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Unter den Dächern von Synagogen - Genisa-Funde aus Rheinland-Pfalz

Deutsch · Fester Einband

Erscheint am 01.04.2026

Beschreibung

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Seit der Antike ist im Judentum der Brauch des Ablegens von heiligen nicht mehr benutzten Büchern und Gegenständen in einen abgesonderten Raum, einer Genisa, in oder bei einer Synagoge, belegt. Dieses Buch wirft ein neues Licht auf heute nahezu vergessene Bräuche und Riten.Ablageräume von heiligen jüdischen Büchern und Textilien (Genisot) wurden in Deutschland mit Schwerpunkt im heutigen Rheinland-Pfalz entdeckt. Diese Funde wurden meist unter den Dächern der Synagogen gemacht, etwa wenn ein Gebäude saniert oder abgerissen wurde. Nur vereinzelt gelang es, die dabei zutage geförderten Reste von Büchern und Handschriften gründlicher zu erforschen und zu dokumentieren. In seinem umfangreichen Werk ist es Andreas Lehnardt nach jahrelanger intensiver Erforschung gelungen, einen Überblick über Inhalt und Bedeutung dieser einzigartigen jüdischen Relikte für die Geschichte des Judentums in Rheinland-Pfalz zu erarbeiten. Erhalten haben sich oft stark beschädigte und verschmutzte hebräische und jiddische Bücher sowie Manuskripte in verschiedenen Sprachen und Synagogentextilien wie Tora-Wimpel oder auch Gebetsmäntel und Kopfbedeckungen. Die Genisa-Funde aus Rheinland-Pfalz lassen dabei ein Profil erkennen, welches sich zwar in vielerlei Hinsicht mit denen in anderen Regionen Deutschlands und im benachbarten Ausland überschneidet, das aber auch Eigenheiten erkennen lässt. Diese werden erstmals übergreifend verglichen. Der mit einer Einleitung in die Thematik "Genisa" versehene Band wird durch einen reich bebilderten Katalogteil, ein Literaturverzeichnis und ein Register der Funde ergänzt. Die hier vorgestellten Reste jüdischen Lebens aus den Synagogen werfen nicht nur ein Licht auf die Geschichte des Landjudentums, sondern bieten auch interessante Einblicke in eine weitestgehend verschwundene Glaubenswelt.

Über den Autor / die Autorin










Prof. Dr. Andreas Lehnardt erhielt 2004 den Ruf auf den Lehrstuhl für Judaistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er leitet mehrere wissenschaftliche Projekte zur Geschichte und Literatur der Juden in Deutschland, u. a. gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Rothschild Foundation Europe und der Thyssen-Stiftung. Publiziert hat Prof. Lehnardt über jüdisches Gebet, Rabbinische Literatur, jüdische Geschichte in den SchUM-Städten und mittelalterliche hebräische Handschriften. Er ist Vorsitzender der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen

Zusammenfassung

Seit der Antike ist im Judentum der Brauch des Ablegens von heiligen nicht mehr benutzten Büchern und Gegenständen in einen abgesonderten Raum, einer Genisa, in oder bei einer Synagoge, belegt. Dieses Buch wirft ein neues Licht auf heute nahezu vergessene Bräuche und Riten.

Ablageräume von heiligen jüdischen Büchern und Textilien (Genisot) wurden in Deutschland mit Schwerpunkt im heutigen Rheinland-Pfalz entdeckt. Diese Funde wurden meist unter den Dächern der Synagogen gemacht, etwa wenn ein Gebäude saniert oder abgerissen wurde. Nur vereinzelt gelang es, die dabei zutage geförderten Reste von Büchern und Handschriften gründlicher zu erforschen und zu dokumentieren.

In seinem umfangreichen Werk ist es Andreas Lehnardt nach jahrelanger intensiver Erforschung gelungen, einen Überblick über Inhalt und Bedeutung dieser einzigartigen jüdischen Relikte für die Geschichte des Judentums in Rheinland-Pfalz zu erarbeiten. Erhalten haben sich oft stark beschädigte und verschmutzte hebräische und jiddische Bücher sowie Manuskripte in verschiedenen Sprachen und Synagogentextilien wie Tora-Wimpel oder auch Gebetsmäntel und Kopfbedeckungen. Die Genisa-Funde aus Rheinland-Pfalz lassen dabei ein Profil erkennen, welches sich zwar in vielerlei Hinsicht mit denen in anderen Regionen Deutschlands und im benachbarten Ausland überschneidet, das aber auch Eigenheiten erkennen lässt. Diese werden erstmals übergreifend verglichen. Der mit einer Einleitung in die Thematik „Genisa“ versehene Band wird durch einen reich bebilderten Katalogteil, ein Literaturverzeichnis und ein Register der Funde ergänzt. Die hier vorgestellten Reste jüdischen Lebens aus den Synagogen werfen nicht nur ein Licht auf die Geschichte des Landjudentums, sondern bieten auch interessante Einblicke in eine weitestgehend verschwundene Glaubenswelt.

Produktdetails

Autoren Andreas Lehnardt
Verlag Nünnerich-Asmus Verlag & Media
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erscheint 01.04.2026
 
EAN 9783961763320
ISBN 978-3-96176-332-0
Seiten 208
Illustration 138 Abb.
Themen Sachbuch > Geschichte > 20. Jahrhundert (bis 1945)

Judentum, Verstehen, Rheinland-Pfalz, Europäische Geschichte, Bezug zu Juden und jüdischen Gruppen, Jüdische Texte: Tanach, Tora, Nevi’im, Ketuvim, jüdische Geschichte, Landjudentum, Synagogen, Genisa, historischen Fundstücken, Genisa-funde

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