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Mit dem Recht des Stärkeren - Die russische Kultur in Zeiten der 'gelenkten Demokratie'. Ausgezeichnet mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2007. Essay

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Im Januar 2003 wurde im Moskauer Sacharow- Zentrum die Kunstausstellung "Achtung, Religion!" verwüstet. Doch nicht die Täter sahen sich öffentlicher Ächtung und juristischer Verfolgung ausgesetzt, sondern die Ausstellungsmacher und Künstler. In einem aufsehenerregenden Prozeß wurden sie der "Beleidigung der religiösen Gefühle des russischen Volkes" angeklagt und mit Lagerhaft bedroht. Michail Ryklin, der das groteske Verfahren im Gerichtssaal verfolgt hat, beschreibt nicht nur die an owjetzeiten erinnernde Ächtung der zeitgenössischen Kunst, die antisemitischen Pöbeleien, die erstarkende Allianz von russisch-orthodoxer Kirche und Geheimdienst. In seiner intellektuellen Umgebung beobachtet er das Schwinden von Zivilcourage, zunehmende Angst, zynische Passivität. Ob der Staat gegen Künstler,Wissenschaftler, Umweltschützer oder wie im Fall Chodorkowskij gegen Oligarchen vorgeht - Ryklin analysiert die Gefahr eines neuen Faschismus russischer Spielart.

Über den Autor / die Autorin

Michail Ryklin, 1948 geboren, arbeitet am Institut für Philosopie an der Akademie der Wissenschaften in Moskau. 2007 erschien der Essay
Mit dem Recht des Stärkeren
 (es 2474), für den er mit dem
Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2007
ausgezeichnet wurde.


Gabriele Leupold ist Übersetzerin aus dem Russischen (u. a. Michail Bachtin, Vladimir Sorokin, Michail Ryklin) und Veranstalterin von Workshops für Übersetzer und Studierende. Für ihre Arbeit erhielt sie mehrere Preise, u.a. den Celan Preis (2002) für die Übersetzung von Andrej Belyjs
Petersburg
, sowie den Johann-Heinrich-Voß-Preis (2012).

Zusammenfassung

Im Januar 2003 wurde im Moskauer Sacharow- Zentrum die Kunstausstellung »Achtung, Religion!« verwüstet. Doch nicht die Täter sahen sich öffentlicher Ächtung und juristischer Verfolgung ausgesetzt, sondern die Ausstellungsmacher und Künstler. In einem aufsehenerregenden Prozeß wurden sie der »Beleidigung der religiösen Gefühle des russischen Volkes« angeklagt und mit Lagerhaft bedroht. Michail Ryklin, der das groteske Verfahren im Gerichtssaal verfolgt hat, beschreibt nicht nur die an owjetzeiten erinnernde Ächtung der zeitgenössischen Kunst, die antisemitischen Pöbeleien, die erstarkende Allianz von russisch-orthodoxer Kirche und Geheimdienst. In seiner intellektuellen Umgebung beobachtet er das Schwinden von Zivilcourage, zunehmende Angst, zynische Passivität. Ob der Staat gegen Künstler,Wissenschaftler, Umweltschützer oder wie im Fall Chodorkowskij gegen Oligarchen vorgeht – Ryklin analysiert die Gefahr eines neuen Faschismus russischer Spielart.

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