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Im Finsterwald - Kriminalroman | Atmosphärische Spannung von der schwedischen Bestsellerautorin

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Göteborg 1926: Ein unbeschwerter Familienausflug ins Naturhistorische Museum wird zum Alptraum, als die neunjährige Alice spurlos verschwindet. Während die Familie verzweifelt nach Antworten sucht, übernimmt Hauptwachmeister Nils Gunnarsson den Fall. Doch die labyrinthartigen Gänge des Museums und seine uneimlichen Exponate bergen mehr als nur Rätsel - sie erzählen Geschichten, die besser verborgen bleiben sollten.
Unterstützt von der Journalistin Ellen, folgt Nils einer Spur aus Geheimnissen, die nicht nur das Schicksal von Alice betreffen, sondern tief mit dem Museum selbst verwoben sind.
Wird es ihnen gelingen, das Mädchen zu finden, bevor die dunklen Schatten der Vergangenheit erneut zuschlagen?

Über den Autor / die Autorin

Marie Hermanson, 1956 geboren, lebt in Göteborg und hat etliche Jahre ihres Lebens als Journalistin gearbeitet. Sie debütierte mit einer Sammlung von Erzählungen, die, so ein schwedischer Kritiker, Zeichen sind »einer großen, sich entwickelnden Autorin, welche die altnordische Saga mit den besten Exempeln angloamerikanischer Fantasy und Science-Fiction zu vereinen versteht und deren Wurzeln bis hin zu Poe reichen«. Sie erhielt für ihren Roman Die Schmetterlingsfrau (1995) den renommierten schwedischen August-Preis. Mit ihrem Roman Muschelstrand (1998) gelang ihr der internationale Durchbruch.

Zusatztext

»Unglaublich schaurig.«

Bericht

»... ein atmosphärisch reizvoller Whodunit mit leicht schauerromantischer Anmutung.« Katharina Granzin wochentaz 20250912

Produktdetails

Autoren Marie Hermanson
Mitarbeit Regine Elsässer (Übersetzung)
Verlag Insel Verlag
 
Originaltitel Längst in i skogen
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 11.06.2025
 
EAN 9783458644897
ISBN 978-3-458-64489-7
Seiten 446
Abmessung 124 mm x 204 mm x 33 mm
Gewicht 422 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Schweden, Spannung, Kuscheltier, Göteborg, Skandinavische Krimis, schwedische Krimis, Schweden-Krimi, Skandinavien-Krimi, Camilla Läckberg, Fred Vargas, spurlos verschwunden, Yrsa Sigurðardóttir, Diorama, nordische Krimis und Thriller, Nervenkitzeln, ca. 1920 bis ca. 1929, Nordeuropa Skandinavien, Die Pestinsel, Schaukästen, Längst in i skogen deutsch, Naturhistorisches Museum Göteborg

Kundenrezensionen

  • gemütlicher, leicht düsterer Historienkrimi

    Am 03. August 2025 von SimoneF geschrieben.

    „Finsterwald“ ist der dritte Band der Krimireihe um Hauptwachtmeister Nils Gunnarsson und Ellen Grönblad. Ich kannte die ersten beiden Bände vorher nicht und konnte dem in sich abgeschlossenen Fall ohne Probleme folgen. Dennoch empfehle ich allen, mit Band 1 zu starten, da das Buch immer wieder auf alte Fälle und die frühere Beziehung der beiden Bezug nimmt. Die Gefühle und Gedanken von Nils und Ellen spielen im Buch eine große Rolle, und das perfekte Leseerlebnis hat man sicher erst, wenn man die zwei von Anfang an kennt.

    Göteborg, im Winter 1926. Die neunjährige Alice Guldin ist mit ihrem Kindermädchen Maj und ihren vier Geschwistern im Naturkundlichen Museum. Als das Museum schließt, rennt Alice ins Gebäudeinnere davon. Maj und die Museumswärter suchen nach ihr, jedoch ohne Erfolg. Auch die Polizei um Nils Gunnarsson tappt im Dunkeln. Was ist mit Alice passiert? Ist sie unbemerkt ins Freie entwischt oder befindet sie sich noch irgendwo in den verwinkelten Gängen des Museums, zwischen tausenden Exponaten, mystischen Dioramen und unzähligen Vitrinen? Was verbirgt die Familie Guldin? Wissen die Angestellten des Museums mehr als sie sagen? Nils Gunnarsson geht allen Spuren nach und bekommt tatkräftige Unterstützung von Ellen.

    „Finsterwald“ ist ein sehr atmosphärischer Historienkrimi, der vor allem durch eine ruhige, unaufgeregte Erzählweise, interessante Charaktere und detaillierte Beschreibungen besticht. Der Fall wartet mit manch überraschender Wendung auf, entwickelt sich aber dennoch eher gemächlich. Wer einen handlungsgetriebenen, spannungsgeladenen Krimi sucht, wird hier nicht fündig. Nils und Ellen sind mir immer vertrauter und sympathischer geworden, und ich werde auf jeden Fall noch die beiden Vorgängerbände „Der Sommer, in dem Einstein verschwand“ und „Die Pestinsel“ lesen. Sehr interessant fand ich die Beschreibung der Dioramen in Naturhistorischen Museum, die tatsächlich existieren und 1923 von Olof Gylling entworfen und gestaltet wurden.

    Fazit: Der perfekte Krimi für alle, die einen etwas düsteren, aber dennoch gemütlichen Krimi mit historischem Charme und sympathischen Hauptfiguren schätzen.

  • wo ist Alice?

    Am 02. Juli 2025 von PeLi geschrieben.

    Ein Ausflug ins Naturhistorische Museum von Göteborg wird für die Familie Guldin zum Albtraum, als die neunjährige Alice plötzlich spurlos verschwindet. Die Kinder der Familie sind zusammen mit dem jungen Kindermädchen Maj im Museum unterwegs, als das Unglück geschieht. Hauptwachmeister Nils Gunnarsson übernimmt die Ermittlungen in diesem rätselhaften Fall, bei dem nicht nur das Museum selbst voller Geheimnisse steckt.

    Das Buch hat mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Über weite Strecken zog sich die Handlung, und vor allem die Dialoge sowie die Polizeiarbeit wirkten oft etwas merkwürdig, vielleicht war das aber auch der damaligen Zeit geschuldet, in der die Geschichte spielt.
    Viele der Figuren blieben mir eher unsympathisch. Besonders irritiert hat mich, wie gleichgültig einige Charaktere auf das Verschwinden der kleinen Alice reagierten, so, als würde man das einfach hinnehmen.
    Erst im letzten Drittel nahm die Spannung zu, und das Ende war dann tatsächlich nochmal überraschend und hat ein paar Punkte gutgemacht.
    Trotz der genannten Kritikpunkte ließ sich das Buch insgesamt flüssig lesen. Es war keineswegs schlecht, nur eben nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Daher gibt es von mir solide 4 von 5 Sternen.

  • Das Ende hat mich wirklich überrascht

    Am 30. Juni 2025 von lesemaus2021 geschrieben.

    Ausschlaggebend für mein Interesse an diesem Buch war in erster Linie das Cover. Als ich dann gelesen habe, dass es es sich um einen historischen Kriminalroman handelt, wollte ich es unbedingt lesen. Der Klappentext als auch die Leseprobe haben mir sehr gut gefallen und ich bin auch gut in die Story reingekommen. Die ersten 100 Seiten waren flott gelesen, aber dann hatte ich plötzlich einen richtigen Durchhänger, obwohl mir die recht ruhige Erzählart sehr gut gefällt. Auf eine Mischung aus Mystery/Fantasy mit Krimielementen war ich irgendwie nicht vorbereitet, aber im Nachgang passt es einfach perfekt in die Geschichte rein. Wer einen klassischen Kriminalroman erwartet, wird hier auf jeden Fall enttäuscht. Auf dieses Buch muss man sich einlassen und wird mit einer ganz besonderen Atmosphäre und psychologischer Tiefe belohnt.

    Leider gab es einige Lägen und ganz besonders die Beschreibungen im Naturhistorischen Museum fand ich zu ausführlich und langatmig. Dennoch wurde ich gut unterhalten und die Auflösung des Kriminalfalles hat mich sprachlos zurück gelassen. Ich habe viel mitgerätselt, aber auf dieses Ende wäre ich nie gekommen.

    Von mir gibt es eine eingeschränkte Leseempfehlung. Fans von unglaublich spannenden Schweden-Krimis werden hier wohl etwas enttäuscht sein, aber Krimiliebhaber, die die leisen Töne lieben und Wert auf Atmosphäre und Psychologie legen, kommen hier auf ihre Kosten.

  • Wo ist Alice?

    Am 23. Juni 2025 von mars geschrieben.

    Göteborg im Jahr 1926. Ein Kindermädchen geht mit fünf Kindern ins Naturhistorische Museum. Während des Besuchs verschwindet die neunjährige Alice spurlos. Wie konnte das passieren? Und wo ist das Mädchen? Kindermädchen Maj und die Geschwister suchen nach ihr, doch vergeblich. Die Exponate scheinen zum Leben zu erwachen und es wird eine gruselige Atmosphäre verbreitet.
    Doch auch die Polizei, Hauptwachtmeister Gunnarson und sein Chef, finden das Mädchen nicht.
    Nachforschungen in der Familie ergeben so einige Ungereimtheiten und Fragwürdigkeiten. Was steckt wirklich dahinter?
    Und dann kommt auch noch ein Raub dazu, der damit zusammenhängt.
    Eine schaurige Grundstimmung und eine Geschichte, die verwickelter ist als sie auf den ersten Blick zu sein scheint.
    Und alles hat einen leicht märchenhaften und übersinnlichen Einschlag - mir hat es gefallen.

  • Tags im Museum

    Am 17. Juni 2025 von zebra geschrieben.

    Nachdem mir der Name der Autorin von „Der Sommer, in dem Einstein verschwand“ bekannt vorkam, wirkte ein Krimi interessant: Berechtigt oder zu früh gefreut?

    Was als Ausflug ins Naturhistorische Museum beginnt, endet im Drama, denn Alice, die neunjährige Tochter der Familie Guldin verschwindet. Spuren sind schwer bis nicht zu finden, da das Kindermädchen der Guldins offenbar mit insgesamt fünf Kindern überfordert ist. Betraut mit den Ermittlungen wird Nils Gunnarsson, der in den (wortwörtlichen) Tiefen des Museums auf Spurensuche geht – und sich in einem Wettrennen mit der Zeit wiederfindet.

    Mehr soll zur Handlung gar nicht gesagt sein. Dass die Geschichte Teil einer Reihe um Nils Gunnarsson ist, wurde mir erst beim Lesen klar – allerdings kommt man auch ohne deren Kenntnis klar. Da dieser Krimi im Jahr 1926 spielt, sollte man sich von der Idee des heute typischen skandinavischen Krimis und dem dort üblichen Ermittlungs- bzw. Geschehenstempo verabschieden: Hier geht es zeitgemäß langsamer zu. Wo der Klappentext auf Museumsgänge und -exponate als merkwürdige Elemente verweist, ist es während des Lesens eher die Familie, die merkwürdig scheint: Dass eine Mutter von fünf Kindern vorwiegend im Bett liegt, wirkt auf den ersten Blick noch plausibel – schnell wird aber klar, dass nicht die üblicherweise erwartbaren Erklärungen dafür vorliegen, sondern dass bei Familie Guldin etwas „faul ist“. Der wenig sympathische Vater wirkt, als belaste ihn das Verschwinden der Tochter kaum bis nicht, wofür man während des Lesens ebenfalls nach Erklärungen sucht. Das erst 16-jährige Kindermädchen Maj ist eigentlich nur damit beschäftigt, alles am Laufen zu halten, sodass Hinweise auf Alices Verbleib nur ihr jüngerer Bruder gibt, die die Ermittelnden (Nils bekommt Unterstützung von seiner Ex Ellen, einer Journalistin, die natürlich einen anderen Ermittlungsstil verfolgt) erstmal einordnen müssen, leichter fällt einem das wohl als Leser, der schnell nach Bezügen zum Titel sucht. Auch bei Alice gab es sonderbare Veränderungen (die man heutzutage vielleicht auf Vorpubertät schöbe – in den 1920er Jahren jedoch eher nicht). Zwar gibt es Ermittlungsansätze, zwischen denen es aber keine Zusammenhänge zu geben scheint, sondern lediglich Lügen, Geheimnisse, Unklarheiten; man weiß fast bis zum Ende nicht, was da „gespielt“ wird. Dieser Umstand kreiert in Verbindung mit zahlreichen Schilderungen aus dem Museum (vor allem die Dioramen, die in noch ältere naturhistorische Zeiten zurückverweisen) eine düstere Atmosphäre, in der die Autorin ihre Leserschaft vorwiegend selbst rätseln lässt. Der Schreibstil ist weitgehend flüssig lesbar, wenngleich stellenweise altertümelnd. Insgesamt ist „Im Finsterwald“ spannend, aber eher psychologisch spannend als durch die Geschehnisse selbst – und nicht durchweg, denn die Geschichte hat Längen. 3,5 gerade noch aufgerundete Sterne.

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