Mehr lesen
Wie kaum ein anderer Philosoph hat François Jullien in den letzten Jahrzehnten eine westlich-selbstkritische Auseinandersetzung mit dem chinesischen Denken befördert. Während seine Bücher in Frankreich breit rezipiert wurden, Ausgangspunkt vielfältiger und kontroverser Debatten waren, blieb eine breite, systematische Diskussion seiner Thesen im deutschsprachigen Raum bisher aus. Der Band versucht dem Abhilfe zu verschaffen. Dazu vereint er ältere Texte wichtiger Pariser Philosophen (u. a. Lyotard, Ricoeur, Latour und Badiou) mit neueren Beiträgen aus Wien.
Inhaltsverzeichnis
Dekonstruktion von außen. Ein Vorwort.- Einführung.- PARIS.- Anmerkungen zu Von der Zeit . Elemente einer Philosophie des Lebens .- China von den Banalitäten des Denkens befreien.- Die Effizienz der Krabbe.- Jullien, der Apostat.- Denkmögliches.- Ein Leben nach China.- Versionen des Platonismus: Deleuze, Foucault, Jullien.- Vergleichbares konstruieren.- WIEN.- Zur Produktivität des Unabgeschlossenen. Sozialphilosophische Perspektiven auf Julliens Konzepte des Einvernehmens und des Evasiven .- Fragen an das situative Lebensdenken Julliens an der Grenze des Dialogischen.- Konzept und Konzeption: Zum Thema Lexikon bei François Jullien.- Stille Verwandlung.- Über den Umweg nach China vorbei am Anthropozän. François Julliens Vernunftexkursionen für ein ökologisches Bild des Denkens nutzbar machen.- Differenz als Ressource. Zu François Julliens Kritik kultureller Identität.- Response. Im Dialog mit den Beiträgen.
Über den Autor / die Autorin
Murat Ates ist Philosoph und Kulturwissenschaftler. Seine bisherige Tätigkeit als Forscher und Lehrender erstreckt sich auf mehrere Institutionen, darunter die Universität Wien, die Humboldt-Universität zu Berlin, die Webster University, die Universität des Saarlandes und die Akademie der bildenden Künste Wien. Als Redakteur arbeitet er bei der Zeitschrift Polylog.
Fracois Jullien ist Philosoph und Sinologe. Er war unter anderem Direktor des Collège international de philosophie und Professor an der Universität Paris-Diderot. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken.
Georg Stenger ist emeritierter Professor des Lehrstuhls »Philosophie in einer global Welt« an der Universität Wien. Er war langjähriger Präsident der Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (GIP). Derzeit ist er als Gastprofessor an der Chinese University of Hong Kong tätig.
Zusammenfassung
Wie kaum ein anderer Philosoph hat François Jullien in den letzten Jahrzehnten eine westlich-selbstkritische Auseinandersetzung mit dem chinesischen Denken befördert. Während seine Bücher in Frankreich breit rezipiert wurden, Ausgangspunkt vielfältiger und kontroverser Debatten waren, blieb eine breite, systematische Diskussion seiner Thesen im deutschsprachigen Raum bisher aus. Der Band versucht dem Abhilfe zu verschaffen. Dazu vereint er ältere Texte wichtiger Pariser Philosophen (u. a. Lyotard, Ricoeur, Latour und Badiou) mit neueren Beiträgen aus Wien.