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Dieser interdisziplinär angelegte Band beleuchtet unter der Frage nach der Zivilisierung des weiblichen Ich die Rolle von Frauen auf den verschiedenen Stufen des Zivilisationsprozesses. Geschlechtsspezifische Zivilisierungen werden in Auseinandersetzung mit den Thesen von Norbert Elias zur historischen Genese des Verhältnisses von Fremd- und Selbstzwängen beschrieben und analysiert. Das Buch versammelt historische, soziologische und theorievergleichende Aufsätze, in denen die figurationssoziologischen Thesen für die Forschungsfelder Sport, bürgerliche Briefkultur, Sexualität, Geschlechterbeziehung in der höfischen Gesellschaft, Wandel der Familie und Gleichstellungspolitik überprüft werden. Die historisch angelegten Beiträge setzen sich mit den zivilisationsgeschichtlichen Thesen von Elias auseinander. Die theorieorientierten Beiträge vergleichen die Figurationssoziologie mit anderen Theoriemodellen der Moderne im Hinblick auf die Bedeutung der Kategorie Geschlecht.
Inhaltsverzeichnis
Mit Beiträgen von Gabriele Klein / Katharina Liebsch, Heike Hammer, Claudia Opitz, Sybille Oßwald-Bargende, Elisabeth Meyer-Renschhausen, Stefanie Ernst, Beatrix Niemeyer, Gertrud Pfister, Marie-Elisabeth Hilger, Cas Wouters (Ü.: Heike Hammer), Annette Treibel, Ulrike Döcker, Hilge Landweer und Bärbel Meurer.Klein, Gabriele: _. Liebsch, Katharina: Zivilisierung zur Zweigeschlechtlichkeit. Zum Verhältnis von Zivilisationstheorie und feministischer Theorie. Hammer, Heike: Figuration, Zivilisation und Geschlecht. Eine Einführung in die Soziologie von Norbert Elias. Opitz, Claudia: Zwischen Macht und Liebe. Frauen und Geschlechterbeziehungen in Norbert Elias' Höfischer Gesellschaft. Oßwald-Bargende, Sybille: Im Netz der Herrschaft. Einige Anmerkungen zur Position der maîtresse régnante in der höfischen Gesellschaft Württembergs des frühen 18. Jahrhunderts. Meyer-Renschhausen, Elisabeth: Zivilisationsgeschichte der Eßkultur. Ernst, Stefanie: Machtbeziehungen zwischen den Geschlechtern in der bürgerlichen Ehe. Sozio- und psychogenetische Perspektiven. Niemeyer, Beatrix: Angenehme Sittenlehrer-Briefe und Weiblichkeit im 18. Pfister, Gertrud: Sport-Befreiung des weiblichen Körpers oder Internalisierung von Zwängen?. Hilger, Marie-Elisabeth: Generatives Verhalten im Zivilisationsprozeß. Einige historisch-soziologische Thesen zum anhaltenden Geburtenrückgang in der BRD. Wouters, Cas: Wandlungen der Lustbalance:Sexualität und Liebe seit der sexuellen Revolution. Treibel, Annette: Das Geschlechterverhältnis als Machtbalance. Figurationssoziologie im Kontext von Gleichstellungspolitik und Gleichheitsforderungen. Döcker, Ulrike: Die Ordnung der Geschlechter bei Pierre Bourdieu und Norbert Elias. Landweer, Hilge: Mikrophysik der Scham?. Elias und Foucault im Vergleich. Meurer, Bärbel: Geschlechtsfeudale Ständegesellschaft oder Gesellschaft der Individuen. Ein Vergleich der Theorieansätze von Ulrich Beck und Norbert Elias. Jahrhundert. Kritische Anmerkungen zu Norbert Elias.
Über den Autor / die Autorin
Dipl.-Soz.Wiss. Gabriele Klein ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Rhein-Ruhr-Instituts für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), Duisburg.
Prof. Dr. Katharina Liebsch lehrt Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschlechterforschung, der Kinder- und Jugendsoziologie sowie der Wissenssoziologie.
Zusammenfassung
Dieser interdisziplinär angelegte Band beleuchtet unter der Frage nach der Zivilisierung des weiblichen Ich die Rolle von Frauen auf den verschiedenen Stufen des Zivilisationsprozesses. Geschlechtsspezifische Zivilisierungen werden in Auseinandersetzung mit den Thesen von Norbert Elias zur historischen Genese des Verhältnisses von Fremd- und Selbstzwängen beschrieben und analysiert. Das Buch versammelt historische, soziologische und theorievergleichende Aufsätze, in denen die figurationssoziologischen Thesen für die Forschungsfelder Sport, bürgerliche Briefkultur, Sexualität, Geschlechterbeziehung in der höfischen Gesellschaft, Wandel der Familie und Gleichstellungspolitik überprüft werden. Die historisch angelegten Beiträge setzen sich mit den zivilisationsgeschichtlichen Thesen von Elias auseinander. Die theorieorientierten Beiträge vergleichen die Figurationssoziologie mit anderen Theoriemodellen der Moderne im Hinblick auf die Bedeutung der Kategorie Geschlecht.