vergriffen

Der Zölibat zwischen Devianz und Norm - Kirchenpolitik und Gemeindealltag in den Herzogtümern Jülich und Berg im 16. und 17. Jahrhundert

Deutsch · Fester Einband

Beschreibung

Mehr lesen

In den Herzogtümern Jülich und Berg beschritt man im Laufe des 16. Jahrhunderts einen von Erasmus von Rotterdam beeinflussten Weg zwischen den Konfessionen. Daraus resultierte eine abwartende Haltung in der Frage Priesterehe oder Zölibat, die sich erst mit dem Dynastiewechsel nach 1609 und der einsetzenden katholischen Konfessionalisierung änderte. Die verzögerte Entwicklung macht diese Gebiete zu einem besonders geeigneten Raum, um den Prozess der Neuformulierung einer Zölibatsnorm unter dem Eindruck von Reformation und katholischer Reform, ihren Einfluss auf die Lebensverhältnisse der ländlichen Geistlichkeit und ihre Aneignung durch die Gemeinden zu betrachten. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass am Ende des 17. Jahrhunderts das Ideal des Zölibats nicht verinnerlicht worden war, sondern vielmehr versucht wurde, Verfehlungen der Geistlichen zu verschleiern, geschickt auszunutzen oder zu ignorieren.

Über den Autor / die Autorin










Antje Flüchter ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte an der Universität Münster.

Zusammenfassung

In den Herzogtümern Jülich und Berg beschritt man im Laufe des 16. Jahrhunderts einen von Erasmus von Rotterdam beeinflussten Weg zwischen den Konfessionen. Daraus resultierte eine abwartende Haltung in der Frage Priesterehe oder Zölibat, die sich erst mit dem Dynastiewechsel nach 1609 und der einsetzenden katholischen Konfessionalisierung änderte. Die verzögerte Entwicklung macht diese Gebiete zu einem besonders geeigneten Raum, um den Prozess der Neuformulierung einer Zölibatsnorm unter dem Eindruck von Reformation und katholischer Reform, ihren Einfluss auf die Lebensverhältnisse der ländlichen Geistlichkeit und ihre Aneignung durch die Gemeinden zu betrachten. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass am Ende des 17. Jahrhunderts das Ideal des Zölibats nicht verinnerlicht worden war, sondern vielmehr versucht wurde, Verfehlungen der Geistlichen zu verschleiern, geschickt auszunutzen oder zu ignorieren.

Produktdetails

Autoren Antje Flüchter
Mitarbeit Antje Von: Flüchter (Herausgeber)
Verlag Böhlau
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.01.2006
 
EAN 9783412341053
ISBN 978-3-412-34105-3
Seiten 463
Abmessung 160 mm x 29 mm x 235 mm
Gewicht 765 g
Serien Norm und Struktur
Norm und Struktur
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Religion/Theologie > Christentum

Siebzehntes Jahrhundert, Religionsgeschichte, Sechzehntes Jahrhundert, Zölibat

Kundenrezensionen

Zu diesem Artikel wurden noch keine Rezensionen verfasst. Schreibe die erste Bewertung und sei anderen Benutzern bei der Kaufentscheidung behilflich.

Schreibe eine Rezension

Top oder Flop? Schreibe deine eigene Rezension.

Für Mitteilungen an CeDe.ch kannst du das Kontaktformular benutzen.

Die mit * markierten Eingabefelder müssen zwingend ausgefüllt werden.

Mit dem Absenden dieses Formulars erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.