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VIEWS - Roman | Der neue Thriller vom Autor des Bestsellers »QualityLand«

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Ein schockierendes Verbrechen - und alle werden es sehen
Die 16-jährige Lena Palmer verschwindet spurlos. Drei Tage später taucht sie in einem verstörend brutalen Video wieder auf, welches in atemberaubendem Tempo viral geht. 
BKA-Kommissarin Yasira Saad soll Lena finden und die Täter identifizieren. Ihr bleibt wenig Zeit, denn schon gibt es erste gewalttätige Demonstrationen in deutschen Städten. Eine rechtsradikale Gruppierung namens »Aktiver Heimatschutz« gewinnt rasant an Zulauf. Kann Yasira die Täter verhaften, bevor der Lynchmob zuschlägt und der Rechtsstaat zu wanken beginnt? 

Über den Autor / die Autorin

Marc-Uwe Kling, geboren 1982, wurde durch seine anarchischen KÄNGURU-Geschichten in ganz Deutschland bekannt, schrieb die dystopischen Romane QUALITYLAND 1 & 2 und die Vorlesebücher über das NEINHORN, bevor er zusammen mit seinen beiden Töchtern die Fantasy-Krimi-Komödie DER SPURENFINDER veröffentlichte, die ein SPIEGEL-Bestseller wurde. Nun wechselt Kling erneut das Genre und legt einen hochspannenden, temporeichen Thriller im Berlin der Jetztzeit vor. 

Zusatztext

»Es ist ein grandioses Buch, es ist beklemmend, es ist großartig geschrieben. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so heutig ist.«

Bericht

»Kling zeigt sich in «Views» von seiner ernsteren Seite. Gut so! Denn das Thema ist hochaktuell und drängt. (...) Man möchte es politischen Entscheidungsträgern aufs Kopfkissen legen.« Deborah von Wartburg Kulturtipp Zürich 20240718

Produktdetails

Autoren Marc-Uwe Kling
Verlag Ullstein HC
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 27.06.2024
 
EAN 9783550202995
ISBN 978-3-550-20299-5
Seiten 272
Abmessung 128 mm x 210 mm x 24 mm
Gewicht 353 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Berlin, Entführung, Thriller, Chaos, Politthriller, Selbstjustiz, Mordfall, Rechtsextremismus, BKA, Demonstrationen, Gesellschaftliche Debatte, Aufruhr, Spaltung der Gesellschaft, Vermisstes Mädchen, Tatort Berlin, ca. 2020 bis ca. 2029

Kundenrezensionen

  • Beinah dystopisch

    Am 04. Juli 2024 von zebra geschrieben.

    Wer Marc-Uwe Kling nur mit dem Känguru verbindet, tut ihm unrecht und das nicht nur wegen einiger Kinderbücher, sondern auch wegen etwa Qualityland. Grob in die Richtung geht die Reise auch mit „VIEWS“, einem Buch „ohne Cover“, doch das ergibt Sinn. Denn die Geschichte handelt von einer verschwundenen Teenagerin: Lena Palmer, die nicht bei ihrem Freund ankam und von der ein Video viral geht, das nahelegt, dass sie nicht nur verschwunden ist, sondern vermutlich tot sein dürfte. Die Polizei tappt zunächst im Dunkeln, doch die in dem Fall ermittelnde BKA-Kommissarin Yasira Saad muss schnell Ermittlungsergebnisse liefern, denn der Mob kocht, Flüchtlingsheime brennen, auf vom „Aktiven Heimatschutz“ organisierten Großdemonstrationen wird aufgefordert, Politiker „zur Rechenschaft“ zu ziehen, es gibt Gegendemonstrationen, die Medien heizen auf der Jagd nach Schlagzeilen die Stimmung auf, das gesamte Staatsgefüge scheint ins Wanken zu geraten. So schwer ich mich anfänglich mit dem Schreibstil (und dem Cover) tat, so einleuchtend ist das alles nach der Lektüre, denn die Handlung ist in etwa so gehetzt wie es die Sprache ist und auch wie aktuelle reale Entwicklungen, auf die Kling hier beinah schon mit dem Holzhammer referenziert: Die Anspielungen beginnen mit dem Namen der Ermittlerin, den Parallelen zu unterschiedlichen Teilen des Geschehens in ihrem privaten Umfeld (selbst Kind Geflüchteter, Tochter in ähnlichem Alter wie Lena), reichen über die Benennung der rechten Gruppierung und deren Zulauf, bis hin zu Wahlen, Deepfakes und die nicht immer rühmliche Rolle der Medien. Das ist unerfreulich nah dran an so manchen aktuellen Schlagzeilen und nicht nur einmal habe ich mich gefragt, wie „visionär“ Kling war oder ob er „nur“ auf den Zug aufgesprungen ist. Er hält auch in manchen seiner Beschreibungen von Gewalt nicht hinterm Berg, deutet anderes aber nur an und schafft so eine Art Schwebezustand, was insbesondere für das Ende gilt. Bei all dem setzt er aber auch seinen typischen Humor (nicht in der teils albernen Känguru-Version) ein, sodass man nicht vollends deprimiert aus der schnell vonstattengehenden Lektüre (s. o. Kling hetzt seine Leserschaft geradezu durch die Handlung – und greift damit genau den Mechanismus auf, weshalb vermutlich im Buch und „da draußen“ passiert, was passiert) geht. Mulmig ist einem nach der Lektüre durchaus, aber eigentlich nur, weil er bestätigt, was man ohnehin fürchtete, wenn man sich zumindest gefühlt zuspitzende Schlagzeilen (und gar die jeweiligen Hintergründe) liest. Man kann dem Buch nur eine breite Leserschaft wünschen, die nach der Lektüre ihr Verhalten in puncto diverser hier skizzierter Themenfelder zumindest überdenkt. Hätte dem Buch ein Hoffnungsfunke gutgetan, um nicht gar so dystopisch zu wirken und jedem einzelnen die Botschaft mitzugeben, dass man sehr wohl etwas beeinflussen kann, solange „das System“ das hergibt? Ich bin unschlüssig … 4,5 Sterne, die ich wegen dieser Unschlüssigkeit abrunde, obwohl „VIEWS“ wegen des Nachhalls, den es bei mir verursachen wird, an sich 5 verdient hätte.

  • Spannende und brisante Thematik

    Am 30. Juni 2024 von SimoneF geschrieben.

    Bisher habe ich von Marc-Uwe Kling nur seine Kinderbücher gelesen und die Känguru-Chroniken als Film gesehen (letzterer war so gar nicht mein Fall), doch die Leseprobe von VIEWS hat mich sofort neugierig gemacht. Ein Thriller, mal ein ganz anderes Genre von Kling – warum nicht? Das Buch hat mich dann so sehr gepackt, dass ich es in einem Rutsch ausgelesen habe. Kling schreibt eingängig, flüssig und mit einem scharfen Blick auf den gegenwärtigen Zustand der Gesellschaft. Trotz der schweren und explosiven Thematik blitzt auch immer wieder sein trockener Humor hervor. Die Geschichte ist packend erzählt und gesellschaftlich, politisch und technologisch brandaktuell, und somit nicht nur ein Thriller, sondern vielmehr auch ein hochbrisanter Roman zur Gegenwart, der sehr zum Nachdenken anregt. Auch wenn Kling aus der Perspektive von Yasira, Hauptkommissarin beim BKA in Berlin, erzählt, so bleibt das Privatleben der Kommissar/innen weitestgehend im Hintergrund, sofern es nicht den Fall berührt. Der Autor verzichtet angenehmerweise komplett auf skurrile Ermittlerfiguren mit schrägen Macken, sondern fokussiert voll und ganz auf den Fall. Kling entwickelt einen spannenden Plot mit überraschenden Wendungen, der im letzten Drittel allerdings sehr gehetzt wirkt, und ich hatte das Gefühl, dass dem Buch 100-150 weitere Seiten sehr gut getan hätten. Ich frage mich wirklich, warum Kling es bei gerade einmal 272 Seiten beließ, und mit einen recht überstürzt erscheinenden Schluss endet, der mich eher unbefriedigt zurücklässt. Zum einen fällt inhaltlich das Niveau des bis dahin so vielversprechenden Thrillers doch deutlich auf Genre-Durchschnitt ab, und zum anderen bleiben leider interessante Fragen ungeklärt. Auch über das „Danach“ hätte ich gerne noch mehr erfahren, da die weiteren Reaktionen – polizeiintern, ermittlungstechnisch, gesellschaftlich und politisch - für mich keineswegs eindeutig sind.

  • Schockierend und brandaktuell

    Am 28. Juni 2024 von papilionna geschrieben.

    Marc-Uwe Kling hat mit diesem Buch einen Vorstoß ins Thrillergenre gewagt und ich kann ihn dazu nur beglückwünschen. Sein bekannter, humorvoller Schreibstil verwandelt sich hier in bissige Satire, bei der man trotz des heftigen Inhalts der Geschichte unfreiwillige Lacher produziert. Inhaltlich möchte ich nichts vorwegnehmen, ich kann nur jedem empfehlen, das Buch zu lesen. Es fungiert als Warnung, Aufklärung und Weckruf im Angesicht der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Letztlich muss ich aber sagen, dass mir am Ende alles viel zu schnell gehen. Ich habe beobachtet, wie der Stapel der noch zu lesenden Seiten wegschmolz und mich gefragt, wie um alles in der Welt die Geschichte noch ihren Abschluss finden soll. Vermutlich ist das relativ unbefriedigende Ende Absicht, doch ich hätte mir gewünscht, dass noch 20-30 Seiten kommen und das Finale etwas runder gestalten.

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