalen Regierungskunst in Deutschland. Der Ordoliberalismus gegenüber Schumpeters Pessimismus.
Vorlesung 8
Allgemeine Bemerkungen: (1) Die methodologische Reichweite der Analyse der Mikromächte. (2) Der Inflationismus der Staatsphobie. Seine Beziehungen zur ordoliberalen Kritik. Zwei Thesen über den totalitären Staat und die Abnahme der Gouvernementalität des Staats im 20. Jahrhundert.
Vorlesung 9
Der amerikanische Neoliberalismus. Sein Umfeld. Unterschiede zwischen dem amerikanischen und dem europäischen Neoliberalismus. Aspekte dieses Neoliberalismus: (1) Die Theorie des Humankapitals. Die beiden Prozesse, die von ihr dargestellt werden: A) Vorstoß der ökonomischen Analyse ins Innere ihres eigenen Anwendungsfeldes: Kritik der klassischen Analyse der Arbeit in Begriffen des Faktors Zeit. B) Ausweitung der ökonomischen Analyse auf Gebiete, die bislang als nicht-ökonomisch galten.
Vorlesung 10
Der amerikanische Neoliberalismus (Fortsetzung). Die Anwendung des wirtschaftlichen Rasters auf gesellschaftliche Phänomene. Aspekte des amerikanischen Neoliberalismus: (2) die Delinquenz und die Strafpolitik. Historische Erinnerung: das Problem der Reform des Strafrechts am Ende des 18. Jahrhunderts.
Vorlesung 11
Das Modell des Homo oeconomicus. Seine Verallgemeinerung auf jegliche Verhaltensform im amerikanischen Neoliberalismus. Ökonomische Analyse und Verhaltenstechniken. Der Homo oeconomicus als Grundelement der neuen gouvernementalen Vernunft, die im 1

A propos de l'auteur

Paul-Michel Foucault, geb. 15. Okt. 1926 in Poitiers, gest. am 25. Juni 1984 an den Folgen einer HIV-Infektion; studierte Philosophie und Psychologie in Paris. 1952 Assistent für Psychologie an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Lille; 1955 Lektor an der Universität Uppsala (Schweden). Nach Direktorenstellen an Instituten in Warschau und Hamburg kehrte er 1960 nach Frankreich zurück, wo er bis 1966 als Professor für Psychologie und Philosophie an der Universität Clermont-Ferrand arbeitete. 1965 und 1966 war er Mitglied der Fouchet-Kommission, die von der Regierung für die Reform des (Hoch-)Schulwesens eingesetzt wurde. Nach einer Gastprofessur in Tunis (1965-68) war er an der Reform-Universität von Vincennes tätig (1968-70). 1970 wurde er als Professor für Geschichte der Denksysteme an das renommierte Collège de France berufen. Gleichzeitig machte er durch sein politisches Engagement auf sich aufmerksam. 1975-82 unternahm er Reisen nach Berkeley, Japan, Iran und Polen.

Jürgen Schröder, geb. 1935, Studium der Germanistik, Geschichte, Philosophie und Sportwissenschaft. Promotion in Freiburg 1961, Habilitation in Freiburg 1970. Seit 1974 o. Prof. für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Tübingen. Gastprofessuren an den Universitäten St. Louis (USA), Amherst (USA), Perth (Australien), Seattle (USA). Publikationen u. a. über Georg Büchner, Gotthold Ephraim Lessing, Gottfried Benn, Ödön v. Horvath. Mitherausgeber von Die Stunde Null in der deutschen Literatur (1995). Zahlreiche Aufsätze zur deutschsprachigen Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts.

Résumé

Diese Vorlesungen Michel Foucaults am Collège de France stehen am Anfang eines der wirkmächtigsten Konzepte der modernen Sozialwissenschaften und Politischen Philosophie – der »Gouvernementalität«. Foucaults zweibändige Geschichte der Gouvernementalität entwickelt diesen Begriff und seine theoretischen Implikationen anhand einer materialreichen Analyse der Genese des modernen Liberalismus und seines Schattens: der Biomacht. Während der erste Band den Akzent auf die Beziehungen zwischen der Regierungskunst, der Normalisierung und der Subjektivierung legt, konzentriert sich Die Geburt der Biopolitik auf den Neoliberalismus und die komplexen Relationen, die er mit dem Staat unterhält. Hinter allen historischen, soziologischen, politischen und ökonomischen Untersuchungen steht aber das, was für Foucault das eigentliche Interesse des Philosophen ausmacht: die »Politik der Wahrheit«.

Détails du produit

Auteurs Michel Foucault
Collaboration Miche Senellart (Editeur), Michel Senellart (Editeur), Miche Sennelart (Editeur), Michel Sennelart (Editeur), François Ewald (Préface), Alessandro Fontana (Préface), Jürgen Schröder (Traduction)
Edition Suhrkamp
 
Langues Allemand
Format d'édition Livre de poche
Sortie 26.01.2022
 
EAN 9783518294093
ISBN 978-3-518-29409-3
Pages 518
Dimensions 109 mm x 178 mm x 26 mm
Poids 312 g
Thèmes suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
Catégories Sciences humaines, art, musique > Philosophie > 20e et 21e siècles
Sciences sociales, droit, économie > Sociologie > Théories sociologiques

Politische Philosophie, Politikwissenschaft, Macht, Frankreich, Soziale und politische Philosophie, Diskursanalyse, auseinandersetzen

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