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Leszek Mozdzer gilt unter Kritikern als die grösste Entdeckung des polnischen Jazz des letzten Jahrzehnts. Er ist als wegweisender Grenzgänger zwischen Jazz und Klassik unterwegs, zählt zu den Künstlern, denen Musik als universelle Sprache immer wichtiger war als jedwede Kategorisierung. So hat er auch keinerlei Probleme, mit Musikern anderer Genres zu musizieren, so etwa mit der Death-Metal-Band Behemoth, dem Roxy Music-Gitarristen Phil Manzanera oder dem Hip-Hop-Künstler L.U.C. So ziehen sich Spuren von Jazz, Klassik und Weltmusik wie selbstverständlich durch das Konzert in der Berliner Philharmonie. Romantische Melodien voller Lyrik, Kraft und Emotion zaubert er sanft perlend aus den Tasten. Das Stück ”Love Pastas” ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass das polnische Atom String Quartet (unter anderem mit Mateusz Smoczynski vom Turtle Island String Quartet) nicht nur das Jazz-Vokabular fliessend beherrscht, sondern es auch versteht, mit seinen Klängen der Romantik in Leszek Mozdzers Spiel einen zusätzlichen Schub zu verleihen. Die Musiker seines Trios stellen sich ganz in den Dienst dieses romantischen, sachten und dennoch zupackenden Klavierspiels. Leszek Mozdzer gibt dabei in jeder Sekunde den Zeremonienmeister, der das Schwere mit dem Leichten und das Leichte mit dem Schweren versöhnt. Ein Fest für die Ohren! JAZZ’N’MORE