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Aus Opposition gegen mich selbst - Ein Lesebuch. Deutsche Erstausgabe

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh' alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen - vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief - und präsentiert das Bernhardsche Werk als einen Kontinent, auf dem es viele überraschende Entdeckungen zu machen gibt. Er bietet somit Bernhard-Anfängern wie Fortgeschrittenen, ja sogar den Spezialisten überraschende und ungeahnte neue Literatur- und Geisteslandschaften.

Inhaltsverzeichnis

Die Anfänge: Die fünfziger Jahre
Thomas Bernhard. Notiz zu Thomas Bernhard
Niklas van Heerlen. Vor eines Dichters Grab
Mit neunzehn Jahren ...
Vier Gedichte
Jean Arthur Rimbaud. Zum 100. Geburtstag
Der Schweinehüter
Neun Psalmen
Ereignisse
In der Höhe, Rettungsversuch Unsinn
Die Erzählungen
Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie?
Das Verbrechen eines Innsbrucker Kaufmannssohns
Am Ortler. Nachricht aus Gomagoi
Die Romane: Die Orte
Frost
Amras
Das Kalkwerk
Korrektur. Die höllersche Dachkammer
Holzfällen
Auslöschung
Die Dramen: Die Monologe
Die Erfundene
Ein Fest für Boris
Die Macht der Gewohnheit
Minetti
Immanuel Kant
Der Weltverbesserer
Die ersten 19 Jahre
Die Ursache
Der Keller
Der Atem
Die Kälte
Ein Kind
Der öffentliche Bernhard
In Österreich hat sich nichts geändert
Der Büchnerpreis
Ansprache bei der Verleihung des Georg-BüchnerPreises
Zu meinem Austritt
Krista Fleischmann im Gespräch mit Thomas Bernhard
Von einer Katastrophe in die andere. Asta Scheib im Gespräch mit Thomas Bernhard
Coda
In Flammen aufgegangen. Reisebericht an einen einstigen Freund
Nachbemerkung

Über den Autor / die Autorin

Thomas Bernhard (1931-1989) war einer der bekanntesten österreichischen Erzähler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wuchs in Wien und in Seekirchen am Wallersee auf, wurde für kurze Zeit in ein Heim für schwer Erziehbare geschickt, brach seine Schulausbildung ab und wurde Kaufmannsgehilfe. 1947-48 arbeitete er als Lehrling. Dabei zog er sich eine Lungenentzündung zu, die sich zur Tuberkulose ausweitete. Er verbrachte die nächsten beiden Jahre in verschiedenen Krankenhäusern. Nach seiner Genesung wurde er Gerichtsreporter. Er studierte Gesang und veröffentlichte erste Texte. Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm 1963 mit "Frost", weitere Romane folgten. Auch als Dramenautor machte sich Bernhard einen Namen. Ab 1965 lebte er in Wien und auf einem oberösterreichischen Gutshof. 1984 kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung wegen seines Romans "Holzfällen".§1970 wurde Thomas Bernhard mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Raimund Fellinger, geboren 1951 im Saarland, arbeitet nach Studium von Germanistik, Linguistik und Politikwissenschaft seit 1979 als Lektor im Suhrkamp Verlag, seit 2006 als Cheflektor.

Zusammenfassung

In dem Interview zu seinem 50. Geburtstag erklärte Thomas Bernhard: »Negativ ist alles, gibt nicht Positives.« Später konstatierte er lakonisch: »Es ist eh’ alles positiv.« Ist also Thomas Bernhard der große Unfaßbare, der im gleichen Atemzug Gegenteiliges behauptet? Ist sein Werk vielleicht finster und sein Autor ein fröhlicher Clown? Ist er bloß ein opportunistischer Übertreibungskünstler bei allem und jedem? Oder ist er doch der schärfste Kritiker der politischen Verhältnisse im allgemeinen und des »katholisch-nationalsozialistischen Österreich« im besonderen?
Der vorliegende Band versammelt kurze und längere Texte von Thomas Bernhard, er berücksichtigt alle Gattungen – vom Roman bis zum einzeiligen Leserbrief – und präsentiert das Bernhardsche Werk als einen Kontinent, auf dem es viele überraschende Entdeckungen zu machen gibt. Er bietet somit Bernhard-Anfängern wie Fortgeschrittenen, ja sogar den Spezialisten überraschende und ungeahnte neue Literatur- und Geisteslandschaften.

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