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Als wir Vögel waren

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Port Angeles, Trinidad. In den sonnendurchglühten Gassen mischt sich das vielstimmige Geschrei der Händler mit Vogelgezwitscher und Verkehrslärm; es riecht nach Gewürzen und reifen Früchten. Unter stillen, schattigen Bäumen ruht Fidelis, der jahrhundertealte Friedhof der Insel. Hier arbeitet Emmanuel als Totengräber. Der junge Rastafari hat sein Zuhause verlassen, um seinen Vater zu finden. Als er Yejide trifft, hat das Schicksal ihre Wege längst fest miteinander verflochten. Und so beginnt dort, wo das Leben endet, eine magische Liebesgeschichte.

Über den Autor / die Autorin

Ayanna Lloyd Banwo, geboren 1980 in Trinidad, promoviert an der University of East Anglia in Creative and Critical Writing. Bisher erschienen vor allem Kurzgeschichten in verschiedenen Publikationen. ›Als wir Vögel waren‹ ist Banwos erster Roman; sie lebt in London.

Zusatztext

»Sommerlektüre, die einen nicht nur abtauchen lässt, sondern auch berührt mit ihrer feinen Poesie.«

Bericht

»'Als wir Vögel waren' schwingt zwischen der harten Realität des Alltags, einer Liebesgeschichte und den Mythen Trinidads - in einer Sprache, die ins Herz trifft.« Münchner Merkur Münchner Merkur

Produktdetails

Autoren Ayanna Lloyd Banwo
Mitarbeit Michaela Grabinger (Übersetzung)
Verlag Diogenes
 
Originaltitel When We Were Birds
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 26.04.2023
 
EAN 9783257072242
ISBN 978-3-257-07224-2
Seiten 352
Abmessung 116 mm x 184 mm x 24 mm
Gewicht 322 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Matriarchat, Liebe, Magie, Friedhof, Mafia, Trinidad, Karibik, Legende, Ritual, Geister, Sehnsucht, Mythos, Trinidad und Tobago, übersinnlich, exotisch, leichtlesen

Kundenrezensionen

  • Karibischer magischer Realismus

    Am 04. Mai 2023 von tk geschrieben.

    Zwischen der traumartigen Magie der karibischen Mythen und Legenden, und dem städtischen Alltag von Lärm, Schmutz, Armut, Arbeitslosigkeit, Alkohol, Gewalt und Kriminalität, zwischen den Lebenden und den Toten bewegt sich dieser Roman. Der Schauplatz Trinidad ist auf allen Seiten sehr intensiv spürbar, mit seinen Farben, Gerüchen, Klängen, dem Licht, der Temperatur, dem Wind.

    Hier begegnen sich Darwin, ein entwurzelter junger Mann, aus der finanziellen Not heraus von seiner Rastafari-Identität entfernt, und Yejide, die das Matriarchat ihrer Familie um mehrere Generationen zurückverfolgen kann und in der Familie und ihrer weitergegebenen Gabe fest verwurzelt sein sollte, aber trotzdem irgendwie verloren ist. Sie beide sind auf der Suche, geleitet von einer geheimnisvollen Verbindung, die zwischen ihnen besteht. Die beiden Protagonisten haben für mich erst im Moment ihres Aufeinandertreffens wirklich Gestalt angenommen. Das Cover finde ich daher absolut gelungen und sehr ausdrucksstark: die zwei Schatten, die sich zwischen der tropischen Farbigkeit einander annähern.

    Im Klappentext des Buches, der an sich auf die Atmosphäre sehr gut einstimmt, irritiert mich ein Satz, der definitiv nicht den Fakten der Handlung entspricht. Auch hat mich die Zusammenfassung einen anderen Fokus erwarten lassen, so hat die Geschichte eine ganze Weile gebraucht, um mich tatsächlich zu fesseln und bis alle Handlungselemente zusammenkommen, um ihre Bedeutung zu erfassen.
    Ich hätte mir für einige auftauchende Wörter des Trinidad-Creolischen ein Glossar gewünscht, um mich besser in den Text einfühlen zu können. Sicher kann man auch anderswo nachschlagen, aber ich bleibe eigentlich gern so nah wie möglich im Lesefluss.

    Ein sprachlich wunderschön poetisches und atmosphärisch unglaublich dichtes Buch, mit einer Handlung, die im Verlauf eine immer stärkere emotionale Wirkung entwickelt.

  • Erstaunliche Kürze und daraus entstehende Textdichte

    Am 12. April 2023 von zebra geschrieben.

    Schauplatz Trinidad – das ist doch mal etwas anderes. Eine unbekannte Autorin … Neuentdeckung oder Zeitverschwendung?
    Die Geschichte spielt in Trinidad, genauer gesagt Port Angeles und erzählt von 2 Menschen, die mit sich bzw. ihrem Schicksal oder der Rolle in ihrem Leben kämpfen. Auf einem Friedhof begegnen sich die beiden: Darwin und Yejide – er ehemaliger Rastafari und nun Totengräber auf der Suche nach seinem Vater, sie ist gerade dabei, ihre Mutter zu beerdigen, ein großes Ding in einer Familie mit starker Bindung an ihre Toten. Die Anziehung zwischen den beiden kann man kaum anders als magisch nennen und letztlich heilt diese offenbar tiefer wurzelnde Liebe beide.

    So wenig mal zur Handlung, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Aber die Handlung ist auch nicht das Entscheidende. Das ist vielmehr die entstehende Atmosphäre, die durchaus erkleckliche Anzahl auch unerfreulicher Themen (Verlust, Tod, Schmerz, Entbehrung) neben Liebe und Magie. Ohne die würden die Figuren wohl nicht so zueinander finden, was beliebig bzw. gewollt wirken kann, denn Verbindendes gibt es (offensichtlich) kaum zwischen den beiden. Die Sprache ist abwechslungsreich, gekennzeichnet vor allem durch ihren teils feinen Humor, teils aber auch einer gewissen Schärfe mit lyrischen Einschlägen. Was jedoch das Erstaunlichste ist, das Ayanna Lloyd Banwo gelungen ist: Die Kürze und daraus entstehende Dichte ihres Textes – mal wieder jemand, der sich traut, die Seitenzahl nicht künstlich hochzutreiben. Damit fällt „Als wir Vögel waren“ in die Kategorie Neuentdeckung (mit Luft nach oben).

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