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Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1.3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (Institut für Geographie), Veranstaltung: Hauptseminar Kulturgeographie: Strukturwandel und Raumentwicklung, Sprache: Deutsch, Abstract: Smart, vernetzt, nachhaltig: Begriffe, die sich aufgrund ihrer bisher durchgehend positiven Konnotation als Herausstellungsmerkmale eignen, finden im Sprachgebrauch in den letzten Jahren nicht zuletzt deshalb breite Anwendung; z. B. stellt eine Datingshow unter dem Namen "vernetzt - verkuppelt - verliebt" (GRIEF o. J.) die Vorteile einer digitalen Vernetzung zusätzlich zum "klassischen" Netzwerk - den Freunden - hervor. Das "Smart Home" will mit seiner grundeigenen Intelligenz und individuellen Steuerbarkeit ein einfacheres und effizienteres Leben bieten (Telekom Deutschland GmbH o. J.a) und ein Golfturnier auf Hawaii versucht, sich mit Nachhaltigkeit zu profilieren (Sony Corporation 2015). Negative Aspekte werden in der Öffentlichkeit zumeist in Filmen besonders deutlich, die sich mit dem Konzept der smarten und gänzlich vernetzten Stadt mitsamt ihren möglichen Schwachstellen auseinandersetzen und diese als Rahmenbedingungen oder Grundlage für die Handlung einfließen lassen. Den vorläufigen Höhepunkt einer öffentlichen Diskussion über die Problematik bildete der Skandal um die Spionageaffäre der National Security Agency, der deutlich machte, welche Möglichkeiten eine vernetzte Welt nicht nur für den Besitzer eines Smartphones, sondern auch für private oder staatliche Institutionen bietet. Wie lange und inwieweit die Privatpersonen diesem Gebrauch ihrer Daten zustimmen, bleibt abzuwarten; wie so oft in der Geschichte scheint nicht alles, was technisch möglich ist, auch moralisch vertretbar zu sein.Für die Smart Cities der Zukunft spielt dagegen die Vernetzung eine zentrale Rolle, um den Gedanken der Smartness überhaupt umzusetzen, ebenso ist die Nachhaltigkeit ein erklärtes Ziel. Welche weiteren Teilbereiche die intelligente Stadt umfasst und ob die Zuschreibung smart auf bestimmte Orte wirklich zutrifft, soll anhand von Beispielen aufgezeigt werden.Die Arbeit gliedert sich folgendermaßen: Um eine Wissensgrundlage zu erarbeiten, wird der Begriff und dessen Herkunft geklärt. Anschließend soll das grundlegende Konstrukt einer intelligenten Stadt mit den verschiedenen Bauteilen, veranschaulicht mit Beispielen, erläutert werden. Anhand dieses Modells, das einerseits auf einer bereits durchgeführten Untersuchung beruht, andererseits noch von anderen Aspekten bereichert wird, werden drei Städte, die sich als smart bezeichnen, analysiert. Am Schluss wird ein Fazit gezogen, inwieweit diese Zuschreibungen zutreffen.