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Antiope - Das gleichnamige Stück von Euripides ging verloren | Endlich wird diese verschollene und ausgeblendete Figur sichtbar!

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Schulte erfindet Antiope als schillernde, queere Figur, die sich selbstbestimmt allen Eindeutigkeiten entzieht und damit Hass auf sich zieht - und dennoch eine subtile Faszination ausübt auf diejenigen, die sie unterdrücken. Die Mauern werden hochgezogen, die Perspektiven verkleinert, der Fremdkörper domestiziert. Ohne Erfolg, Antiope bleibt eigen. Der Theatertext beschreibt eine gesellschaftliche und politische Dynamik, die in vielen Demokratien hochaktuell ist.
Wer ist eigentlich Antiope? Nach älteren Legenden Kind eines Flussgottes, nach jüngeren Tochter des Königs Nykteus von Kadmeia, dem späteren Theben. In jedem Fall ist sie eine junge Frau, die das Haus und damit die Einflusszone eines mächtigen Vaters verlässt. Mit diesem Schritt bringt sie ein ganzes System ins Wanken: Antiope folgt ihrer Lust, geht in den Wald und kehrt schwanger zurück. Ihr gekränkter Vater nimmt sich daraufhin das Leben, erteilt aber zuvor seinem Bruder Lykos den Auftrag, Antiope für ihren Ungehorsam zu bestrafen.
Für die Autorin Anne Jelena Schulte ist Antiope eine Stimme, die doppelt fehlt. Weil das gleichnamige Drama von Euripides verloren ging. Aber auch, weil Antiopes Stimme im Mythos diejenige ist, die keine Eigenheit entfalten, sondern wieder eingetaktet werden soll in die herrschenden patriarchalen Verhältnisse.

Über den Autor / die Autorin










Anne Jelena Schulte wurde in Berlin geboren, wo sie an der Universität der Künste Szenisches Schreiben studiert hat. Sie lebt in Berlin und Tel Aviv. Ihre Stücke hat sie u.a. für das Deutsche Theater Berlin, das Maxim Gorki Theater Berlin, das Schauspiel Leipzig, das Theater Bielefeld und das Theaterhaus Jena geschrieben.

Parallel arbeitet sie in freien Gruppen wie CapriConnection und Armada of Arts. Meistens entstehen ihre literarischen Theatertexte auf der Grundlage von Recherchen und Gesprächen zu spezifischen Themen.


Zusammenfassung

Schulte erfindet Antiope als schillernde, queere Figur, die sich selbstbestimmt allen Eindeutigkeiten entzieht und damit Hass auf sich zieht – und dennoch eine subtile Faszination ausübt auf diejenigen, die sie unterdrücken. Die Mauern werden hochgezogen, die Perspektiven verkleinert, der Fremdkörper domestiziert. Ohne Erfolg, Antiope bleibt eigen. Der Theatertext beschreibt eine gesellschaftliche und politische Dynamik, die in vielen Demokratien hochaktuell ist.
Wer ist eigentlich Antiope? Nach älteren Legenden Kind eines Flussgottes, nach jüngeren Tochter des Königs Nykteus von Kadmeia, dem späteren Theben. In jedem Fall ist sie eine junge Frau, die das Haus und damit die Einflusszone eines mächtigen Vaters verlässt. Mit diesem Schritt bringt sie ein ganzes System ins Wanken: Antiope folgt ihrer Lust, geht in den Wald und kehrt schwanger zurück. Ihr gekränkter Vater nimmt sich daraufhin das Leben, erteilt aber zuvor seinem Bruder Lykos den Auftrag, Antiope für ihren Ungehorsam zu bestrafen.
Für die Autorin Anne Jelena Schulte ist Antiope eine Stimme, die doppelt fehlt. Weil das gleichnamige Drama von Euripides verloren ging. Aber auch, weil Antiopes Stimme im Mythos diejenige ist, die keine Eigenheit entfalten, sondern wieder eingetaktet werden soll in die herrschenden patriarchalen Verhältnisse.

Zusatztext

»... [Antiope] enttarnt sehr viel deutlicher als die Urversion die illegitime Lächerlichkeit eines totalitären Machtanspruchs.«

Bericht

»... [Antiope] enttarnt sehr viel deutlicher als die Urversion die illegitime Lächerlichkeit eines totalitären Machtanspruchs.« Gisa Funck Deutschlandfunk 20250618

Produktdetails

Autoren Anne Jelena Schulte
Verlag Suhrkamp
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 09.04.2025
 
EAN 9783518432396
ISBN 978-3-518-43239-6
Seiten 120
Abmessung 126 mm x 191 mm x 8 mm
Gewicht 109 g
Themen Belletristik > Lyrik, Dramatik > Dramatik

Feminismus, Verstehen, Antike, Euripides, Heldin, Feminismus und feministische Theorie, Altgriechische Religion und Mythologie, Antike griechische und römische Literatur, Überschreibung, Vater-Tochter-Konflikt

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