Beschreibung
Produktdetails
| Autoren | Mechtild Borrmann |
| Verlag | Droemer/Knaur |
| Sprache | Deutsch |
| Produktform | Fester Einband |
| Erschienen | 03.11.2025 |
| EAN | 9783426282205 |
| ISBN | 978-3-426-28220-5 |
| Seiten | 288 |
| Abmessung | 148 mm x 27 mm x 221 mm |
| Gewicht | 437 g |
| Themen |
Belletristik
> Erzählende Literatur
> Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Deutschland, Euthanasie, Russland, Kühlungsborn, Geschenk für Oma, Mechtild Borrmann, Trümmerkind, grenzgänger, Feldpost, Nazideutschland, geschenk für großeltern, Ratingen, Erzählerisches Thema: Vertreibung, Exil, Migration, Geschenk oma Weihnachten, getauschte Identität, Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (ca. 1950 bis ca. 1999), Periode des Zweiten Weltkrieges (ca. 1938 bis ca. 1946), Stalin Hitlerdeutschland, Reparationszahlungen der Alliierten, Waldniel, Drei Frauen Lebensbande, Schutzengelhaus |
Kundenrezensionen
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Hervorragender zeitgeschichtlicher Roman
Lebensbande von Mechthild Borrmann ist ein historischer Roman, der mich sprachlos zurücklässt!
Er erzählt von den Lebenswegen und Schicksalen mehrerer Frauen in Deutschland. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Drei Frauen spielen eine besondere Rolle.
Die Geschichte beginnt in den 1930er Jahren. Lene wird ungewollt schwanger und bekommt einen Sohn, Leo. Schon früh zeichnet sich ab, dass Leo seiner Entwicklung hinterherhinkt. Nora , die als Krankenschwester in der Heil- und Pflegeanstalt Waldniel arbeitet, hilft Lene, ihr Kind aus den Fängen der Anstalt zu befreien. Das Verstecken und Täuschen beginnt. Wem kann man trauen?
Nora lernt, die vom Nationalsozialismus überzeugte, Lotte während des Krieges in Danzig kennen. Nora arbeitet im Lazarett als Krankenschwester, Lotte als Sekretärin in der Kommandantur. Beide geraten zum Ende des Krieges in russische Gefangenschaft und werden in einem Gulag inhaftiert.
Zeitlich kurz nach den Wende erfahren wir einiges über Lotte, die jetzt in Kühlungsborn lebt. Sie ist beunruhigt, ein Neffe nimmt zu ihr Kontakt auf und möchte sie kennenlernen. Welches Geheimnis trägt sie mit sich herum und wovor hat sie Angst? Sie beginnt ihre Geschichte niederzuschreiben. Für wen schreibt sie? Für sich oder für andere?
Die Geschichte wird im Wechsel zwischen den Zeitebenen erzählt. Zunächst erscheinen die Einzelteile verwirrend, doch dann fügt sich das Puzzle langsam zusammen.
Es ist beeindruckend, wie Mechthild Bormann die Lebensumstände der Frauen beschreibt. Es ist der pure Überlebenswille und die Unterstützung der Frauen untereinander, die es ihnen ermöglichen die Erniedrigungen, die Willkür, den Hunger, die Verzweiflung und das totalitäre System zu überleben. Mechthild Borrmann recherchiert meisterhaft und mischt historischen Fakten mit Fiktionen.
Ich war entsetzt, wie wenig ich über die inhaftierten Frauen in den russischen Gulags und die damit verbundenen Reparationszahlungen wusste. Das Buch ist für mich ein Anfang, um mehr darüber zu erfahren.
Mein Fazit: Eine Leseempfehlung für Menschen, die zeitgeschichtlich interessiert sind.
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Leos Retterin
Zum Buch:
1993, die DDR ist Geschichte, eine ehemalige Krankenschwester bekommt Post aus dem Westen, die Renten sollen zusammengeführt werden. Aber jene Frau hat ein großes Geheimnis über eine Krankenschwester, deren Cousine und einen Jungen, Leo, der während des zweiten Weltkriegs schwere Karten hatte.
Meine Meinung:
Es ist nicht mein erstes Mechthild Borrmann Buch, ich habe Feldpost schon so gerne gelesen. Daher war ich auch auf Lebensbande sehr gespannt.
Es beginnt im Jahr 1993, als jene Frau Post von Westdeutschland bekommt und ihr ganzes Leben nochmal Review passieren lässt. Aber es wird auch von Lene erzählt, Lenes erster Liebe, von ihrem Sohn Leo, der rin Handicap hat. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Zeit vor, während und nach des zweiten Weltkriegs. Nach und nach kommt man dem Geheimnis auf die Spur. Großartig und unglaublich berührend wird die Geschichte der Krankenschwester Nora und ihrer Cousine erzählt. Es hat mich sehr berührt, die Geschichte ging ordentlich unter die Haut und es kamen Dinge ans Licht, von denen man wohl irgendwann mal gehört hat. Der Autorin hat ein wunderbaren Schreibstil, sie bringt Tatsachen ans Licht, die gut recherchiert sind. Es wird immer wieder in der Gegenwart in dem Fall 1993, und der Vergangenheit gewechselt und so bekommt man nach und nach dem Geheimnis auf die Spur. Tolle Zeitgeschichte, einfach großartig erzählt und absolut empfehlenswert. -
Leider enttäuschend
Nach zahlreichen Veröffentlichungen (wie z.B. „Feldpost“ oder „Trümmerkind“) hat Mechthild Borrmann nun ihr neustes Werk „Lebensbande“, dass im November 2025 im Droemer Verlag erschienen ist, vorgelegt. Seit ihrem Roman „Der Geiger“ bin ich ein großer Fan von der Autorin und sobald ein neues Buch erscheint, muss es auch zeitnah gelesen werden und so war es auch hiermit.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und somit sehr leicht zu lesen. Normalerweise kann mich dieser auch sofort in seinen Bann ziehen, aber irgendetwas war anders. Obwohl der Klapptext mir auf Anhieb gefiel und die Thematik auch sehr interessant und spannend klang, fand ich zu keinem Zeitpunkt so richtig in die Geschichte hinein. Selbst mit den Charakteren haderte ich und so zogen sich die knapp 280 Seiten. Leider empfand ich mehr Lesefrust als Leselust, was ich sehr schade fand.
Die Handlung wird zum einen aus Noras Sicht erzählt, die ihre Vergangenheit in Form eines Tagebuchs aufarbeitet. Dank dieser Aufzeichnung lernen wir auch Lene kennen, die sich in den Niederländer Joop verliebt, aber ihre Liebe ist verboten. Obwohl sie immer wieder Wege finden, um sich zu treffen, wird die Gefahr immer größer und größer aufzufliegen. Während man Noras Aufzeichnung liest, merkt der Leser, dass sie ein großes Geheimnis in sich trägt und Angst hat, dass sie damit auffliegt.
„Lebensbande“ von Mechthild Borrmann war für mich leider ein Fehlgriff. Ich erinnere mich noch sehr gerne an ihr letztes Werk „Feldpost“, dass ich mit großer Begeisterung las, aber dieses hier kommt nicht mal annähernd an dem vorherigen heran. Ich hoffe, dass dies eine Ausnahme bleibt.
Von mir gibt es leider nur 2 Sterne. -
Schicksale in Umbruchzeiten
Wie kann man zig Jahre mit einer fremden Identität leben? Wenn man wegen eines Mordes, der reine Notwehr war, gesucht wird und angeklagt werden soll. Und wenn man von einer guten Freundin dazu ermuntert wird.
Der Preis dafür ist ein zurückgezogenes Leben mitten im Nirgendwo, der Verzicht auf Freundschaften und die Ungewissheit darüber, wie es wohl liebgewordenen Menschen geht.
Die Autorin Mechthild Borrmann beleuchtet in ihrem Roman "Lebensbande" das Leben dreier Freundinnen während der Zeit des Vorkrieges, des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Die Umstände bringen es mit sich, dass sich selbst nahestehende Menschen grundlos misstrauen, wo doch ein Miteinander wichtig gewesen wäre.
Die Geschehnisse wirken sich dann bis in die Zeit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten aus.
Mechthild Borrmann beschreibt das Geschehen sehr menschlich und einfühlsam. Ihr Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar. Sie arbeitet gut heraus, dass Vertrauen oder Misstrauen ein ganzes Menschenleben beeinflussen kann. -
Ein großartiges Buch
Mechtild Borrmann gehört für mich mittlerweile zu den Autorinnen, deren Bücher ich blind kaufen kann. Das heißt, ich müsste weder den Klappentext noch eine Leseprobe lesen, weil ich einfach weiß, dass die Bücher genau meinen Geschmack treffen. Mit ihrem Buch "Lebensbande" hat die Autorin wieder bewiesen, was für eine großartige Autorin sie ist. In ihrem neuen Roman erzählt sie die Geschichte von Lene, Nora und Lieselotte in der Zeit des zweiten Weltkrieges bis in die 90er Jahre nach dem Mauerfall. Dank des flüssigen und einnehmenden Schreibstils, fliegt man geradezu durch die Seiten, obwohl das Erzählte alles andere als leicht ist. Diese fesselnde Geschichte hat mich nicht nur einmal zum Weinen gebracht, mir aber auch gezeigt, was wahre Freundschaft, Liebe und Mut doch bewirken können. Die Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und ich konnte mit allen Protagonisten so sehr mitfühlen. Besonders das Schicksale der sogenannten Reichsausschusskinder hat mich tief ins Herz getroffen. Es ist einfach unvorstellbar, wieviel Angst und Leid die Menschen damals erdulden mussten. Lebensbande ist ein unglaublich emotionales Buch, das nachhallt und das man nicht so einfach vergisst. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für dieses großartige Buch.
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Freunde fürs Leben
Der Buchcover passt hervorragend zu dem neuen Roman von Mechtild Borrmann "Lebensbande" da man hier bereits ahnt, dass es um eine Freundschaft geht
Bisher hatte ich noch keinen Roman von Mechtild Borrmann gelesen und bin absolut begeistert, von dem flüssigen Schreibstil und vor allem, dass die Schriftstellerin sehr ins Detail geht, um die verschiedenen Charaktere zu beschreiben.
Die Charaktere passen sehr gut zusammen, sie sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen, da man in diesem Roman sehr viel aus der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis hin zu Wiedervereinigung erfährt, was ich bis dahin so noch nicht gelesen hatte.
Der Roman ist mit sehr viel Feingefühl geschrieben, man erlebt die geschriebenen Dinge hautnah mit. Ein toll recherchiertes Buch.
Es wird hier die Geschichte der drei Frauen Lene, Nora und Lotte erzählt.
Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, aus der Sicht von Lene und Nora.
Da das Buch so spannend war, konnte ich es kaum aus der Hand legen. Der Spannungsaufbau war sehr gut.
Ein sehr gut geschriebenes Buch, welches mir noch lange im Kopf bleiben wird, zumal die Hauptdarstellerin Lene am Niederrhein in Kranenburg lebt, unweit von mir zu Hause entfernt. Ich habe vieles so nicht gewusst, was hier am Niederrhein, an der Grenze zu den Niederlanden, alles geschehen ist.
Absolut empfehlenswert, der neue Roman von Mechtild Borrmann. -
Sehr guter, bewegender Roman; klare Leseempfehlung
In diesem Roman von Mechtild Borrmann geht es um das Schicksal von drei Frauen. Zuerst Lene, die nahe der holländischen Grenze lebt und Anfang der 30er Jahre nicht mit dem Holländer Joop zusammen sein darf und in eine Ehe mit Franz gezwungen wird. Ende der 30er Jahre trifft sie auf Nora, ihre Cousine, die ihrem Sohn Leo hilft, der zu Unrecht für schwachsinnig erklärt und in einem Krankenhaus festgehalten wird. Im Jahr 1942 lernt Nora dann in Danzig Lieselotte kennen und auch ihr Schicksal bleibt miteinander verbunden.
Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, ich hatte es sehr schnell durchgelesen. Es wird in 2 Ebenen erzählt. Aus Sicht von Lene in den Jahren 1930 bis ca. 1950. Und aus Sicht von Nora, die Anfang der 90er Jahre ihre Lebensgeschichte aufschreibt. Mir hat die Aufteilung sehr gut gefallen, die Kapitel waren immer mit Zeit- und Ortsangabe überschrieben. Die Story hat mich wirklich sehr berührt, sie ist gut durchdacht und umgesetzt, teilweise berührt sie auch auf wahren Begebenheiten. Auch der Schreibstil ist sehr gut, flüssig geschrieben und es gab keine langweiligen Passagen im Buch. Als Leser konnte man mit allen Hauptpersonen mitfühlen und ist bewegt von ihren jeweiligen Erlebnissen. Ich bin immer neugierig bis zum Schluss geblieben wie wohl alle Schicksale ausgehen werden.
Auch das Cover des Romanes finde ich gut und ansprechend gestaltet.
Fazit: Klare Leseempfehlung, sehr berührender Roman.
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