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Ein großer literarischer Wurf: Michael Kleebergs Hemingway-Roman als aufregendes Spiel mit Realität und Fiktion
Was macht einen Jungen zum Mann? Was macht einen Mann zum Schriftsteller? Und was macht einen Schriftsteller zur Ikone eines ganzen Jahrhunderts? - Das sind die Fragen, die den Helden des Romans "auf der Suche nach Hemingways letztem Geheimnis" umtreiben. Sein Name: Michael Kleeberg. Im Nachzeichnen einer faszinierenden Künstlergeschichte wird dieser zum Schöpfer seiner eigenen Identität - als Hemingway-Forscher mit Leib und Seele.
Er war ein Draufgänger in jeder Hinsicht, ein Charmeur und ein Poseur. Eine Legende, ein Idol, ein Revolutionär des Stils. Seine Präsenz, wenn er zur Tür hereinkam, war überwältigend. Und: Der Zauber seiner Person übertrug sich auf seine Literatur. Doch hinter dem bewunderten Kultautor stand ein Getriebener, einer, der sich stets beweisen musste. Hemingway verlangte nicht nur sich selbst, sondern auch anderen das Letzte ab. Allen, die ihm nahekamen, drohte die Gefahr, von seiner Legende angesteckt und zersetzt zu werden, so letztlich auch der Erzähler dieses Romans. - Mit einer raffinierten autofiktionalen Volte setzt sich der Schriftsteller Michael Kleeberg auf die Spur des überlebensgroßen Kollegen, der als meisterlicher Erzähler, Lebemann und Abenteurer weltweit Kultstatus erlangt hat. In dem Vorsatz, nein: in der Obsession, sich dem Idol anzuverwandeln, schafft er sich durch fabulierende Neuerfindung eine eigene Identität. Und kommt dabei Hemingways Geheimnis ganz nahe.
Über den Autor / die Autorin
Michael Kleeberg, 1959 in Stuttgart geboren, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom und Amsterdam lebte er von 1986 bis 1999 in Paris. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Roman Das amerikanische Hospital (2010) wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2011 mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet. Für den Roman Vaterjahre erhielt er u.a. den Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Zu seinen wichtigsten Büchern zählen Ein Garten im Norden (1998) und die Karlmann-Trilogie (2007), deren krönender Abschluss, Dämmerung, 2023 erschien. 2016 wurde Michael Kleeberg für sein Gesamtwerk mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt.
Zusammenfassung
Ein großer literarischer Wurf: Michael Kleebergs Hemingway-Roman als aufregendes Spiel mit Realität und Fiktion
Was macht einen Jungen zum Mann? Was macht einen Mann zum Schriftsteller? Und was macht einen Schriftsteller zur Ikone eines ganzen Jahrhunderts? – Das sind die Fragen, die den Helden des Romans „auf der Suche nach Hemingways letztem Geheimnis“ umtreiben. Sein Name: Michael Kleeberg. Im Nachzeichnen einer faszinierenden Künstlergeschichte wird dieser zum Schöpfer seiner eigenen Identität – als Hemingway-Forscher mit Leib und Seele.
Er war ein Draufgänger in jeder Hinsicht, ein Charmeur und ein Poseur. Eine Legende, ein Idol, ein Revolutionär des Stils. Seine Präsenz, wenn er zur Tür hereinkam, war überwältigend. Und: Der Zauber seiner Person übertrug sich auf seine Literatur. Doch hinter dem bewunderten Kultautor stand ein Getriebener, einer, der sich stets beweisen musste. Hemingway verlangte nicht nur sich selbst, sondern auch anderen das Letzte ab. Allen, die ihm nahekamen, drohte die Gefahr, von seiner Legende angesteckt und zersetzt zu werden, so letztlich auch der Erzähler dieses Romans. – Mit einer raffinierten autofiktionalen Volte setzt sich der Schriftsteller Michael Kleeberg auf die Spur des überlebensgroßen Kollegen, der als meisterlicher Erzähler, Lebemann und Abenteurer weltweit Kultstatus erlangt hat. In dem Vorsatz, nein: in der Obsession, sich dem Idol anzuverwandeln, schafft er sich durch fabulierende Neuerfindung eine eigene Identität. Und kommt dabei Hemingways Geheimnis ganz nahe.