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Das Collège de Sociologie 1937-1939 - Nachw. v. Irene Albers u. Stephan Moebius

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Kaum eine intellektuelle Gruppierung des 20. Jahrhunderts hat eine vergleichbare Wirkung und Faszinationskraft entfaltet wie das Collège de sociologie, das 1937 von Georges Bataille zusammen mit Roger Caillois und Michel Leiris gegründet wurde. Den Mitgliedern des Collège geht es im Anschluß an die Religionssoziologie von Durkheim und Mauss um die Etablierung einer Soziologie des Sakralen, das aus seinen religionswissenschaftlichen und ethnologischen Bezügen gelöst und für eine allgemeine Wissenschaft moderner Gesellschaften fruchtbar gemacht werden soll. Einer sich rapide individualisierenden Gesellschaft, deren atomistischer und anomischer Zustand sie besonders anfällig für faschistische Propaganda macht, setzen die Collègiens die Schaffung frei wählbarer Gemeinschaften entgegen, die durch Erfahrungen der kollektiven Ekstase, von Festen und Mythen zusammengehalten werden.Die reich kommentierte Edition von Denis Hollier hat den Diskussionszusammenhang des Collège de sociologie erstmals erschlossen und zeitlich nachvollziehbar gemacht. Zahlreiche Texte sind nur in dieser Ausgabe zugänglich; nun liegt sie erstmals in vollständiger deutscher Übersetzung vor. Editorisch bearbeitet und mit einem Nachwort von Irene Albers und Stephan Moebius.

Inhaltsverzeichnis

Collège de Sociologie
Studienjahr 1937-1938:
Erklärung zur Gründung eines Collège de Sociologie
Vortragsprogramm
Die Sakralsoziologie und die Beziehungen zwischen "Gesellschaft", "Organismus" und "Wesen" (Georges Bataille, Roger Caillois)
Die Hegelschen Begriffe (Alexandre Kojève)
Brief an X., der mit einer Hegel-Vorlesung beauftragt ist (Georges Bataille)
Die Tiergesellschaften (Roger Caillois)
Notizen von Georges Bataille
Das Sakrale im Alltag (Michel Leiris)
Im Collège de Sociologie (Jean Wahl)
Anziehung und Abstoßung: I. Tropismen, Sexualität, Lachen und Tränen (Georges Bataille)
Anziehung und Abstoßung: II. Die soziale Struktur (Georges Bataille)
Studienjahr 1938-1939:
Erklärung des Collège de Sociologie zur internationalen Krise
Die Ambiguität des Sakralen (Roger Caillois)
Die Künste der Liebe und des Krieges (Denis de Rougemont)
Die Liebe und der Krieg (Denis de Rougemont)
Die Struktur der Demokratien und die Septemberkrise 1938 (Georges Bataille)
Im Collège de Sociologie (Bertrand d'Astorg)
Studienjahr 1938-1939:
Die Geburt der Literatur (René M. Guastalla)
Hitler und der Deutsche Orden (Georges Bataille)
Der Marquis de Sade und die Revolution (Pierre Klossowski)
Dem Karneval zum Gedächtnis (Georges Bataille)
Soziologie des Henkers (Roger Caillois)
Studienjahr 1938-1939:
Es hat im Abendland immer geistige Führer gegeben (Jules Monnerot)
Der Schamanismus (Anatole Lewitzky)
Mythen und Riten des Schamanismus (Anatole Lewitzky)
Studienjahr 1938-1939:
Die Riten der politischen Geheimbünde im romantischen Deutschland (Hans Mayer)
Das Fest (Roger Caillois)
Theorie des Festes (Roger Caillois)
Die sakrale Sprache (Jean Paulhan)
Über eine sakrale Sprache (Jean Paulhan)
Studienjahr 1938-1939:
Die Todesfreude (Georges Bataille)
Das Opfer (Georges Bataille)
Der Mythos der englischen Monarchie (Georges Duthuit)
Größe des Zeremoniells (Georges Duthuit)
Studienjahr 1938-1939:
Es hat im Abendland immer geistige Führer gegeben: Antworten auf die Umfrage
Pierre Klossowski
Georges Duthuit
René M. Guastalla
Pierre Libra
Jean Paulhan
Pierre Mabille
Jean Wahl
Studienjahr 1938-1939:
Das Collège de Sociologie (Georges Bataille, Roger Caillois, Michel Leiris)
Text von Georges Bataille
Notizen von Michel Leiris
Epilog
Michel Leiris an Georges Bataille
Georges Bataille an Michel Leiris
Michel Leiris an Georges Bataille
Georges Bataille an Michel Leiris
Anhang:
Brief von Marcel Mauss an Élie Halévy
Marginalien:
René Bertelé (1938)
Georges Sadoul (1938)
Henri Mazel (1938)
Pierre Prévost (1939)
Robert Kanters (1939)
Jean Paulhan (1939)
Walter Benjamin (1940)
Roger Caillois (1940)
Jean Paulhan (1941)
Pierre Klossowski (1941)
André Breton (1942)
André Breton (1942)
Étiemble (1943)
Jean Wahl (1943)
Jean-Paul Sartre (1943)
Roger Caillois (1945)
André Rolland de Renéville (1945)
Jules Monnerot (1946)
Georges Bataille (1946)
Roland-P. Caillois (1947)
Claude Lévi-Strauss (1947)
Gaëtan Picon (1949)
Armand Cuvillier (1950)
Georges Bataille (1958)
Roger Caillois (1963)
Roger Caillois (1967)
Pierre Klossowski (1969)
Nachwort: Von Irene Albers und Stephan Moebius
Bibliographie
Namenregister

Über den Autor / die Autorin

Georges Bataille, 1897-1962, gilt als einer der wichtigsten französischen Schriftsteller seines Jahrhunderts. Er verfasste ein in seiner Bandbreite einmaliges Werk, das Literatur, Philosophie, Soziologie, Ökonomie und Ethnologie umfasst und erst spät in seiner Bedeutung erkannt wurde. Er vermag auch heute noch immer zu provozieren.

Roger Caillois, geboren 1913 in Reims, war Mitglied der Gruppe der Surrealisten (1932-35), gründete 1938 mit Georges Bataille das College de Sociologie. Zahlreiche Reisen in Europa, Amerika und Asien, lebte zwischen 1941 und 1945 in Buenos Aires. Wurde 1971 in die Academie française aufgenommen und starb 1978 in Paris. Zahlreiche soziologische, philosophische, literaturkritische und ästhetische Schriften, die z. T. auch auf deutsch vorliegen.

Zusammenfassung

Kaum eine intellektuelle Gruppierung des 20. Jahrhunderts hat eine vergleichbare Wirkung und Faszinationskraft entfaltet wie das Collège de sociologie, das 1937 von Georges Bataille zusammen mit Roger Caillois und Michel Leiris gegründet wurde. Den Mitgliedern des Collège geht es im Anschluß an die Religionssoziologie von Durkheim und Mauss um die Etablierung einer Soziologie des Sakralen, das aus seinen religionswissenschaftlichen und ethnologischen Bezügen gelöst und für eine allgemeine Wissenschaft moderner Gesellschaften fruchtbar gemacht werden soll. Einer sich rapide individualisierenden Gesellschaft, deren atomistischer und anomischer Zustand sie besonders anfällig für faschistische Propaganda macht, setzen die Collègiens die Schaffung frei wählbarer Gemeinschaften entgegen, die durch Erfahrungen der kollektiven Ekstase, von Festen und Mythen zusammengehalten werden.

Die reich kommentierte Edition von Denis Hollier hat den Diskussionszusammenhang des Collège de sociologie erstmals erschlossen und zeitlich nachvollziehbar gemacht. Zahlreiche Texte sind nur in dieser Ausgabe zugänglich; nun liegt sie erstmals in vollständiger deutscher Übersetzung vor. Editorisch bearbeitet und mit einem Nachwort von Irene Albers und Stephan Moebius.

Bericht

"Dieser Band ist ein unerschöpfliches Bergwerk zum Weiterdenken."
Stefan Dornuf Süddeutsche Zeitung

Produktdetails

Autoren Irene Albers
Mitarbeit Deni Hollier (Herausgeber), Denis Hollier (Herausgeber), Irene Albers (Nachwort), Stephan Moebius (Nachwort), Horst Brühmann (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 01.08.2012
 
EAN 9783518295496
ISBN 978-3-518-29549-6
Seiten 875
Abmessung 108 mm x 29 mm x 178 mm
Gewicht 562 g
Serien suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
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Themen Sozialwissenschaften, Recht,Wirtschaft > Soziologie > Allgemeines, Lexika

Soziologie, Geschichte, Quelle, Institutionen und Gelehrtengesellschaften, allgemein, auseinandersetzen, Collège de Sociologie

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