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Sozialistische Cowboys
Der Wilde Westen Ostdeutschlands

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Um einen Raum zu imaginieren, in den bis heute Sehnsucht nach Freiheit projiziert wird, mußte Karl May Radebeul nicht verlassen. Seine Erben konnten es nicht, also holten sie den Wilden Westen in die DDR. 1956 wurde der "Indianistikklub Old Manitou" gegründet, dem zahllose weitere folgten. Die Autoren erzählen unbekannte Alltagsgeschichte(n) aus dem "Reservat DDR": über Defa-Western und Dean Reed, sozialistische Cowboys, die sich als "Landarbeiterproletariat" inszenieren mußten, den Häuptling von Hoyerswerda und die Stasiakte "Tomahawk". Die historische Reportage begleitet die Protagonisten bis in eine Gegenwart, in der die amerikanische Geschichte eine ganz andere Bedeutung bekommt: "reenactment". In nachinszenierten Schlachten aus dem Bürgerkrieg übernehmen sie am liebsten die Rolle der Konföderierten und identifizieren sich mit dem Stolz der Verlierer.

Über den Autor / die Autorin

Friedrich von Borries, geboren 1974 in Berlin, ist Architekt. 2008 war er Generalkommissar des Deutschen Beitrags auf der Architekturbiennale in Venedig. Er lehrt als Professor für Designtheorie und kuratorische Praxis an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg.

Jens-Uwe Fischer, geboren 1977 in Nordhausen (Thüringen), ist Historiker. Er arbeitet in der kulturellen und politischen Jugendbildung.

Zusammenfassung

Um einen Raum zu imaginieren, in den bis heute Sehnsucht nach Freiheit projiziert wird, mußte Karl May Radebeul nicht verlassen. Seine Erben konnten es nicht, also holten sie den Wilden Westen in die DDR. 1956 wurde der "Indianistikklub Old Manitou" gegründet, dem zahllose weitere folgten. Die Autoren erzählen unbekannte Alltagsgeschichte(n) aus dem »Reservat DDR«: über Defa-Western und Dean Reed, sozialistische Cowboys, die sich als »Landarbeiterproletariat« inszenieren mußten, den Häuptling von Hoyerswerda und die Stasiakte »Tomahawk«. Die historische Reportage begleitet die Protagonisten bis in eine Gegenwart, in der die amerikanische Geschichte eine ganz andere Bedeutung bekommt: »reenactment«. In nachinszenierten Schlachten aus dem Bürgerkrieg übernehmen sie am liebsten die Rolle der Konföderierten und identifizieren sich mit dem Stolz der Verlierer.

Zusatztext

»Sozialistische Cowboys ist die verblüffendste, aufschlussreichste und vermutlich treffendste Studie über Ostdeutschland, die man im Moment bekommen kann.«

Bericht

»Sozialistische Cowboys ist die verblüffendste, aufschlussreichste und vermutlich treffendste Studie über Ostdeutschland, die man im Moment bekommen kann.« Peter Richter Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 20080518

Produktdetails

Autoren Friedrich von Borries, Friedrich von Borries, Jens-Uwe Fischer, Friedric von Borries, Friedrich Borries, Friedrich vo Borries
Verlag Suhrkamp
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 17.04.2008
Thema Sachbuch > Geschichte > Zeitgeschichte (1945 bis 1989)
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Zeitgeschichte (1945 bis 1989)
 
EAN 9783518125281
ISBN 978-3-518-12528-1
Anzahl Seiten 200
Illustration m. Fotos, Dok. u. Faks.
Abmessung (Verpackung) 10.8 x 17.8 x 1.4 cm
Gewicht (Verpackung) 136 g
 
Serie Edition Suhrkamp > 2528
edition suhrkamp > 2528
Themen Deutschland [Neue Bundesländer] : Politik, Zeitgeschichte, DDR : Geschichte, Zeitgeschichte, Europäische Geschichte, Wild, Ostdeutschland, DDR, Folklore, Mythen und Legenden, entdecken, Neue Bundesländer, Zeitgesch., eintauchen, Folklore-, Mythen- und Legendenforschung
 

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