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Warburgs Schnecke - Kulturwissenschaftliche Skizzen

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Von der reformatorischen Bildpolitik über Goyas Gesten und die Masken der Kunst, die Jacob Burckhardt beschrieb, spannen Warnkes kulturwissenschaftliche Essays den Bogen bis zur passionierten Erinnerungsarbeit Aby Warburgs.

Die kulturwissenschaftlichen Skizzen gehen von der reformatorischen Bildpolitik aus und widmen sich in ihrer skeptischen Anlage auch Goyas Gesten. Wort und Bild stehen für Martin Warnke in einem produktiven Konkurrenzverhältnis, das zentraler Bestandteil seiner politischen Ikonographie ist.
Dass Jacob Burckhardt mit dem Topos, die Kunst sei eine »Verräterin«, auf subversive Art die gesellschaftliche Herrschaft befragt, um die individuelle Entfaltung zu fördern, verbindet ihn sublim mit Karl Marx. Warnke schrieb von dieser Einsicht her auch eine Kritik der Kunstgeschichte im Nationalsozialismus, die seinen Kommentaren zu den Auschwitz-Prozessen folgte.
Am Ende seines kulturwissenschaftlichen Vermächtnisses stehen Überlegungen zu Aby Warburg und seiner passionierten Erinnerungsarbeit. Sie kennt keinen bruchlosen Fortschritt und ist ohne die Biographie nicht denkbar. Dies unterstrich Warnke in Reden auch für das eigene Selbstverständnis. So heißt es im Spiegel Warburgs: »Das Individuum ist nicht schon frei, sondern versucht es unter Leiden zu werden.«

Über den Autor / die Autorin

Martin Warnke (1937-2019) lehrte Kunstgeschichte in Marburg und Hamburg, wo er das Aby Warburg Haus neu begründete. Am bekanntesten sind seine Werke »Der Hofkünstler«, »Rubens« und »Velázquez«. Zuletzt erschien »Künstlerlegenden« (2019), »Schütteln Sie den Vasari … Kunsthistorische Profile« (2017) und »Zeitgenossenschaft« (2014).Matthias Bormuth, geb. 1963, Professor für Vergleichende Ideengeschichte an der Universität Oldenburg.
Veröffentlichungen u. a.: Editionen zu Hannah Arendt, Erich Auerbach, Karl Jaspers und Max Weber. Zuletzt: »Hannah Arendt und Karl Jaspers. Versuch über die geistige Situation« (2023); Das Geisterreich. Kant und die Folgen (2021); Die Freiheit zum Tode. Versuch über Wolfgang Herrndorf (2021); Werner Tübke, »Wer bin ich?« (Mithg., 2021); Wir modernen Menschen. Über Max Weber (2020); Erich Auerbach - Kulturphilosoph im Exil (2020); Werdegänge. Ideengeschichte in Gesprächen (2019); Offener Horizont. Jahrbuch der Karl Jaspers-Gesellschaft (2014ff.).Leider ist derzeit keine AutorInnenbiographie vorhanden.

Zusatztext

»Warnke (gelang es), im scheinbar Oberflächlichen und Selbstverständlichen ein ganzes Wertesystem zum Vorschein zu bringen«
(Peter Geimer, Die ZEIT, 11.02.2021)

»Ein Sammelband macht bahnbrechende Aufsätze des Kunsthistorikers Martin Warnke greifbar.«
(Michael Kohler, Kölner Stadt-Anzeiger, 09./10.01.2021)

Produktdetails

Autoren Martin Warnke, Martin (Prof. Dr.) Warnke
Mitarbeit Matthia Bormuth (Herausgeber), Matthias Bormuth (Herausgeber), Matthias Bormuth (Prof. Dr.) (Herausgeber)
Verlag Wallstein
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.04.2021
 
EAN 9783835338180
ISBN 978-3-8353-3818-0
Seiten 248
Abmessung 138 mm x 21 mm x 218 mm
Gewicht 386 g
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Sprach- und Literaturwissenschaft

Kunst, Kunstgeschichte, Hamburg, Prometheus, Cranach, Ikonographie, Sprache, Linguistik, Bildwissenschaft, Aby Warburg, auseinandersetzen, Totenrede, ca. 1500 bis zur Gegenwart, Knechtungsakt, Warburg Institut, Couchecke

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