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Kreativitäts-Szenen - Der Bildungsroman und die Geschichte freier Zeiten

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Beschreibung

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Das Entstehen der modernen Kreativökonomie verortet der Kultursoziologe Andreas Reckwitz in den historischen Avantgarden, insbesondere der Romantik, und in kulturellen Nischen. Die vorliegende Studie stellt diese Annahme in Frage und rückt ihrerseits Bildungsinstitutionen und Bildungsromane des 18.-19. Jahrhunderts ins Blickfeld der Kreativitätsforschung. Die analysierten Institutionen - z. B. Kindergärten, Schulen, Universitäten - stellen Orte dar, an denen das einst bestimmten sozialen Gruppen zufallende Privileg der Muße anderen Gruppen zugeteilt wurde. Ferner zeigt die Studie im Anschluss an die Arbeiten von Friedrich Kittler, Joseph Vogl und Thomas Wegmann, dass Bildungsromane die Institutionalisierung freier Zeiten und die Grundlegung der Kreativökonomie nicht nur inspirierten und präformierten, sondern in Form gattungskonstituierender Kreativitätsszenen die Begrenzungen und Irrwege solcher Maßnahmen thematisierten, reflektierten und problematisierten.

Über den Autor / die Autorin

Peter C. Pohl ist Senior Scientist an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Nach dem Studium der Germanistik, Kulturwissenschaft, Philosophie und Politologie in Heidelberg, Bremen und Avignon promovierte er sich mit einer Arbeit zu Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften". 2022 wurde er mit der Studie "Kreativitäts-Szenen. Der Bildungsroman und die Geschichte freier Zeiten" habilitiert.

Zusammenfassung

Das Entstehen der modernen Kreativökonomie verortet der Kultursoziologe Andreas Reckwitz in den historischen Avantgarden, insbesondere der Romantik, und in kulturellen Nischen. Die vorliegende Studie stellt diese Annahme in Frage und rückt ihrerseits Bildungsinstitutionen und Bildungsromane des 18.–19. Jahrhunderts ins Blickfeld der Kreativitätsforschung. Die analysierten Institutionen – z. B. Kindergärten, Schulen, Universitäten – stellen Orte dar, an denen das einst bestimmten sozialen Gruppen zufallende Privileg der Muße anderen Gruppen zugeteilt wurde. Ferner zeigt die Studie im Anschluss an die Arbeiten von Friedrich Kittler, Joseph Vogl und Thomas Wegmann, dass Bildungsromane die Institutionalisierung freier Zeiten und die Grundlegung der Kreativökonomie nicht nur inspirierten und präformierten, sondern in Form gattungskonstituierender Kreativitätsszenen die Begrenzungen und Irrwege solcher Maßnahmen thematisierten, reflektierten und problematisierten.

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