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St. Pölten ist die kleine Hauptstadt eines für österreichische Verhältnisse großen Bundeslandes. Niederösterreich ist flächenmäßig das größte österreichische Bundesland, seine Wohnbevölkerung wird nur von der Wiens übertroffen. Um von St. Pölten in ländliche Regionen zu gelangen, benötigt man nur eine Viert- stunde. Peripherieregionen wie das Waldviertel sind in einer halben Autostunde erreichbar. Die Peripherie, das sind Orte mit langsam verschwindender Wohn- völkerung, mit fortschreitender Überalterung, mit langen Wegen zur sozialen, medizinischen, ökonomischen Infrastruktur - Dörfer ohne die Möglichkeit, Güter des täglichen Bedarfs einzukaufen, ohne ein Wirtshaus als Ort der Beg- nung und Selbstorganisation. Im Europa des beginnenden 21. Jahrhunderts e- stehen zahlreiche periphere Regionen, in denen die Negativspirale der Ausd- nung der Infrastruktur, der Abwanderung von Arbeitsgelegenheiten anhält und sich altbekannte Probleme verschärfen, unter denen vor allem die ökonomisch schwächsten Schichten zu leiden haben. Sozialer Arbeit kann es zwar nicht gelingen, die großen demographischen und ökonomischen Entwicklungen aufzuhalten, sie ist aber mit deren Ausw- kungen konfrontiert. Mit ihren Mitteln - das sind Mittel der Kommunikation, der Beratung, der Unterstützung und Anregung von Eigenaktivitäten, der Modera- on und der fallbezogenen Hilfekoordination - kann Soziale Arbeit wesentlich dazu beitragen, dass die Auswirkungen der beschriebenen Prozesse für die - troffenen Menschen, vor allem für die Verletzlichsten unter ihnen, in Grenzen gehalten werden. Periphere Regionen fordern die Soziale Arbeit heraus, denn auch die Organisationen des Sozialwesens sind zumeist überregional aufgestellt und damit kaum darauf vorbereitet, inperipheren Landstrichen auf lokale - dürfnisse und Bedarfe einzugehen bzw.
Über den Autor / die Autorin
Ralf Eric Kluschatzka, Mag. (FH), ist als Sozialarbeiter für den NÖ Landesverein für Sachwalterschaft und Bewohnervertretung in St. Pölten tätig.
Sigrid Wieland, Mag. (FH), ist Arbeitsassistentin bei der Firma „dafür“ gem. GmbH in Hohenems.
Zusammenfassung
Bisherige Publikationen zum Thema Sozialraumorientierung beschränken sich meist auf einen der Schwerpunkte Deutschland, Jugendliche und Städte. Die AutorInnen dieses Bandes gehen der Frage nach, was PraktikerInnen der Sozialen Arbeit benötigen um sozialraumorientiert denken und handeln zu können. Der Fokus liegt dabei auf dem ländlichen Raum in Österreich und Deutschland. Um die beinahe ausschließliche Konzentration bisheriger Untersuchungen auf Jugendliche zu überwinden, werden verschiedene Bereiche der Sozialen Arbeit beleuchtet. Gegliedert in drei Teile bietet der Sammelband sowohl theoretische wie methodische Inhalte als auch Beispiele des Good Practice.
Vorwort
Soziale Arbeit im ländlichen Raum
Zusatztext
"[...das Buch kann] gleichwohl allen Leserinnen und Lesern empfohlen werden, die an einer praxisnahen Einführung in die Aspekte der Sozialraumorientierung interessiert sind und Zugang zur bislang vernachlässigten Auseinandersetzung mit diesem Konzept im ländlichen Kontext suchen." unsere jugend - die zeitschrift für studium und praxis der sozialpädagogik, 6-2011
"Die [...] Artikel sind anschaulich und zeigen interessante Ansatzpunkte für sozialräumliches Arbeiten im ländlichen Kontext auf." www.socialnet.de, 09.06.2009
Bericht
"[...das Buch kann] gleichwohl allen Leserinnen und Lesern empfohlen werden, die an einer praxisnahen Einführung in die Aspekte der Sozialraumorientierung interessiert sind und Zugang zur bislang vernachlässigten Auseinandersetzung mit diesem Konzept im ländlichen Kontext suchen." unsere jugend - die zeitschrift für studium und praxis der sozialpädagogik, 6-2011
"Die [...] Artikel sind anschaulich und zeigen interessante Ansatzpunkte für sozialräumliches Arbeiten im ländlichen Kontext auf." www.socialnet.de, 09.06.2009