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Wenn Worte töten - Kriminalroman | Ein toter Mäzen beim Literaturfestival auf Alderney | Eine Insel steht Kopf

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Als Daniel Hawthorne, Ex-Polizist und Privatdetektiv, und sein »Assistent« Anthony Horowitz zu einem Literaturfestival auf die beschauliche Kanalinsel Alderney eingeladen werden, rechnen die beiden im Traum nicht damit, Hals über Kopf in eine Mordermittlung verwickelt zu werden. Aber die exklusive Runde, die sich hier versammelt hat - ein Kinderbuchautor, eine französische Lyrikerin, ein Fernsehkoch, eine blinde Wahrsagerin und ein Historiker -, macht den beiden einen Strich durch die Rechnung, und darum herum tummeln sich zudem die Bewohner der Insel, die wegen einer geplanten Stromtrasse heillos zerstritten sind.
Und prompt wird der Mäzen des Festivals brutal ermordet, und Hawthorne und Horowitz müssen den örtlichen Polizeikräften zu Hilfe eilen. Aber erst als ein weiterer Mord geschieht, gelingt es den beiden, dem Täter auf die Spur zu kommen und nebenbei noch einige andere Geheimnisse ans Tageslicht zu holen.

Über den Autor / die Autorin

Anthony Horowitz, geboren 1956 in Stanmore, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der englischsprachigen Welt, in Deutschland ist er vor allem durch seine Jugendbuchreihe um Alex Rider bekannt. Neben zahlreichen Büchern hat Anthony Horowitz Theaterstücke und Drehbücher zu verschiedenen Filmen und Fernsehserien (unter anderem Inspector Barnaby) verfasst. Seit seiner Jugend ist er Sherlock-Holmes-Fan. Anthony Horowitz lebt mit seiner Familie in London.

Lutz-W. Wolff, geboren 1943 in Berlin, hat u. a. F. Scott Fitzgerald, Jack London, George Orwell und Kurt Vonnegut übersetzt.

Zusatztext

»Der Roman bietet in bester englischer Tradition einen spannenden Whodunit, der klassische Elemente mit einer Portion britischen Humor verbindet.«

Bericht

»Ich bin bestens unterhalten!« Lina Kokaly MDR 20230504

Produktdetails

Autoren Anthony Horowitz
Mitarbeit Lutz-W. Wolff (Übersetzung)
Verlag Insel Verlag
 
Originaltitel A Line to Kill
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 12.04.2023
 
EAN 9783458643739
ISBN 978-3-458-64373-9
Seiten 333
Abmessung 146 mm x 220 mm x 36 mm
Gewicht 502 g
Serien Hawthorne
Hawthorne ermittelt
Themen Belletristik > Spannung > Krimis, Thriller, Spionage

London, entspannen, Agatha Christie, Kanalinseln, Privatdetektiv, Sherlock Holmes, Alderney, Holmes und Watson

Kundenrezensionen

  • Konnte mich leider nicht überzeugen!

    Am 16. Juli 2023 von Monika Tiller geschrieben.

    Daniel Hawthorne war früher Polizist und arbeitet jetzt als Privatdetektiv. Zusammen mit dem Autor Antony Horowitz besucht er ein Literaturfestival auf der Kanalinsel in Alderney. Antony hat ein Buch über alte Mordfälle geschrieben, die Daniel Hawthorne bearbeitet und gelöst hat. Doch dann passiert ein Mord in Alderney und die Liste der in Frage kommenden Personen ist sehr überschaubar. Anscheinend könnte fast jeder der Besucher des Festivals den Mord verübt haben, denn viele der Befragten hätten ein Motiv für den Mord. Und so machen sich Hawthorne und Horowitz an die Ermittlungen, um den Mord aufklären zu können. Doch es bleibt nicht bei dem einen Mord.... Dieses ist das zweite Buch des Autors, das ich gelesen habe. Das erste Buch hat mir ganz gut gefallen, doch dieses Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Ich konnte weder mit dem Detektiv, noch mit dem Autor richtig warm werden. Die Geschichte plätscherte ohne jede Spannung so vor sich hin und ich hätte das Buch jederzeit aus der Hand legen können. Ich habe mich bis zum Ende durchgebissen, war jedoch enttäuscht von dem Krimi und hätte mehr erwartet.

  • Toller Cosy Crime mit britischem Humor und markanten Ermittlern

    Am 03. Juni 2023 von Gänseblümchen geschrieben.

    Der britische Erfolgsautor Anthony Horowitz ist selbst Protagonist in seiner Krimi-Reihe um das Ermittler-Duo Hawthorne und Horowitz. Ungleicher könnte das Duo nicht sein, ein ehemaliger Polizist und Privatdetektiv und ein Autor, unter anderem von Jugendbüchern, ermitteln gemeinsam in englischer Idylle. Um den neuen Krimi von Horowitz zu vermarkten nimmt das Ermittler-Duo an einem Literaturfestival auf der englischen Kanalinsel Alderney teil. Dort treffen sie auf weitere Autoren verschiedener Genre, so zum Beispiel auf einen Kochbuch-Autor, einen Historiker, eine Lyrikerin und eine blinde Autobiografin. Rasch kommt es zu einem Mord des Veranstalters und jeder der bunten Autoren-Gruppe, als auch viele Inselbewohner, wirken verdächtig. Da trifft es sich gut, dass ein Privatdetektiv und ein Krimi-Autor auf der Insel sind, die sich auf die Suche nach dem Mörder machen können. Denn auf dieser beschaulichen Insel Alderney hatte es abgesehen von der Zeit des zweiten Weltkriegs noch nie einen Mord gegeben. Mit einem wunderschön gestalteten Cover, einer Urlaubsidylle mit blutigen Felsen, wird der Leser angelockt, sich mit Horowitz auf die britischen Kanalinseln zu begeben. Mir gefällt diese Covergestaltung sehr gut und sie passt prima zu einem Cosy Crime. Da der Autor Anthony Horowitz ein erfolgreicher Drehbuchautor für Krimiserien, wie Inspector Barnaby und Hercule Poirot ist, hat er große Erfahrung in Sachen Krimis und mich sofort mit seiner Geschichte gefesselt. Mit dem anschaulichen Schreibstil in Ich-Perspektive aus der Sicht von Horowitz erlebt man den Krimi hautnah und wird ständig zum Mitraten verleitet und ermittelt gemeinsam mit dem Duo. Dieses Ermittler-Duo fand ich sehr unterhaltsam und durch seine Gegensätze und leicht schrulligen Eigenheiten der Einzelnen sind beide Protagonisten markant. Horowitz gibt als Autor einen kleinen Einblick in Abläufe des Verlagswesens und Hawthorne ist ein Ex-Polizist der sich nicht in seine Karten schauen lässt und auch Horowitz und den Leser immer wieder im Dunkeln tappen lässt. Viele Personen scheinen verdächtig und unerwartete Wendungen und Ereignisse bereiten große Lesefreude und Spannungsmomente. Ein sehr unterhaltsamer Cosy Crime mit englischem Charme und britischem Humor, als idealer Begleiter für spannende Stunden im Liegestuhl.

  • Toller Cosy Crime mit britischem Humor und markanten Ermittlern

    Am 03. Juni 2023 von Gänseblümchen geschrieben.

    Der britische Erfolgsautor Anthony Horowitz ist selbst Protagonist in seiner Krimi-Reihe um das Ermittler-Duo Hawthorne und Horowitz. Ungleicher könnte das Duo nicht sein, ein ehemaliger Polizist und Privatdetektiv und ein Autor, unter anderem von Jugendbüchern, ermitteln gemeinsam in englischer Idylle. Um den neuen Krimi von Horowitz zu vermarkten nimmt das Ermittler-Duo an einem Literaturfestival auf der englischen Kanalinsel Alderney teil. Dort treffen sie auf weitere Autoren verschiedener Genre, so zum Beispiel auf einen Kochbuch-Autor, einen Historiker, eine Lyrikerin und eine blinde Autobiografin. Rasch kommt es zu einem Mord des Veranstalters und jeder der bunten Autoren-Gruppe, als auch viele Inselbewohner, wirken verdächtig. Da trifft es sich gut, dass ein Privatdetektiv und ein Krimi-Autor auf der Insel sind, die sich auf die Suche nach dem Mörder machen können. Denn auf dieser beschaulichen Insel Alderney hatte es abgesehen von der Zeit des zweiten Weltkriegs noch nie einen Mord gegeben. Mit einem wunderschön gestalteten Cover, einer Urlaubsidylle mit blutigen Felsen, wird der Leser angelockt, sich mit Horowitz auf die britischen Kanalinseln zu begeben. Mir gefällt diese Covergestaltung sehr gut und sie passt prima zu einem Cosy Crime. Da der Autor Anthony Horowitz ein erfolgreicher Drehbuchautor für Krimiserien, wie Inspector Barnaby und Hercule Poirot ist, hat er große Erfahrung in Sachen Krimis und mich sofort mit seiner Geschichte gefesselt. Mit dem anschaulichen Schreibstil in Ich-Perspektive aus der Sicht von Horowitz erlebt man den Krimi hautnah und wird ständig zum Mitraten verleitet und ermittelt gemeinsam mit dem Duo. Dieses Ermittler-Duo fand ich sehr unterhaltsam und durch seine Gegensätze und leicht schrulligen Eigenheiten der Einzelnen sind beide Protagonisten markant. Horowitz gibt als Autor einen kleinen Einblick in Abläufe des Verlagswesens und Hawthorne ist ein Ex-Polizist der sich nicht in seine Karten schauen lässt und auch Horowitz und den Leser immer wieder im Dunkeln tappen lässt. Viele Personen scheinen verdächtig und unerwartete Wendungen und Ereignisse bereiten große Lesefreude und Spannungsmomente. Ein sehr unterhaltsamer Cosy Crime mit englischem Charme und britischem Humor, als idealer Begleiter für spannende Stunden im Liegestuhl.

  • Klassischer Krimi

    Am 30. Mai 2023 von SimoneF geschrieben.

    ​"Wenn Worte töten" ist bereits der dritte Band der Reihe um den ehemaligen Kriminalbeamten Daniel Hawthorne, der als Berater der Polizei arbeitet und bei komplexen Fällen hinzugezogen wird. Für mich war es das erste Buch von Anthony Horowitz, und da keine Vorkenntnisse nötig sind, konnte ich mit diesem Band problemlos einsteigen. Im Roman begleitet der Schriftsteller Anthony Horowitz als autofiktionaler Ich-Erzähler Daniel Hawthorne bei seinen Ermittlungen und schreibt darüber. Die Konstellation aus genialem, aber etwas eigenem Privatdetektiv und seinem Chronisten, der sich eher vergeblich bemüht, bei der Aufklärung zu helfen, erinnert mich stark an Hercule Poirot und seinen Hastings. Auch der Schreibstil, die wendungsreiche Geschichte und die Art des Falles, bei dessen Lösung es auf kleinste Details ankommt, lassen unwillkürlich an Agatha Christie denken. Es ist sicherlich kein Zufall, dass der Autor die Drehbücher zu den Poirot-Verfilmungen verfasst hat. Die Figur des Daniel Hawthorne finde ich richtig spannend. Sie ist undurchsichtig und eigen, ein scharfer Beobachter, der auf der Insel Alderney den Schatten seiner Vergangenheit begegnet. Wie er hier seine eigenen Ziele verfolgt, erinnert mich fast ein wenig an Dürrenmatts "Der Richter und sein Henker". Der Fall bleibt spannend bis zum Schluß, und ist ideal für alle, die gerne selbst miträtseln und Spaß an verzwickten Details haben. Ein besonderes Vergnügen wird die Geschichte als Hörbuch durch den brillianten Sprecher Uve Teschner. Wie er jeder Figur eine individuelle Note verleiht und sie beinahe wie in einem Hörspiel zum Leben erweckt, ist einfach große Klasse. Eine absolute Hörempfehlung für alle, die Krimis im Stile von Agatha Christie, Dorothy L. Sayers oder Arthur Conan Doyle lieben!

  • Gern mehr davon

    Am 03. Mai 2023 von raschke64 geschrieben.

    Hawthorne und Anthony werden zu einem Literaturfestival auf die Kanalinsel Alderney eingeladen Anthony hat die Vorstellung, dass er in diesem Rahmen der wichtigere Teil des Duos ist, denn es soll um sein neues Buch gehen. Doch das entpuppt sich als Fehler, denn Hawthorne scheint auch hier im Vordergrund zu stehen. Noch mehr, als dieser als Ermittler gefragt wird ist, weil der Sponsor des Festivals brutal umgebracht wird. Und er bleibt nicht der einzige Tote... Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich hätte gern mehr davon. Zum einen werden in relativ kurzer Zeit verschiedene Leute und verschiedene Gründe für einen Mord aufgezählt und alle scheinen irgendwie plausibel zu sein. Je weiter das Buch fortschreitet, desto mehr entpuppen sich die handelnden Personen als nicht das, was sie darzustellen scheinen. Und vor allem am Anfang des Buches hat mich der britische Humor mehr als sehr gut unterhalten. Ich musste mich erst nach und nach in den Krimi hineinversetzen und aus der eher witzigen Schiene wegkommen. Das Ende ist sehr plausibel und hat auch so eine Art Cliffhanger, der Hoffnung auf eine Fortsetzung macht. Von mir aus gern.

  • Charmante Metaebene

    Am 02. Mai 2023 von kindder80er geschrieben.

    Ich habe bisher alle Teile der "Daniel Hawthorne"-Reihe gelesen und finde es immer wieder charmant, wie sich der Autor Anthony Horowitz quasi selbst als "Watson"-ähnliche Figur hinein schreibt. Man merkt seinem Schreibstil auch an, dass er großer Fan von Sherlock Holmes ist, so dass seine Krimis immer wieder ein Lesegenuss sind und die Auflösungen nie so einfach wie sie scheinen mögen. Auch hier kommt man wieder sehr schön in die Geschichte hinein und auch wenn man die ersten beiden Teile nicht gelesen hat, erschließen sich die Figuren doch recht schnell. Einen groben Überblick über die ersten beiden Fälle bekommt man schließlich auch. Zudem hat man fix die Mechanismen, die zwischen Hawthorne und Horowitz wirken, für sich erschlossen. Dabei fällt natürlich die meist fast schon süffisante Hassliebe auf, die die Reihe aber auch so lesenswert für mich macht. Horowitz kann einem als "Tony" da schon leid tun, aber der Autor hat es sich ja selbst ausgesucht. ;-) Der Krimi lässt sich gemütlich Zeit bis es überhaupt zum Mord kommt, was auch oft bei Agatha Christie der Fall ist. Danach gibt es natürlich die üblichen Verdächtigen, die sich bald als unverdächtig herausstellen - oder auch nicht. Ein klassischer Whodunit mit Wohlfühlatmosphäre, den ich sehr gerne gelesen habe! Das Ende macht Hoffnung auf einen vierten Teil, der Fall an sich ist aber komplett abgeschlossen.

  • Ein klassischer Kriminalroman

    Am 29. April 2023 von Lini geschrieben.

    Es ist der dritte Band über Detektiv Hawthorne, den man unabhängig von den früheren Teilen lesen kann. Ein klassischer englischer Kriminalroman. Der Autor führt uns ins Labyrinth aus menschlichen Gefühlen, wobei jeder ein Motiv hätte: egal ob es ein Einheimische oder Einreisende ist. Anthony Horowitz stellt raffiniert einen Fall dar, der erst auf den letzten Seiten gelöst wird. Im Buch herrscht eine geheimnisvolle Atmosphäre eines typischen Kriminalromans. Der Autor verteilt seine Aufmerksamkeit auf mehrere Charaktere gleichzeitig, so dass es bei der Vermutung, wer der Täter ist, nicht langweilig wird. Die Figuren sind ganz unterschiedlich und authentisch. Manche Charaktere erweisen sich als Betrüger, die anderen verbergen irgendetwas. Der Schreibstil von Anthony Horowitz ist flüssig und vernünftig. Der Kriminalroman bereitet dem Leser viel Vergnügen bei der Lösung des Falls. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und mich aus meinem Alltag rausgeholt. Nicht alle meine Fragen konnten beantwortet werden, aber ich gehe davon aus, dass es im Band 4 geschehen wird.

  • Unterhaltsamer Krimi in Sherlock-Holmes-Manier

    Am 25. April 2023 von Lilli33 geschrieben.

    Inhalt: Der Privatdetektiv und Ex-Polizist Daniel Hawthorne wird zusammen mit seinem „Biografen“ Anthony Horowitz zum Literaturfestival auf der Kanalinsel Alderney eingeladen. Die Teilnehmenden sind eine illustre Gesellschaft, ebenso wie die Veranstalter. Als der Sponsor des Festivals ermordet wird, unterstützen Hawthorne und Horowitz die örtliche Polizei bei den Ermittlungen. Meine Meinung: Dies ist bereits der 3. Band der Reihe. Er kann jedoch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Fall ist in sich abgeschlossen, und die Beziehung zwischen Hawthorne und Horowitz wird hier noch einmal kurz erklärt. Horowitz’ Schreibstil ist einfach zu lesen. Er schreibt fesselnd und streut dabei immer wieder eine kleine Prise Humor ein, sodass man öfter mal mit einem Grinsen im Gesicht ins Buch blickt. Hawthorne und Horowitz erinnern stark an Sherlock Holmes und Dr. Watson. Hawthorne mit seiner genialen Beobachtungsgabe entgeht kein noch so kleines Detail, aus dem er die wildesten Schlüsse ziehen kann. Auch wenn das nichts Neues ist, finde ich es immer wieder toll. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren werden sehr plastisch dargestellt. Das Kopfkino kommt so schnell in Gang und man wähnt sich mitten im Geschehen. Es tummeln sich etliche Verdächtige auf der Insel, die alle ein prima Motiv haben. Man kann herrlich miträtseln, wobei der Autor immer wieder versucht, einen auf eine falsche Fährte zu locken. Für gewiefte Krimileser ist die Auflösung dann aber vielleicht doch nicht ganz überraschend. Die Reihe: 1. Ein perfider Plan 2. Mord in Highgate 3. Wenn Worte töten

  • Unterhaltsamer ruhiger Krimi in britischer Tradition

    Am 19. April 2023 von Bücherfreundin geschrieben.

    Der Insel Verlag hat "Wenn Worte töten" von Anthony Horowitz veröffentlicht. Bei dem klassischen Kriminalroman handelt es sich um den dritten Band einer Reihe um den ehemaligen Polizisten Daniel Hawthorne, der jetzt bei komplizierteren Ermittlungen für die Polizei arbeitet, und seinen "Assistenten", den Schriftsteller Anthony Horowitz. Für mich war es der erste Krimi dieser Reihe. Vielleicht ist es hilfreich, die ersten beiden Bände zu kennen. Mir fehlte das Basiswissen, dennoch habe ich mich sehr schnell zurechtgefunden.   Der Ich-Erzähler Anthony Horowitz ist wenig begeistert, als sein Verlag ihn und Daniel Hawthorne zwecks Vorstellung ihres neuen Buches auf die kleine Kanalinsel Alderney zu einem Literaturfestival schickt. Der normalerweise eher zurückhaltende Daniel tritt die Reise bereitwillig an, während der eifersüchtige Anthony befürchtet, dass Daniel sich als Held seiner Romane zu sehr in den Vordergrund spielen könnte. Auf der Insel lernen die beiden die fünf anderen Teilnehmer des Festivals kennen: den Fernsehkoch Marc Bellamy, der mit seiner Assistentin Kathryn angereist ist, die durch Diabetes erblindete Hellseherin Elizabeth Lovell und ihren Ehemann Sid, den Historiker George Elkin, die Kinderbuchautorin Anne Cleary sowie die französische Lyrikerin Maissa Lamar.   Am Morgen nach einer Party, zu der der wohlhabende Charles le Mesurier, der Sponsor des Festivals, eingeladen hatte, wird dieser tot aufgefunden. Daniel und Anthony werden gebeten, sich an den Ermittlungen zu beteiligen. Sehr schnell finden sie heraus, dass mehrere Bewohner wegen einer geplanten Stromleitung zwischen Frankreich und Großbritannien, die durch Alderney geführt werden soll, hoffnungslos zerstritten sind. Schon bald geschieht ein weiterer Mord ...   Mit großer Begeisterung habe ich bereits zwei Bücher des Autors aus der Susan Ryeland-Reihe gelesen. Ich schätze seinen intelligenten und humorvollen Stil und habe "Wenn Worte töten" mit sehr viel Freude gelesen. Die Geschichte ist ruhig erzählt, die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf. Daniel und Anthony erinnern mich an den Krimihelden Sherlock Holmes und dessen Gehilfen Watson. Auch hier tappt der Gehilfe noch im Dunkeln, während sein Partner ihm bei der Aufklärung immer mindestens einen Schritt voraus ist. Ich fand den gut durchdachten Krimi bis zur für mich überraschenden Auflösung sehr spannend. Es gab viele Verdächtige und Wendungen, es wurden Geheimnisse und Verbindungen aufgedeckt, und mehr als einmal wurde ich in die Irre geführt. Der Autor skizziert die Hauptcharaktere sehr bildhaft: hier den wortkargen und sehr speziellen Daniel und dort den sympathischen, zeitweise etwas unbeholfenen Anthony. Auch die Charakterisierung der Nebenfiguren ist äußerst gelungen. Ich mochte das ungleiche Ermittlergespann, dessen Verhältnis zueinander nicht ohne Konflikte ist, und habe aufgrund einer Andeutung am Ende des Buches die Hoffnung, dass die Serie fortgesetzt wird.   Leseempfehlung für alle, die ruhige und intelligent geschriebene Krimis ohne blutiges Gemetzel lieben. 

  • Ob wohl Agatha Christie heute so klänge?

    Am 17. April 2023 von zebra geschrieben.

    Nach „Mord in Highgate“ ist „Wenn Worte töten“ nun mein 2. Horowitz aus der Hawthorne-Reihe – doch hoffentlich nicht der letzte ... Dieses Mal werden Daniel Hawthorne und sein „HiWi“ Anthony Horowitz von Horowitz‘ Verleger auf die Kanalinsel Alderney geschickt, und zwar zu einem Literaturfestival. Geplant ist Marketing – bekommen tun die beiden jedoch Ermittlungsarbeit, als ausgerechnet der Sponsor des Festivals ermordet wird. Der Kreis der potentiellen Verdächtigen ist so überschaubar wie illuster, besteht er doch aus den Festivalteilnehmern (u. a. ein Fernsehkoch und eine blinde Wahrsagerin) und den Bewohnern Alderneys, wo es wegen einer geplanten Stromtrasse nicht ganz so friedlich und betulich zugeht, wie man auf den ersten Blick erwarten sollte. Und da der Sponsor in beide „Geschehensstränge“ involviert war, kommen beide Kreise infrage. Doch schon bald geschieht ein weiterer Mord und bringt Fahrt in Hawthornes und Horowitz‘ Ermittlungen. Mit dem Ex-Polizisten und Privatdetektiv Daniel Hawthorne und dem Autor Anthony Horowitz, der ihm „assistiert“, hat Horowitz ein kongeniales Duo geschaffen, das Miss Marple und ihrem Mr. Stringer kaum nachsteht – mit einem Unterschied: Das Verhältnis zwischen letzteren beiden war freundlicher, Hawthorne und Horowitz sind da schon eher eine Zweckgemeinschaft – aber das gibt Horowitz Gelegenheit zu „Frotzeleien“. An sich ist der Plot klassisch: Letztlich eine Locked-Room-Handlung, Täterkreis überschaubar, durch seine Buntheit jedoch nicht langweilig, die lokale Polizei völlig überfordert und die Privatermittler exzellente Beobachter. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, vor allem die Teilnehmer des Literaturfestivals, die an Kuriosität kaum zu überbieten sind, aber auch die Inselbewohner, die sich (ganz aktuell) wegen eines Stromprojekts nicht grün sind und ihre eigenen Agenden verfolgen. Motive und ausgelegte falsche Fährten sind reichlich vorhanden, sodass man beim Lesen wunderbar miträtseln kann. So entsteht Spannung, jedoch nicht die der nervenzerfetzenden Art – Horowitz‘ Schreibstil ist beinah schon klassisch zu nennen (Hätte eine heutzutage lebende Agatha Christie wohl so geklungen?), getragen von einem feinen (britischen) Humor. Wenn man das mag, wird „Wenn Worte töten“ einige unterhaltsame Lesestunden garantieren.

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