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Rosselinis bahnbrechender Klassiker des italienischen Neorealismus. Italien zur Zeit der deutschen Besatzung: Der Widerstandskämpfer Giorgio Manfredi sucht Schutz bei seinem Freund Francesco, der kurz vor der Heirat mit Pina steht. Bevor Manfredi entdeckt wird, gelingt ihm zwar die Flucht, aber Francesco wird mit anderen abtransportiert. Die verzweifelte Pina stirbt unter den Schüssen der SS. Von einer Freundin verraten, geht Manfredi den Deutschen genauso ins Netz wie der mutige Priester Don Pietro und ein Deserteur, dem er beigestanden hat. Durch Folter versprechen die Deutschen sich nun Informationen ... Dies war Roberto Rossellinis Enthüllung, ein erschütterndes Drama über die Besetzung Roms durch die Nazis und die wenigen Mutigen, die dagegen kämpften. Der Film wird mit melodramatischem Flair erzählt – Aldo Fabrizi als Priester, der sich für die Sache der Partisanen einsetzt, und Anna Magnani in ihrer bahnbrechenden Rolle als Verlobte eines Widerstandskämpfers – „Rom, offene Stadt" ist ein schockierend authentisches Erlebnis, konzipiert und inszeniert inmitten der Ruinen des Zweiten Weltkriegs, mit Unmittelbarkeit in jedem Bild. Dieses mitreissende Werk markierte einen Wendepunkt im italienischen Kino, erhielt weltweit Auszeichnungen und markierte den Beginn einer neuen Filmbewegung.
Rom 1944: Hunger und Angst beherrschen die Stadt. Razzien, Verhaftungen und Folter durch die SS sind an der Tagesordnung. Mit gnadenloser Härte verfolgen die Faschisten jeden kleinsten Widerstand gegen die Deutschen. Und trotz allem steht für Pina ein grosser Tag bevor. Morgen wird sie ihren Verlobten Francesco heiraten. Doch der heimliche Widerständler Francesco wird am Hochzeitsmorgen von der SS verhaftet. Wahnsinnig vor Angst läuft Pina ihm hinterher und wird erschossen. Francesco gelingt zwar die Flucht vor der SS, nicht jedoch vor seinen Verrätern.
Eines der wichtigsten Stilmittel dieser Filme war ihre Wirklichkeitsnähe. Deshalb wurde bevorzugt an den Orten des Geschehens, also auf der Strasse, mit Laiendarstellern gedreht.
Prädikat: Besonders wertvoll, Goldene Palme in Cannes 1946, Oscar Nominierung