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MERKUR 7/2024, Jg.78 - Nr. 902, Heft 07, Juli 2024

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Vor kurzem noch schienen die Stadtgärten von Havanna ein Erfolgsmodell für die Zukunft des ökonomisch desolaten Lands. Bei der Recherche vor Ort stellt Jan von Brevern fest, dass sie aber im Wesentlichen schon wieder Vergangenheit sind. Das Grundgesetz wird zu seinem 75. Geburtstag gerade allerorten gefeiert - Martin Sabrow nimmt bei der Gelegenheit zum Vergleich die Verfassung der DDR in den Blick. Oliver Schlaudt geht der Frage nach, wie sehr sich im Anthropozän zentrale Konzepte verändern (müssen), zum Beispiel das der "Schuld!. In seiner Reihe zu "Aufklärung und Kapitalismus" widmet sich Heinrich Bosse der Idee der "Verbesserung" durch (politische) Ökonomie.

In Gunnar Hindrichs Philosophiekolumne geht es um den Jubilar Immanuel Kant, seine Schrift "Zum ewigen Frieden" - und den globalen Kapitalismus. Der Blick in die Gerichtsakten der Zeit der Sklaverei in den USA zeigt ein System von Rechten, das weniger monolithisch war als gedacht. Eric Foner stellt Dylan C. Penningroths auf ausgiebigen Archivrecherchen beruhendes Buch dazu vor. In der Literatur sind künstliche Intelligenzen schon länger präsent: Christian Wiebe stellt einschlägige Verbindungen her.

René Aguigah fragt - in einem Vorabdruck aus seinem Baldwin-Buch - nach Universalismus und Partikularismus in James Baldwins Schreiben und Denken. In "Maschkera" erzählt Sibylle Severus von einem Maskierten, dessen Identität sehr rätselhaft ist. Um Spiel und Sprachspiel geht es in Andreas Dorschels Essay "Genug gespielt". In Susanne Neuffers Schlusserzählung drängen sich in die Gegenwart von Schwerin andere Orte und Zeiten.

Inhaltsverzeichnis

ESSAY

Jan von Brevern
Gärtnern in Havanna.
Urban agriculture als Zukunftsmodell

Martin Sabrow
Die deutsch-deutsche Verfassungskonkurrenz vor 75 Jahren

Oliver Schlaudt
Schuld im Anthropozän

Heinrich Bosse
Aufklärung und Kapitalismus (III).
Improvement/Verbesserungen


KRITIK

Gunnar Hindrichs
Philosophiekolumne.
Zum ewigen Frieden

Eric Foner
Die Rechte der Sklaven.
Dylan C. Penningroth wirft ein neues Licht auf die Zeit vor der Bürgerrechtsbewegung

Christian Wiebe
Denkt da wer?
Die Intelligenz künstlicher Menschen in der Literatur


MARGINALIEN

René Aguigah
Partikular/Universal
James Baldwins Verhältnis zu Malcolm X und Martin Luther King

Sibylle Severus
Maschkera

Andreas Dorschel
Genug gespielt

Susanne Neuffer
Schwerin-Süd oder Die Zeitlang

Über den Autor / die Autorin

Christian Demand, Jg. 1960, hat Philosophie und Politikwissenschaft studiert und die Deutsche Journalistenschule absolviert. Er war als Musiker und Komponist tätig, später als Hörfunkjournalist beim Bayerischen Rundfunk. Nach Promotion und Habilitation in Philosophie unterrichtete er als Gastprofessor für philosophische Ästhetik an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2006 wurde er auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen, wo er bis 2012 lehrt. Buchveröffentlichungen: Die Beschämung der Philister: Wie die Kunst sich der Kritik entledigte (2003), Wie kommt die Ordnung in die Kunst? (2010).
Christian Demand ist Herausgeber des MERKUR.

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