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In ihrem Beitrag zur renommierten Vorlesungsreihe der Tanner Lectures beschäftigt sich Seyla Benhabib mit der Spannung zwischen universellen Menschenrechten und dem jeweils nur beschränkt gültigen Gesetz demokratischer Staaten. Mit Blick auf legale und illegale Immigranten, die in Staaten leben, von deren Gemeinwesen sie jedoch häufig ausgeschlossen sind, fragt sie, ob diese nicht eigentlich durch Menschenrechtsprinzipien geschützt sein müssten, die über der Gesetzgebung einzelner Staaten stünden. Die Versöhnung beider Prinzipien bestehe darin, so Benhabib, universelle Normen nach und nach in die Gesetzgebung von Demokratien einfließen zu lassen. Eine universelle Geltung solch kosmopolitischer Normen jenseits demokratischer Rechtssysteme im Sinne eines Weltstaatsmodells sei hingegen nicht denkbar. Ergänzt und kritisch diskutiert werden ihre Thesen von Bonnie Honig, Jeremy Waldron und Will Kymlicka.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Danksagung
Einleitung
Robert Post
Kosmopolitismus und Demokratie
Die philosophischen Grundlagen kosmopolitischer Normen
Seyla Benhabib
Demokratische Iterationen: Das Lokale, das Nationale, das Globale
Seyla Benhabib
Kommentare
Kosmopolitische Normen
Jeremy Waldron
Kosmopolitismus und Demokratie? Recht und Politik im neuen Europa
Bonnie Honig
Liberale Nationalstaatlichkeit und kosmopolitische Gerechtigkeit
Will Kymlicka
Replik
Gastfreundschaft, Souveränität und demokratische Iterationen
Seyla Benhabib
Anmerkungen Literatur
Bericht
Unendliche Aufgabe
"Seyla Benhabib lotet die Paradoxien demokratischer Legitimität neu aus." (Frankfurter Rundschau, 14.10.2008)
Drinnen. Draußen
"Seyla Benhabib ist ein weiblicher Habermas der politischen Philosophie."
(Die Zeit, 29.01.2009)