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Der spanische Bürgerkrieg - Eine Bestandsaufnahme

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Der 18. Juli 1936 markiert, mit dem Aufstand des größten Teils der spanischen Armee, den Beginn dessen, was als »Spanischer Bürgerkrieg« in die Geschichte Europas eingehen sollte. Am Ende von dreiunddreißig Monaten militärischer, politischer, sozialer und ideologischer Auseinandersetzung konnte Franco am 1. April 1939 den Sieg der von ihm befehligten Truppen verkünden. Die Ereignisse in diesem Zeitraum (und die Folgen für Spanien und Europa) wurden, wie es angesichts des Sachverhalts nicht anders sein konnte, äußerst kontrovers beurteilt - eine Debatte, die in den dreißiger Jahren sehr heftig geführt wurde und gegenwärtig keineswegs beendet ist. Angesichts dieser politischen, wissenschaftlichen und publizistischen Situation ist das Unterfangen, das führende spanische Historiker unter der Leitung Manuel Tuñón de Laras verwirklicht haben, kaum hoch genug einzuschätzen: Sie legen eine Bestandsaufnahme dessen vor, was fünfzig Jahre nach Beginn des Putsches und mehr als zehn Jahre nach Francos Tod über den Spanischen Bürgerkrieg an historischem Wissen eruierbar ist. Diesen Anspruch, Umfassendes zu ihrem Thema zu sagen, lösen die Autoren ein, indem sie alle Bereiche der damaligen spanischen Gesellschaft untersuchen: von den militärischen Kämpfen bis zu den in deren Verlauf sich ändernden Ideologien, von der sozialen Entwicklung in den Städten und auf dem Land bis zu den Auswirkungen der Interventionen fremder Länder, von den Auseinandersetzungen im republikanischen Lager bis zu der sich herausbildenden Vormachtstellung Francos. Diese detaillierten Studien sind immer eingebunden in die Fragestellung: Welche Fakten, welche Abläufe, welche Interpretationen des Spanischen Bürgerkriegs können nach strenger objektiver Prüfung ins historische Gedächtnis der Spanier und Europäer aufgenommen werden? Diese Gesamtschau vermittelt somit ein genaueres Bild dessen, wie die Spanier heute, nach der Wiederherstellung der Demokratie, den Bürgerkrieg sehen; und zugleich bietet sich den Deutschen die Möglichkeit, jene Ereignisse, an denen Hitler-Deutschland nicht unbeteiligt war, auch ihrem historischen Gedächtnis einzufügen.

Inhaltsverzeichnis

Manuel Tuñón de Lara
- Strukturelle Ursachen und unmittelbare Anlässe
- Kultur und Kulturen. Ideologien und geistige Einstellungen
- Die spanische Wirtschaft
- Versuch einer Gesamteinschätzung - Ein halbes Jahrhundert danach
Julio Aröstegui
- Soziale und politische Aspekte
Angel Vinas
- Der internationale Kontext
Gabriel Cardona
- Die Militäroperationen
Josep M. Bricall
- Die spanische Wirtschaft
Zeittafel
Die Kabinette der Zentralregierung und der Generalitat 1936-1939
Abkürzungsverzeichnis
Personenregister

Zusammenfassung

Der 18. Juli 1936 markiert, mit dem Aufstand des größten Teils der spanischen Armee, den Beginn dessen, was als »Spanischer Bürgerkrieg« in die Geschichte Europas eingehen sollte. Am Ende von dreiunddreißig Monaten militärischer, politischer, sozialer und ideologischer Auseinandersetzung konnte Franco am 1. April 1939 den Sieg der von ihm befehligten Truppen verkünden. Die Ereignisse in diesem Zeitraum (und die Folgen für Spanien und Europa) wurden, wie es angesichts des Sachverhalts nicht anders sein konnte, äußerst kontrovers beurteilt – eine Debatte, die in den dreißiger Jahren sehr heftig geführt wurde und gegenwärtig keineswegs beendet ist. Angesichts dieser politischen, wissenschaftlichen und publizistischen Situation ist das Unterfangen, das führende spanische Historiker unter der Leitung Manuel Tuñón de Laras verwirklicht haben, kaum hoch genug einzuschätzen: Sie legen eine Bestandsaufnahme dessen vor, was fünfzig Jahre nach Beginn des Putsches und mehr als zehn Jahre nach Francos Tod über den Spanischen Bürgerkrieg an historischem Wissen eruierbar ist. Diesen Anspruch, Umfassendes zu ihrem Thema zu sagen, lösen die Autoren ein, indem sie alle Bereiche der damaligen spanischen Gesellschaft untersuchen: von den militärischen Kämpfen bis zu den in deren Verlauf sich ändernden Ideologien, von der sozialen Entwicklung in den Städten und auf dem Land bis zu den Auswirkungen der Interventionen fremder Länder, von den Auseinandersetzungen im republikanischen Lager bis zu der sich herausbildenden Vormachtstellung Francos. Diese detaillierten Studien sind immer eingebunden in die Fragestellung: Welche Fakten, welche Abläufe, welche Interpretationen des Spanischen Bürgerkriegs können nach strenger objektiver Prüfung ins historische Gedächtnis der Spanier und Europäer aufgenommen werden? Diese Gesamtschau vermittelt somit ein genaueres Bild dessen, wie die Spanier heute, nach der Wiederherstellung der Demokratie, den Bürgerkrieg sehen; und zugleich bietet sich den Deutschen die Möglichkeit, jene Ereignisse, an denen Hitler-Deutschland nicht unbeteiligt war, auch ihrem historischen Gedächtnis einzufügen.

Produktdetails

Autoren Viña Ángel, Viñas Ángel, Lar de Manuel Tuñón, Lara de Manuel Tuñón, Cardona Gabriel, Bricall Josep M., Aróstegu Julio, Aróstegui Julio, Manuel Tunon de Lara, Lara Manuel Tuñón, Lara d Manuel Tuñón, Lara de Manuel Tuñón
Mitarbeit Ulrike Liebert (Übersetzung), Thomas Maier (Übersetzung), Gerhard Poppenberg (Übersetzung), Eva Schikorski (Übersetzung), Willi Zurbrüggen (Übersetzung), Willy Zurbrüggen (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 01.01.1987
 
EAN 9783518114018
ISBN 978-3-518-11401-8
Seiten 708
Abmessung 108 mm x 177 mm x 37 mm
Gewicht 556 g
Illustration . Mit Abb. u. Ktn.-Skizzen
Serien Edition Suhrkamp
edition suhrkamp
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Regional- und Ländergeschichte
Sachbuch > Geschichte > 20. Jahrhundert (bis 1945)

Geschichte, Faschismus, Bürgerkrieg, Spanien, 1930er Jahre, Europäische Geschichte, Militärgeschichte, Erinnerungskultur, Franco, Putsch, auseinandersetzen, ca. 1930 bis ca. 1939

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