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Der fünfjährige Pascal verschwindet, und neun verdächtige Personen gestehen, etwas mit seinem Tod zu tun zu haben. Am Ende stellt sich allerdings heraus, dass die Geständnisse falsch sind und dass Vorverurteilungen und Diskriminierung auf skandalöse Weise die Ermittlungen beeinflusst haben. Gisela Friedrichsen, die Gerichtsreporterin des SPIEGEL, beschreibt in ihrem aufrüttelnden Buch, wie es zu diesem Strafverfahren kam, das den Fall nicht lösen konnte, aber die Lebensläufe der Betroffenen zerstörte.
Über den Autor / die Autorin
Gisela Friedrichsen ist die bekannteste Gerichtsreporterin Deutschlands. Sie arbeitete 16 Jahre lang als Redakteurin bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«, seit 1989 berichtet sie für den SPIEGEL aus den Gerichtssälen Deutschlands.
Bericht
"Gisela Friedrichsen, die Gerichtsreporterin des SPIEGEL, macht in ihrem Buch zum Pascal-Prozess plausibel, dass diese Logik des Erfolgsdrucks die Saarbrücker Ermittlungen von Anfang an kontaminierte (...) Gisela Friedrichsen bringt sehr starke Gründe dafür vor, dass der Wirtin und den Gästen der Tosa-Klause schon durch die Erhebung der Anklage ein großes Unrecht geschehen ist. Dann könnte man über diesen Fall tatsächlich den Glauben an den Rechtsstaat verlieren, wäre der Rechtsstaat ein Gott und nicht ein fehleranfälliges, zur Selbstkorrektur fähiges System." Der SPIEGEL