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Jeffrey B. Russell, berühmt für seine Bücher über den Satan und die Hölle, nimmt nun die Ewigkeit in den Blick: den Himmel. Er räumt auf mit den Klischeevorstellungen des Guten, die sogar den Himmel ganz unerträglich erscheinen lassen. Hingegen präsentiert der Autor das Paradies, wie es von Schriftstellern, Philosophen und Künstlern in der Geschichte unserer Zivilisation prächtig und bunt vorgestellt und ausgemalt wurde. Russell behandelt nicht nur die Himmelskonzepte der antiken Juden, Griechen und Römer oder im frühen und mittelalterlichen Christentum, sondern auch die intellektuellen Interpretationen des Himmels: Wie ist die Zeit in die Ewigkeit einzuordnen? Ist der Himmel ein Staat oder ein Platz? Wer ist im Himmel und wer nicht? Was geschieht mit dem Körper zwischen dem Tode und dem Jüngsten Gericht? Der Ort, wo weder die Zeit noch der Raum eine Rolle spielen, läßt sich am ehesten durch Dichtung, im Paradoxon oder die Visionen von Mystikern erfassen. Dabei sind Bernhard , Julian von Norwich und Meister Eckhart Russells Informanten. Das Bild vom langweiligen Paradies, vom Himmel als ewige Predigt oder immerwährende Hymne sieht der Autor in Dantes "Göttlicher Komödie" unübertroffen widerlegt.
A propos de l'auteur
Jeffrey Burton Russell ist Professor für Geschichte und Religionswissenschaft an der University of California, Santa Barbara.