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Räuber und Soldaten - »Die Räuber vom Liang-Schan-Moor« frei erzählt nach dem alten Chinesischen

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Beschreibung

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Wu Sung verlässt als junger Mann sein gutes Elternhaus, wo es mit den »Sternen und Wissenschaften« kaum ein Auskommen gibt. Eines Nachts schlägt er, trunken und furchtlos, einen menschenfressenden Tiger mit bloßen Händen tot. Mit einem Schlag wird er also berühmt und zum Offizier befördert. Der ungeschliffene, aber ehrliche Mann nutzt seine unversehens erlangte Macht, um Gerechtigkeit zu schaffen, wo er Unrecht sieht, um gegen korrupte Beamte, gierige Bonzen und intrigante Kupplerinnen vorzugehen, und nicht zuletzt, um den jähen Tod seiner armen Eltern und den Mord an seinem Bruder zu rächen. Auf diesem abenteuerlichen Weg ist er nie um eine List verlegen noch zimperlich. Am Ende gehen Wahn, Rausch, Traum und Wachen ineinander über, und der raue Held findet zu einer gleichsam buddhistischen Aussöhnung mit der Welt.
Albert Ehrenstein war einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Expressionismus. Nach der großen Enttäuschung über das Scheitern der Revolution und der Bildung einer deutschen Räterepublik wandte er sich hoffnungsvoll der chinesischen Literatur zu, deren Stimmen für ihn nicht etwa Pfirsichblütenduft, sondern Auflehnung gegen Unterdrückung sowie Rebellion gegen die ausbeuterische Obrigkeit bedeuteten.

Über den Autor / die Autorin










Albert Ehrenstein, 1886 in Ottakring, Österreich-Ungarn, geboren, wurde durch seine expressonistischen Dichtungen ab 1910 bekannt, die er in Büchern, aber auch in Zeitschriften wie Herwarth Waldens Der Sturm oder Franz Pfemferts Die Aktion veröffentlichte. Er stand in engem Kontakt u. a. mit Else Lasker-Schüler, Gottfried Benn und Franz Werfel. Als überzeugter Kriegsgegner kam er ab 1914 in Kontakt u. a. mit Walter Hasenclever und Martin Buber, Franz Jung, George Grosz und Johannes R. Becher. Nach 1918 unterstützte er die Revolution in Deutschland, ging 1928 in die Schweiz nach Viganello und ab Ende 1932 lebte er als Emigrant in Brissago, bevor er 1941 über Spanien in die USA ausreisen konnte, wo er für die Zeitung Aufbau schrieb. 1949 kehrte er erst in die Schweiz, dann nach Deutschland zurück, fand jedoch keinen Verleger und kehrte schließlich enttäuscht nach New York zurück. Nach zwei Schlaganfällen wurde er in ein Armenhospiz auf Welfare Island verbracht, wo er am 8. April 1950 starb. Nach seinem Tod sammelten Freunde Geld, damit seine Urne nach England verschifft werden konnte, wo sein Bruder Carl immer noch lebte. Ehrensteins Asche wurde schließlich auf dem Bromley Hill Cemetery in London beigesetzt.

Zusammenfassung

Wu Sung verlässt als junger Mann sein gutes Elternhaus, wo es mit den »Sternen und Wissenschaften« kaum ein Auskommen gibt. Eines Nachts schlägt er, trunken und furchtlos, einen menschenfressenden Tiger mit bloßen Händen tot. Mit einem Schlag wird er also berühmt und zum Offizier befördert. Der ungeschliffene, aber ehrliche Mann nutzt seine unversehens erlangte Macht, um Gerechtigkeit zu schaffen, wo er Unrecht sieht, um gegen korrupte Beamte, gierige Bonzen und intrigante Kupplerinnen vorzugehen, und nicht zuletzt, um den jähen Tod seiner armen Eltern und den Mord an seinem Bruder zu rächen. Auf diesem abenteuerlichen Weg ist er nie um eine List verlegen noch zimperlich. Am Ende gehen Wahn, Rausch, Traum und Wachen ineinander über, und der raue Held findet zu einer gleichsam buddhistischen Aussöhnung mit der Welt. 
Albert Ehrenstein war einer der wichtigsten Vertreter des literarischen Expressionismus. Nach der großen Enttäuschung über das Scheitern der Revolution und der Bildung einer deutschen Räterepublik wandte er sich hoffnungsvoll der chinesischen Literatur zu, deren Stimmen für ihn nicht etwa Pfirsichblütenduft, sondern Auflehnung gegen Unterdrückung sowie Rebellion gegen die ausbeuterische Obrigkeit bedeuteten. 

Vorwort

ALBERT EHRENSTEIN

Räuber und Soldaten
»Die Räuber vom Liang-Schan-Moor« frei erzählt nach dem alten Chinesischen

Produktdetails

Autoren Albert Ehrenstein, Eva Schestag
Mitarbeit Eva Schestag (Herausgeber), Eva Schestag (Vorwort)
Verlag Matthes & Seitz Berlin
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 15.03.2024
 
EAN 9783751880107
ISBN 978-3-7518-8010-7
Seiten 267
Abmessung 126 mm x 22 mm x 206 mm
Gewicht 327 g
Serie Friedenauer Presse Winterbuch
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Hauptwerk vor 1945

Mittelalter, Chinesisch, Expressionismus, Ungehorsam, Mafia, Revolte, China, Altes China, Nachdichtung, Sinotibetische Sprachen, Reise in den Westen, Superhelden-Geschichten, ca. 1000 bis ca. 1500 nach Christus, Christi Geburt bis ca. 1500, Die Räuber vom Liangshan Moor, Franz Kuhn, Räubebande

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