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Erinnerungen an Ostberlin - Die international gefeierte Künstlerin dokumentiert entscheidende Episoden der wiedervereinigten Stadt

Deutsch · Fester Einband

Erscheint am 21.04.2026

Beschreibung

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Wie und von wem wird Geschichte gemacht? (Und wie und von wem entsorgt?) Sophie Calle zeigt, wie private Erinnerung und kollektives Gedächtnis einander durchdringen.
Mit der Wiedervereinigung wurden auf Betreiben des Senats zahlreiche Ostberliner Denkmäler - die den Kommunismus und den Personenkult in der DDR repräsentiert hatten - faktisch demontiert und beseitigt. Um diesen Vorgang zu dokumentieren, suchte Sophie Calle die Orte auf, von denen die sichtbaren Symbole der DDR-Geschichte entfernt worden sind. Sie bat Passanten und Anwohner, zu beschreiben, was zuvor die jetzigen Leerstellen ausgefüllt hatte: »Ich fotografierte die Abwesenheit und ersetzte die fehlenden Monumente durch die Erinnerungen an sie.«
Sophie Calle betreibt zeithistorische Recherche mit künstlerischen Mitteln und leistet einen anschaulichen Beitrag zur deutschen Erinnerungspolitik, zu proaktiver Geschichtsvergessenheit und dem beharrlichen Eigensinn von Menschen, die sich in den großen Umwälzungen unserer Zeit zu orientieren versuchen.

Über den Autor / die Autorin










Sophie Calle, geboren 1953, ist eine international renommierte Künstlerin mit einem methodischen Interesse an Überschreitung und Tabubruch, in ihren häufig autobiographischen, häufig kontroversen Arbeiten verschränkt sie Konzeptkunst mit oulipotischen Formenzwängen. Sie ist, in Paul Austers Worten, »eine unorthodoxe Frau, die ihr Leben einer Reihe ebenso ausgeklügelter wie bizarrer Privatrituale unterwirft. Manche nennen sie eine Fotografin, andere sehen in ihr eine Vertreterin der Konzeptkunst, wieder andere halten sie für eine Schriftstellerin, aber keine dieser Bezeichnungen erfasst sie auch nur annähernd.« Calle lebt in Malakoff bei Paris.


Zusammenfassung

Wie und von wem wird Geschichte gemacht? (Und wie und von wem entsorgt?) Sophie Calle zeigt, wie private Erinnerung und kollektives Gedächtnis einander durchdringen.

Mit der Wiedervereinigung wurden auf Betreiben des Senats zahlreiche Ostberliner Denkmäler – die den Kommunismus und den Personenkult in der DDR repräsentiert hatten – faktisch demontiert und beseitigt. Um diesen Vorgang zu dokumentieren, suchte Sophie Calle die Orte auf, von denen die sichtbaren Symbole der DDR-Geschichte entfernt worden sind. Sie bat Passanten und Anwohner, zu beschreiben, was zuvor die jetzigen Leerstellen ausgefüllt hatte: »Ich fotografierte die Abwesenheit und ersetzte die fehlenden Monumente durch die Erinnerungen an sie.«


Sophie Calle betreibt zeithistorische Recherche mit künstlerischen Mitteln und leistet einen anschaulichen Beitrag zur deutschen Erinnerungspolitik, zu proaktiver Geschichtsvergessenheit und dem beharrlichen Eigensinn von Menschen, die sich in den großen Umwälzungen unserer Zeit zu orientieren versuchen.

Bericht

»Sophie Calles Kunstwerke sind Begegnungen, die das Publikum berühren und aufwühlen.« DER SPIEGEL

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