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sterben üben

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Katharina Feist-Merhaut möchte am Beispiel ihrer Großma sterben üben. Sie beobachtet, fragt, notiert exzessiv die Großmuttersätze, bricht ab, um an anderer Stelle weiterzumachen. Die Großma stellt sich bereitwillig zur Verfügung. Sie teilt ihre Erfahrung, erzählt mit viel Schmäh von ihren verstorbenen Männern, den Saunadamen, den Schmerzen und den liebevoll umsorgten Blumen. Und sie fordert die Erzählerin heraus: Was willst du verstehen über den Tod? Auf der Suche nach möglichen Antworten stellt sich die Enkelin der Vergangenheit, ihren bisherigen Erfahrungen mit dem Sterben, dem Doppelsuizidversuch der anderen Großeltern. Währenddessen verschlechtert sich der gesundheitliche Zustand der Großma und ihre Bedürfnisse treten in den Vordergrund.Katharina Feist-Merhaut hat sieben Jahre lang an "sterben üben" geschrieben. Das Ergebnis ist ein berührendes Debüt, das sich unerschrocken großen Fragen widmet: Wie lernen wir sterben? Welchen Einfluss haben unsere Erfahrungen und Prägungen? Wie können wir uns umeinander kümmern? Welche Rolle spielt die Familie dabei und gibt es Alternativen? "sterben üben" zeichnet sich aus durch seine Unmittelbarkeit, Nähe und Unverstelltheit. Eine Lektüre mit beeindruckend großer Wirkung.

Über den Autor / die Autorin










Katharina Feist-Merhaut wurde 1990 in Wien geboren. Nach ihrem Abschluss an der Graphischen Wien (Abteilung Fotografie) arbeitete sie einige Jahre in der Werbung mit Stationen in Berlin, Hamburg, Stockholm und New York. 2018 begann sie ihr Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und setzte es später an der Sprachkunst in Wien fort. Die letzten sieben Jahre hat sie an ihrem Debüt "sterben üben" geschrieben.

Zusatztext

"'sterben üben' ist dem Titel zum Trotz und dem Witz der Großmutter geschuldet ein lebensfrohes und kraftvolles Werk geworden." - Sybill Dolenz, ORF II TV-Magazin "Studio 2"

"'sterben üben' ist ein Buch, das existenzielle Fragen stellt, ohne die Leser dabei emotional zu erdrücken. Und es ist ein Plädoyer für mehr Offenheit im Umgang mit dem Tod, zugleich auch eine Ermunterung, älteren Menschen zuzuhören." - Franz Neger, Radio Steiermark "Lesezeit"

"Mit 'sterben üben' legt Katharina Feist-Merhaut eine kurzweilige und zugleich tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Tod und der Fürsorge zwischen Generationen vor." - Allegra Mercedes Pirker, ZIB ORF 2

"In ihrer Mischung aus Aufzeichnungen, Listen, Zitaten und Überlegungen, die einen ganz eigenen Sog entwickelt, erweist [die Autorin] sich als genaue Beobachterin." - Teresa Schaur-Wünsch, Die Presse

Bericht

"'sterben üben' ist dem Titel zum Trotz und dem Witz der Großmutter geschuldet ein lebensfrohes und kraftvolles Werk geworden." - Sybill Dolenz, ORF II TV-Magazin "Studio 2" "'sterben üben' ist ein Buch, das existenzielle Fragen stellt, ohne die Leser dabei emotional zu erdrücken. Und es ist ein Plädoyer für mehr Offenheit im Umgang mit dem Tod, zugleich auch eine Ermunterung, älteren Menschen zuzuhören." - Franz Neger, Radio Steiermark "Lesezeit" "Mit 'sterben üben' legt Katharina Feist-Merhaut eine kurzweilige und zugleich tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Tod und der Fürsorge zwischen Generationen vor." - Allegra Mercedes Pirker, ZIB ORF 2 "In ihrer Mischung aus Aufzeichnungen, Listen, Zitaten und Überlegungen, die einen ganz eigenen Sog entwickelt, erweist [die Autorin] sich als genaue Beobachterin." - Teresa Schaur-Wünsch, Die Presse

Produktdetails

Autoren Katharina Feist-Merhaut
Verlag Müller (Otto), Salzburg
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 20.03.2025
 
EAN 9783701313273
ISBN 978-3-7013-1327-3
Seiten 140
Abmessung 133 mm x 16 mm x 213 mm
Gewicht 245 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur

Tod, Gesundheit, Sterben, Grossmutter, Pflege, Älterwerden, Fragen, Care-Arbeit, auseinandersetzen

Kundenrezensionen

  • Ein bewegendes Debüt über das Leben und den Tod

    Am 01. Mai 2025 von xxholidayxx geschrieben.

    Katharina Feist-Merhaut hat mit sterben üben ein berührendes und persönliches Debüt geschrieben, das sich den großen Fragen rund um das Thema Tod widmet. Die 1990 in Wien geborene Autorin, die in Leipzig und Wien Literatur studierte, verarbeitet in diesem Buch ihre eigene Auseinandersetzung mit dem Sterben ihrer Großmutter – literarisch, präzise, schonungslos und zugleich zärtlich.

    Worum geht’s genau?

    In sterben üben begleitet die Erzählerin ihre Großmutter über einen längeren Zeitraum. Sie beobachtet, fragt, hört zu – und schreibt auf. Die Großmutter, schlagfertig und mit viel Schmäh, teilt Erinnerungen an verstorbene Männer, an das Älterwerden und ans Alleinsein. Während sich ihr Zustand verschlechtert, stellt sich die Enkelin auch ihren eigenen Ängsten: dem Tod, dem Alleinsein, familiären Belastungen – und der Verantwortung, die mit Pflege einhergeht. Inmitten dieser Auseinandersetzung steht die Frage: Kann man das Sterben üben?

    Meine Meinung

    sterben üben ist kein einfaches Buch. Es ist ein vielschichtiges, tief emotionales Werk, das durch seine tagebuchähnliche Struktur – aus Notizen, Erinnerungen und Gesprächen – eine große Unmittelbarkeit erzeugt. Der Alltag, in seiner unspektakulären Normalität, entfaltet darin stille Intensität. Besonders berührt hat mich, wie spürbar die Autorin den Druck schildert, als einzige Angehörige in der Nähe Verantwortung zu übernehmen. Wenn die Großmutter nicht ans Telefon geht, wird jede Stille zur Panik. Diese Belastung ist fast körperlich – ebenso wie das Gefühl, dem eigenen Leben nicht mehr ganz zu gehören.

    Es geht in diesem Buch auch um Machtdynamiken, Erwartungen, familiäre Prägung – und um das Recht auf eigene Grenzen. Die Szenen, in denen über ein Pflegeheim gesprochen wird, zeigen: Pflege ist oft nicht nur eine Herzensentscheidung, sondern auch eine, die das ganze Leben der Pflegenden verändert. Die intimen, manchmal schmerzhaften Details werden mit großer Offenheit erzählt – das schafft Vertrauen.

    Zugleich verbindet Feist-Merhaut persönliche Erfahrung mit literarischer Reflexion. Namen wie Barthes, Carson oder Mayröcker fallen – doch nicht alle Verweise gehen in die Tiefe. Gerade in diesen Momenten hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Besonders eindrücklich blieb für mich die Szene, in der die Erzählerin ihre Großmutter wäscht – ein Akt der Fürsorge, so nah, intim und ehrlich wie das ganze Buch.

    sterben üben spricht Themen wie Altern, Fürsorge, Trauer, Prägung, familiäre Rollen und Selbstschutz an – und ist dabei ein Plädoyer für das Zuhören und Hinsehen. Ein Buch, das fordert, aber auch öffnet: für Gespräche, für Mitgefühl, für neue Perspektiven auf das Ende.

    Fazit

    Ich gebe sterben üben 4 von 5 Sternen. Ein mutiges, ehrliches Buch, das berührt und bewegt – mit wenigen Schwächen in der Tiefe literarischer Bezüge, aber großem Gespür für Nähe, Verantwortung und die Vergänglichkeit des Lebens.

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