Description
Détails du produit
Auteurs | Caryl Lewis |
Collaboration | Monika Köpfer (Traduction) |
Edition | Klett-Cotta |
Titre original | Bitter Honey |
Langues | Allemand |
Format d'édition | Livre Relié |
Sortie | 13.09.2025 |
EAN | 9783608966893 |
ISBN | 978-3-608-96689-3 |
Pages | 288 |
Poids | 394 g |
Catégories |
Littérature
> Littérature (récits)
> Littérature contemporaine (après 1945)
Natur, Ehe, Schönheit, Heimat, Imkerei, Grossbritannien, Geschenk, Wales, Obstbäume, Obstgarten, Beziehungen, Bienen, Liebesbriefe, Briefe, junge Liebe, Schwestern, Idylle, Alte Liebe, geschenke für freundin, Themen, die sich speziell an Frauen und/oder Mädchen richten, Relating to family / families, Literature of Wales, Liesgeschichte |
Commentaires des clients
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Drei Frauen, ein Obstgarten und elf Briefe
Caryl Lewis hat mit "Wilder Honig" einen poetischen Roman über Lebenskrisen, Enttäuschungen, Selbstfindung und Liebe geschrieben.
Hannah, Sadie und Megan, drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen sich nach einem Schicksalsschlag auf einem abgelegenen Bauernhof im Wales. Alle drei sind geprägt von Enttäuschungen und Wunden der Vergangenheit.
Die Arbeit in einem alten Obstgarten lässt sie sich in kleinen Schritten, verbunden mit Rückschlägen, einander annähern, sogar vertrauen und schlussendlich zu sich selbst finden.
Eine grosse Rolle dabei spielen auch die Bienen im Obstgarten und elf geheimnisvolle Briefer des verstorbenen Ehemannes von Hannah.
Der klare, ruhige Schreibstil, der zur leisen Geschichte der drei Frauen passt, hat mir ebenso gefallen, wie auch das Cover.
Empfehlen kann ich das Buch allen, die die Natur als Kraftort schätzen und die eine poetische ruhige Geschichte mögen als Gegenpol zur aktuellen rasanten Gegenwart.
Ich durfte ein Rezensionsexemplar vorab lesen. -
das große Geheimnis
In Wilder Honig von Caryl Lewis treffen drei Frauen aufeinander, deren Leben auf unterschiedliche Weise ins Wanken geraten ist , nicht durch Zufall, sondern durch ein Ereignis, das sie alle betrifft.
Nach dem Tod ihres Mannes John steht Hannah plötzlich allein da. Ihre Schwester Sadie, mit der sie lange keinen engen Kontakt mehr hatte, kehrt zurück ins gemeinsame Elternhaus, um Hannah beizustehen. Zugleich taucht Megan auf ,eine junge Frau, die mit einem Geheimnis verknüpft ist, das John viele Jahre vor seiner Frau verborgen hielt und von dem Hannah erst nach seinem Tod erfuhr. Ein Geheimnis, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. John hat ihr außerdem elf Briefe hinterlassen, in denen er versucht, alles zu erklären.
Caryl Lewis verwebt diese drei Schicksale zu einer ruhigen, aber eindrucksvollen Geschichte über Verlust, Heilung und die Kraft menschlicher Verbindungen. Ein feinfühliges Porträt von Frauen, die einander vorsichtig näherkommen und gemeinsam versuchen, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen.
Der Roman lebt von seiner eindrucksvollen Kulisse - die walisische Landschaft, der Obstgarten, die summenden Bienen - und von der inneren Entwicklung der Figuren. Lewis schreibt poetisch, aber nie überladen, und sie versteht es, die Schönheit der Natur mit der Tiefe menschlicher Gefühle zu verweben. Die Themen Verlust, Vergebung und Neuanfang ziehen sich durch die Geschichte wie ein leiser Fluss.
Was mich persönlich etwas gestört hat, die Briefe von John hätten emotionaler sein dürfen. Die vielen Bezüge zur Welt der Bienen, so faszinierend sie auch sind ,nahmen für mich zu viel Raum ein. Ich hätte mir mehr direkte, persönliche Worte an Hannah gewünscht, um die Tiefe ihrer Beziehung noch stärker spüren zu können.
Trotzdem ist Wilder Honig ein warmherziges Buch über das, was Menschen verbindet und was auch nach einem Bruch wieder zusammenwachsen kann.
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Von Bienen und Apfelbäumen
Ein walisischer Obstgarten ist der Schauplatz dieses Romans, denn er gehört zum alten Haus von Hannahs Familie. Nach dem Tod ihres Mannes lebt Hannah nun allein dort mit ihren Erinnerungen, doch bald rütteln die Briefe, die John hinterlassen hat, ihr Leben heftig durcheinander. Der Besuch von Hannahs Schwester Sadie sowie das Auftauchen der jungen Megan sorgen für einige Veränderungen, nicht nur in Hannahs Obstgarten.
Mir hat diese leise erzählte Geschichte gut gefallen, auch wenn ich mir manchmal etwas mehr direkte Kommunikation zwischen den Figuren gewünscht hätte. Aber natürlich ist es gerade ein Thema des Romans, dass über wichtige Dinge nicht geredet wird. Trotzdem liest sich die Geschichte insgesamt schön, es überwiegt Hoffnung und nicht Trostlosigkeit.
Die Naturbeschreibungen und die idyllische Landschaft rings um das Dörfchen Berllan Deg sind etwas Besonderes. Sehr interessant fand ich auch die detaillierten Informationen über Bienenvölker, Imkerei oder Apfelbäume, zumal diese Kenntnisse wunderbar in die Handlung eingebettet sind.
Wer sich auf die leise, zurückhaltende Erzählweise des Romans einlassen kann, wird mit einer Geschichte belohnt, die nachdenklich macht und Verhaltensweisen hinterfragt, z.B. ob es sinnvoll ist, Räume ungenutzt zu lassen. Die positive Botschaft, die am Ende mitschwingt, ist, dass es trotz Trauer, Leid und bitterer Erfahrungen nicht zu spät ist für eine Veränderung. Das gilt insbesondere für Hannah, aber auch für Sadie und Megan. -
Ein Jahr im Obstgarten
In "Wilder Honig" von Caryl Lewis begleiten wir Hannah, Sadie und Meghan ein Jahr lang nach dem Tod von John, Hannahs Mann. Immer mehr lernen wir die Lebenden sowie Toten kennen. Dabei gelingt der Autorin die Geschichte in sehr ruhigem Ton zu erzählen, entsprechend dem Charakter von Hannah.
Diese und ihre gemeinsame Geschichte mit John stehen dabei eindeutig im Fokus des Buches. Wir lernen Hannah dabei hauptsächlich entlang des Jahresverlaufs in ihrem Apfelbaumgarten kennen und John in seinen elf Briefen an Hannah, die zwischen den Kapiteln abgedruckt sind und viel Bienenfachwissen enthalten, welches er nutzt um seine Gefühle und sein Erleben der gemeinsamen Jahre zu Beschreiben.
In der Geschichte sind außerdem Sadie, die jüngere Schwester von Hannah und Meghan, die uneheliche Tochter von John von Bedeutung. Insbesondere Sadies Erinnerungen über die Kennenlernphase von Hannah und John, lässt uns die beiden noch besser kennenlernen. Nach und nach, während sie auf dem Apfelhof leben, finden die drei Frauen zueinander, aber auch jeweils zu sich selbst.
Das Cover finde ich tatsächlich gar nicht so passend, denn ein Obstgarten oder eine Biene wären hier sehr viel passender gewesen. Auch die deutsche Übersetzung des Titels finde ich unpassend, da es nicht um wilden Honig geht und der bittere Honig eine spezielle Bedeutung in der Geschichte bekommt.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, trotz der Schwere einiger Themen ließ es sich leicht lesen und trotz der ruhigen Art war es fesselnd und nie langweilig, sodass ich das Buch nur selten aus der Hand legte, bis ich damit fertig war. Besonders gefiel mir die tiefe Verbindung eines Bienenmenschen mit einem Apfelblütenmenschen.
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