En savoir plus
Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 - und den vorhergehenden Beschlüssen der Konferenz von Jalta - setzte unmittelbar die Zweiteilung des Landes in die SBZ und die drei Westzonen ein. Über 200 Jahre Buchgeschichte mit dem 1825 in Leipzig gegründeten Börsenverein des Deutschen Buchhandels wurden innerhalb von Monaten verändert, Verleger aus Leipzig gezielt aufgefordert, in die Westzonen, zunächst nach Wiesbaden, umzuziehen und dort strategisch neue Buchhandelsstrukturen aufzubauen. In Frankfurt am Main wurde eine Buchhändlervereinigung, ein Börsenverein, eine Buchmesse und eine Archiv-Bibliothek (Deutsche Bibliothek) neu gegründet, parallel zu den Leipziger Institutionen. Der Band 4/1 der Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert untersucht zum ersten Mal historisch fundiert aus den Archiven in Washington, London und Paris die (unterschiedlichen) Strategien der drei Westmächte und schildert den Neuanfang in Frankfurt am Main bis zur Gründung der BRD.
A propos de l'auteur
Stephan Füssel ist Direktor des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Inhaber des dortigen Gutenberg-Lehrstuhls. Er hat zahlreiche Schriften über das frühe Druckwesen, die Rolle und Bedeutung des Buches vom 18. bis zum 20. Jahrhundert sowie zur Zukunft der Medien publiziert.
Siegfried Lokatis; Jahrgang 1956, Studium der Geschichte, Archäologie und Philosophie in Bochum und Pisa, 1993-2001 Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und 2006 Professur für Buchwissenschaftan der Universität Leipzig; zahlreiche Veröffentlichungen zur Verlagsgeschichte im »Dritten Reich« und in der DDR.
Résumé
After Germany capitulated on May 8, 1945, publishers from Leipzig were required to move to the West Zones and set up new book trade structures. In Frankfurt a.M., a new booksellers' association, exchange association, book fair, and archive library were established. Volume 4/1 of the History of the German Book Trade in the 19th and 20th Centuries explores this period, from its fresh start in Frankfurt a.M. to the founding of the FRG.