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Von der Diaspora zur Ökumene - 150 Jahre Römisch-katholische Kirchgemeinde Winterthur

Allemand · Livre de poche

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Der Weg der Winterthurer Katholiken ist ein wenig bekannter Teil der Geschichte dieser Stadt. Er steht für eine schwierige Gratwanderung zwischen Assimilation und Selbstbehauptung wie zwischen Tradition und Moderne, aber auch zwischen den Ansprüchen einer Weltkirche und den Bedürfnissen einer lokal verankerten Kirch­gemeinde.
«Das Senfkorn ist zum blühenden knospenden Baum geworden», würdigte vor einem halben Jahrhundert der damalige Stadtpfarrer Jakob Burkhart den runden Geburtstag der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur von 1962.
Das damalige Jubiläum stand im Zeichen von eindrucksvollen Fronleichnamsfeiern mit Tausenden von Gläubigen, von übervollen Kirchen und dem Bau neuer Gotteshäuser. Diese Dynamik stand in Kontrast zu den bescheidenen Anfängen der Winterthurer Katholiken, die sich am 13. April 1862 zu einer Kirchgemeinde zusammenschlossen und am 10. August 1862 die erste katholische Messe seit der Reformation in Winterthur feiern konnten.
Nur langsam begann das katholische Leben in der weitgehend protestantischen Stadt Fuss zu fassen, denn die meist armen, zugewanderten «Fremden » mussten sich in einer ungewohnten Umgebung behaupten und standen zwischen Amtskirche und Kantonsregierung. Erst im 20. Jahrhundert bot dann die Kirche den Katholiken in der Diaspora eine geistige, kulturelle und soziale Heimat, die von einem blühenden Vereinsleben, von eigenen Zeitungen oder von Prozessionen geprägt wurde. Diese katholische Sondergesellschaft endete mit dem umfassenden gesellschaftlichen und kirchlichen Wandel der Nachkriegszeit.

Table des matières

150 Jahre Römisch-katholische Kirche in Winterthur – ein Anlass zu Dankbarkeit und Freude (Urs W. Rechsteiner)

Zum Geleit (Hugo Gehring)

Eine 'unvermeidliche Verwahrlosung an einem protestantischen Wohnort'? Der schwere Anfang

'Wie kann da eine katholische Gemeinde in Winterthur gedeihen?'

Von der Fabrikhalle zur neugotischen Mutterkirche – St. Peter und Paul

Vom Katakomben- zum Milieu-Katholizismus

Eine machtvolle Glaubensdemonstration – Fronleichnam

Im Kampf 'gegen das Gift der schlechten Presse' – die 'Hochwacht' (Samuel Studer)

Die Frauen von St. Peter und Paul (Waltraut Bellwald)

Vom Neben- zum Miteinander, von der Diaspora zum Dialog

Bunt und international – das katholische Winterthur im 21. Jahrhundert

A propos de l'auteur

Peter Niederhäuser, lic. phil., Historiker. Nach dem Studium der Geschichte in Zürich, Lausanne und Leipzig Bearbeiter der Urkundenregesten im Staatsarchiv Zürich; heute freischaffender Historiker und breite Tätigkeit in der "Geschichtsvermittlung" (Museum, Journalismus sowie Führungen und Reiseleitungen). Er forscht und publiziert zur spätmittelalterlichen Ostschweiz mit Schwergewicht auf Adel und Habsburg, zu Stadt- und Ortsgeschichten sowie zur Industrie- und Architekturgeschichte.

Résumé

Der Weg der Winterthurer Katholiken ist ein wenig bekannter Teil der Geschichte dieser Stadt. Er steht für eine schwierige Gratwanderung zwischen Assimilation und Selbstbehauptung wie zwischen Tradition und Moderne, aber auch zwischen den Ansprüchen einer Weltkirche und den Bedürfnissen einer lokal verankerten Kirchgemeinde.
'Das Senfkorn ist zum blühenden knospenden Baum geworden', würdigte vor einem halben Jahrhundert der damalige Stadtpfarrer Jakob Burkhart den runden Geburtstag der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Winterthur von 1962.
Das damalige Jubiläum stand im Zeichen von eindrucksvollen Fronleichnamsfeiern mit Tausenden von Gläubigen, von übervollen Kirchen und dem Bau neuer Gotteshäuser. Diese Dynamik stand in Kontrast zu den bescheidenen Anfängen der Winterthurer Katholiken, die sich am 13. April 1862 zu einer Kirchgemeinde zusammenschlossen und am 10. August 1862 die erste katholische Messe seit der Reformation in Winterthur feiern konnten.
Nur langsam begann das katholische Leben in der weitgehend protestantischen Stadt Fuss zu fassen, denn die meist armen, zugewanderten 'Fremden ' mussten sich in einer ungewohnten Umgebung behaupten und standen zwischen Amtskirche und Kantonsregierung. Erst im 20. Jahrhundert bot dann die Kirche den Katholiken in der Diaspora eine geistige, kulturelle und soziale Heimat, die von einem blühenden Vereinsleben, von eigenen Zeitungen oder von Prozessionen geprägt wurde. Diese katholische Sondergesellschaft endete mit dem umfassenden gesellschaftlichen und kirchlichen Wandel der Nachkriegszeit.

Détails du produit

Auteurs Peter Niederhäuser
Edition Chronos
 
Langues Allemand
Format d'édition Livre de poche
Sortie 01.03.2012
 
EAN 9783034011273
ISBN 978-3-0340-1127-3
Pages 152
Dimensions 170 mm x 240 mm x 17 mm
Poids 500 g
Catégories Sciences humaines, art, musique > Histoire > Histoire par région/pays

Katholische Kirche, Winterthur : Geschichte, Swissness, auseinandersetzen

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