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Geisterseher und Wunderwirker - Heilssuche im Industriezeitalter

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Wir haben uns angewöhnt, das Industriezeitalter mit Begriffen wie »Rationalisierung« oder »Entzauberung der Welt« zu verknüpfen. Um so verblüffender scheint es daher, daß die Industrialisierung in Europa und Nordamerika Hand in Hand ging mit einer breiten Strömung des Okkultismus und mit neuen religiösen Bewegungen.
Diese Tendenzen waren keineswegs eine Flucht aus der aufgeklärten Modernität in das Irrationale. Selbst Endzeit-Bewegungen waren geeignet, Denkmodelle zu stiften, die ihre Anhänger auf den sozialen und politischen Wandel der Industriegesellschaft einstimmten. Und ein neuer Okkultismus verband Technik und Naturwissenschaft mit der zeitgemäßen Fortführung eines jahrhundertealten Umgangs mit dem Übernatürlichen.
Die Menschen, die sich von den neuen religiösen und spiritistischen Bewegungen angezogen fühlten, stammten aus den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen, aus den Eliten ebenso wie aus den Unterschichten. Ulrich Linse zeigt anhand von Fallstudien die Welt der Trancemedien, der Paradies-Sucher und der politischen »Erlöser«. Handelt es sich dabei um eine Erneuerung der Religiosität aus dem Geist eines auch im Industriezeitalter lebendig gebliebenen religiösen »Untergrundes« in Europa? Sind gar Moderne und Esoterik auf viel engere Weise miteinander verwoben, als die »Säkularisierungs«-These dies wahrhaben will?

Über den Autor / die Autorin

Linse, Ulrich, Prof. Dr., Jg. 1939, bis 2004 Professor für Neuere Geschichte/Zeitgeschichte an der Fachhochschule München; seither: Geschichte der Alternativen Bewegungen, Wissenschaftsgeschichte mit Schwerpunkt Osmanisches Reich/Insel Rhodos.

Zusammenfassung

Wir haben uns angewöhnt, das Industriezeitalter mit Begriffen wie »Rationalisierung« oder »Entzauberung der Welt« zu verknüpfen. Um so verblüffender scheint es daher, daß die Industrialisierung in Europa und Nordamerika Hand in Hand ging mit einer breiten Strömung des Okkultismus und mit neuen religiösen Bewegungen.


Diese Tendenzen waren keineswegs eine Flucht aus der aufgeklärten Modernität in das Irrationale. Selbst Endzeit-Bewegungen waren geeignet, Denkmodelle zu stiften, die ihre Anhänger auf den sozialen und politischen Wandel der Industriegesellschaft einstimmten. Und ein neuer Okkultismus verband Technik und Naturwissenschaft mit der zeitgemäßen Fortführung eines jahrhundertealten Umgangs mit dem Übernatürlichen.


Die Menschen, die sich von den neuen religiösen und spiritistischen Bewegungen angezogen fühlten, stammten aus den verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen, aus den Eliten ebenso wie aus den Unterschichten. Ulrich Linse zeigt anhand von Fallstudien die Welt der Trancemedien, der Paradies-Sucher und der politischen »Erlöser«. Handelt es sich dabei um eine Erneuerung der Religiosität aus dem Geist eines auch im Industriezeitalter lebendig gebliebenen religiösen »Untergrundes« in Europa? Sind gar Moderne und Esoterik auf viel engere Weise miteinander verwoben, als die »Säkularisierungs«-These dies wahrhaben will?

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