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Nationalismus und Faschismus - Rechtsradikale Bewegungen und Parteien im Europa der Zwischenkriegszeit

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Unter Faschismus versteht man heute in weiten Teilen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft eine politische Ideologie, deren Kern ein populistischer Ultranationalismus sei. Bei dieser Sichtweise bleibt unterbelichtet, dass der historische Faschismus seine Ziele nicht nur mit legalen, sondern wesentlich auch mit illegalen Mitteln verfolgte und dafür umfangreiche Gewaltapparate unterhielt und einsetzte. Sie wird auch dem Aggregatcharakter des Faschismus nicht gerecht, der verschiedene Typen des Rechtsnationalismus umfasste und selbst linksnationalistische Strömungen wie den revolutionären Syndikalismus nicht ausschloss, darüber hinaus auch trans- und supranationalen Orientierungen wie dem Futurismus und diversen Rassenideologien Raum bot. In seiner auf Max Webers Herrschaftssoziologie gestützten Analyse zeigt Stefan Breuer, dass die besonderen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg nur in Italien und Deutschland einen Rahmen für ein zeitweiliges Zusammengehen dieser Bestrebungen in einer charismatisch strukturierten Patronagepartei boten, während in Frankreich und Spanien, Rumänien und Kroatien die radikale Rechte überwiegend auf Nationalismus in der einen oder anderen Form festgelegt blieb.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort zur Neuausgabe ..............................................7Einleitung ...........................................................11Nationalismus und Faschismus: Definition und Typologie ................191. Nationalismus .................................................192. Faschismus ....................................................30Elemente und Ursprünge des Faschismus: Italien ........................691. Vom nationalen Sozialismus zum sozialen Nationalismus: der revolutionäre Syndikalismus ....................................712. Von D'Annunzio zum Futurismus: Ästhetisierung der Politik und Politisierung der Ästhetik .......................................903. Zustrom vom Rechtsnationalismus: die Associazione Nazionalista Italiana .......................................................107Elemente und Ursprünge des Faschismus: Deutschland ..................1291. Hybrider Nationalismus: Die »völkischen« Wurzeln der NSDAP ....1322. Neuer Nationalismus in der NSDAP ..............................1523. Rassenaristokratismus .........................................175Trasformismo alla fascista: Nachbemerkungen zu Mussolini und Hitler ......197Faschismus oder Nationalismus. Vier Fallstudien ........................2091. Faschismus in Frankreich? ......................................2112. Die Falange Española in Spanien ................................2273. Die Legion »Erzengel Michael« in Rumänien ......................2414. Die Ustasa in Kroatien ..........................................257Abkürzungen ........................................................271Literatur .............................................................273

Über den Autor / die Autorin

Stefan Breuer ist Professor i.R. für Soziologie an der Universität Hamburg.

Zusammenfassung

Unter Faschismus versteht man heute in weiten Teilen der Öffentlichkeit und der Wissenschaft eine politische Ideologie, deren Kern ein populistischer Ultranationalismus sei. Bei dieser Sichtweise bleibt unterbelichtet, dass der historische Faschismus seine Ziele nicht nur mit legalen, sondern wesentlich auch mit illegalen Mitteln verfolgte und dafür umfangreiche Gewaltapparate unterhielt und einsetzte. Sie wird auch dem Aggregatcharakter des Faschismus nicht gerecht, der verschiedene Typen des Rechtsnationalismus umfasste und selbst linksnationalistische Strömungen wie den revolutionären Syndikalismus nicht ausschloss, darüber hinaus auch trans- und supranationalen Orientierungen wie dem Futurismus und diversen Rassenideologien Raum bot.
In seiner auf Max Webers Herrschaftssoziologie gestützten Analyse zeigt Stefan Breuer, dass die besonderen Bedingungen nach dem Ersten Weltkrieg nur in Italien und Deutschland einen Rahmen für ein zeitweiliges Zusammengehen dieser Bestrebungen in einer charismatisch strukturierten Patronagepartei boten, während in Frankreich und Spanien, Rumänien und Kroatien die radikale Rechte überwiegend auf Nationalismus in der einen oder anderen Form festgelegt blieb.

Vorwort

Faschismus, ein Aggregat aus nationalistischen und transnationalen Orientierungen

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