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Medien, Technik, Wissenschaft - Wissensübertragung bei Robert Musil und in seiner Zeit

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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In der Zeit zwischen 1900 und 1940, einer Epoche, in der sich die 'hard sciences' revolutionieren, Kino, Schallplatte und Rundfunk zu Massenmedien entwickeln, kommt dem Thema 'Wissensübertragung' besondere Brisanz zu. Literatur hat sich in Auseinandersetzung mit den neuen Medien und Techniken ihrerseits neu zu formieren und zu legitimieren. Wenn die Aufmerksamkeit in vorliegendem Band Robert Musil und seinem kulturellen Umfeld gilt, so vor allem deshalb, weil sich in seinem Werk die ästhetischen, epistemologischen und technologischen Energien seiner Zeit auf paradigmatische Weise verdichten. Musil verstand es, mit scheinbar disparaten Bereichen wie Logik und Emotionalität, Mathematik und Mystik zu experimentieren und im Blick auf jene 'phantastische Genauigkeit', von der im 'Mann ohne Eigenschaften' die Rede ist, disziplinäre Grenzen zu überschreiten. Den vielfältigen Verflechtungen dieser Bereiche, den komplexen Interferenzen von Wissen, Medien und Literatur, widmen sich die Beiträge dieses Bandes. Sie erhellen auf je unterschiedliche Weise Aspekte jenes Kontextes, in dem das Werk Robert Musils seinen Ort hat.

Inhaltsverzeichnis

Michael Gamper: EinleitungZur ZitierweiseEthno-Poetologie:Brigitte Weingart: Verbindungen, Vorverbindungen. Zur Poetik der 'Partizipation' (Lévy-Bruhl) bei MusilMarcus Hahn: Zusammenfließende Eichhörnchen. Über Lucien Lévy-Bruhl und die Ethnologie-Rezeption Robert MusilsUeli Boss: 'Mutterrecht' im 'Mann ohne Eigenschaften'Mediale Konstellationen, mögliche Welten:Ulrich Johannes Beil: Alterität, Aura, Präsenz. Mediale Konstellationen bei Hofmannsthal, Musil und BenjaminNorbert Christian Wolf: In bed with Gerda. Musils klinischer Blick und das KinoAndrea Gnam: Technopoetische Bilder in Musils 'Mann ohne Eigenschaften'Alexander Honold: Denkraum, Leibraum, Diskursraum. Musils dynamische Architekturen Epistemologie im Dazwischen:Inka Mülder-Bach: Poesie der Grammatik. Texturen des Geistes im 'Mann ohne Eigenschaften'Michael Gamper: Massen-ÜbertragungChristoph Hoffmann: Augen und Blicke. Robert Musils TierbilderFlorentine Biere: Unter Beobachtung. Robert Musils TierlebenKlaus Amann: Robert Musil und das 'Theorem der menschlichen Gestaltlosigkeit'Robert Stockhammer: Wahr-Falsch-Spiele und andere Sprachspiele. Übertragbarkeit des Wissens bei Musil und WittgensteinSchreiben(d) Übertragen:Robert Leucht, Susanne Reichlin: 'Ein Gleichgewicht ohne festen Widerhalt, für das wir noch keine rechte Beschreibung gefunden haben'. Robert Musils 'anderer Zustand' als Ort der WissensübertragungWalter Fanta: Musils Umkodierungen. Wissenstransfer im Schreibfeld als Form der IntertextualitätKarl Wagner: Ideale Gegnerschaft. Musil, Handke und das Wissen (in) der LiteraturZu den Autorinnen und Autoren

Über den Autor / die Autorin

Ulrich Johannes Beil wurde 1957 in München geboren und lebt heute in Zürich und Holzkirchen. Er studierte Philosophie, Germanistik, Theologie sowie Politologie und promovierte zum Dr. phil. in Literaturwissenschaft. Von 1988 - 2004 lehrte und forschte er an der Hokkaido University in Sapporo, an den Universitäten München und Göttingen sowie an der Universidade de São Paulo (als Gastprofessor). 2003 folgte die Habilitation. Seit 2005 ist Beil Privatdozent an der Uni München, seit 2006 Senior Researcher an der Uni Zürich. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen erschienen von ihm mehrere Gedichtbände.

Michael Gamper, SNF-Förderprofessor für Literaturwissenschaft an der ETH Zürich. Forschungsschwerpunkte: Deutsche Literatur des 18. bis 20. Jahrhunderts im internationalen Kontext, Kollektivphänomene, Literatur und Wissenschaft.

Karl Wagner, geboren 1950 in Steyr. Studierte Germanistik und Anglistik in Wien. Seit 2003 Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich.

Zusammenfassung

In der Zeit zwischen 1900 und 1940, einer Epoche, in der sich die ‹hard sciences› revolutionieren, Kino, Schallplatte und Rundfunk zu Massenmedien entwickeln, kommt dem Thema 'Wissensübertragung' besondere Brisanz zu. Literatur hat sich in Auseinandersetzung mit den neuen Medien und Techniken ihrerseits neu zu formieren und zu legitimieren. Wenn die Aufmerksamkeit in vorliegendem Band Robert Musil und seinem kulturellen Umfeld gilt, so vor allem deshalb, weil sich in seinem Werk die ästhetischen, epistemologischen und technologischen Energien seiner Zeit auf paradigmatische Weise verdichten. Musil verstand es, mit scheinbar disparaten Bereichen wie Logik und Emotionalität, Mathematik und Mystik zu experimentieren und im Blick auf jene 'phantastische Genauigkeit', von der im ‹Mann ohne Eigenschaften› die Rede ist, disziplinäre Grenzen zu überschreiten. Den vielfältigen Verflechtungen dieser Bereiche, den komplexen Interferenzen von Wissen, Medien und Literatur, widmen sich die Beiträge dieses Bandes. Sie erhellen auf je unterschiedliche Weise Aspekte jenes Kontextes, in dem das Werk Robert Musils seinen Ort hat.

Produktdetails

Mitarbeit Ulrich J. Beil (Herausgeber), Ulrich Johannes Beil (Herausgeber), Michael Gamper (Herausgeber), Wagner (Herausgeber), Karl Wagner (Herausgeber)
Verlag Chronos
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 10.03.2011
 
EAN 9783034010177
ISBN 978-3-0-3401017-7
Seiten 363
Gewicht 580 g
Serien Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen
Medienwandel - Medienwechsel - Medienwissen
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Sprach- und Literaturwissenschaft > Deutsche Sprachwissenschaft / Deutschsprachige Literaturwissenschaft

Musil, Robert, Swissness, Massenmedien

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