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Sigmund Freuds figürliche Psychoanalyse - Der Moses Michelangelos und die Sammlung von Idolen

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Sigmund Freuds Untersuchung des Moses von Michelangelo sowie seine Sammlung antiker Kleinskulpturen bieten, gemeinsam betrachtet, Elemente einer visuellen Psychoanalyse, die dem ikonoklastischen Grundzug dieser Wissenschaft widerspricht. Freud bezog seine Statuetten in die Behandlungspraxis ein und ließ sich auch selbst von ihnen inspirieren. Seine Sammlung, das zeigt dieser Band, ist ein Schlüssel für seine Wissenschaft des Unbewussten. Um ihre Wirkung zu nutzen, musste Freud diese Form der Behandlungspraxis verbergen, sie «verhüllen». Wenn man diese Motive berücksichtigt, ist zu erschließen, wie stark die Psychoanalyse als ein Ort der Befreiung von kulturellen Zwängen gedeutet werden kann: Freuds Beschäftigung mit dem Moses und seine Sammlung waren die Antipoden zum mosaischen Bilderverbot. Auf diese Weise konnte er den unterkundigen Bildern der Traumata einen Freiheitsraum vermitteln, in dem sich diese bewältigen ließen.

Über den Autor / die Autorin

Horst Bredekamp ist Professor am Institut für Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und seit 2019 Senior-Sprecher des Excellenzclusters «Matters of Activity». Als Autor zahlreicher Bücher und Artikel hat er diverse Auszeichnungen erhalten, darunter den Sigmund Freud-Preis (2001), den Max-Planck-Forschungspreis (2006) und den Schiller-Preis (2017).

Zusammenfassung

Sigmund Freuds Untersuchung des Moses von Michelangelo sowie seine Sammlung antiker Kleinskulpturen bieten, gemeinsam betrachtet, Elemente einer visuellen Psychoanalyse, die dem ikonoklastischen Grundzug dieser Wissenschaft widerspricht. Freud bezog seine Statuetten in die Behandlungspraxis ein und ließ sich auch selbst von ihnen inspirieren. Seine Sammlung, das zeigt dieser Band, ist ein Schlüssel für seine Wissenschaft des Unbewussten. Um ihre Wirkung zu nutzen, musste Freud diese Form der Behandlungspraxis verbergen, sie «verhüllen». Wenn man diese Motive berücksichtigt, ist zu erschließen, wie stark die Psychoanalyse als ein Ort der Befreiung von kulturellen Zwängen gedeutet werden kann: Freuds Beschäftigung mit dem Moses und seine Sammlung waren die Antipoden zum mosaischen Bilderverbot. Auf diese Weise konnte er den unterkundigen Bildern der Traumata einen Freiheitsraum vermitteln, in dem sich diese bewältigen ließen.

Produktdetails

Autoren Horst Bredekamp
Verlag Schwabe Verlag Basel
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 13.07.2023
 
EAN 9783796547874
ISBN 978-3-7965-4787-4
Seiten 160
Abmessung 124 mm x 8 mm x 206 mm
Gewicht 196 g
Illustration 21 SW-Abb., 42 Farbabb.
Serie Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Kunst > Kunstgeschichte

Idol, Psychologie, Kunst, Kunstgeschichte, Religion, Skulptur, Moses, Bild, Sigmund Freud, Darstellung von Menschen, Michelangelo, Kleinformat, weltliche und häusliche Motive in der Kunst, Sammlung, auseinandersetzen, Religiöse und zeremonielle Motive in der Kunst, Jacob Burckhardt-Gespräche auf Castelen, JB Gespräche

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