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Der hörende Mensch in der Moderne - Medialität des Musikhörens um 1900

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Beschreibung

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Um 1900 entsteht ein neues Hören: von der Medialisierung durch die phonographische Technik bis zu Arnold Schönbergs Emanzipation der Dissonanz.Wie hören wir Musik? Am Beginn des 20. Jahrhunderts treffen mehrere Entwicklungen aufeinander, die dazu führen, dass diese Frage neu beantwortet wird: die Technisierung des Hörens durch den Phonographen und das Grammophon, die Verwissenschaftlichung durch Psychologie und Ethnologie und die Umbrüche in der Kompositionspraxis und -theorie. Es entsteht ein selbstreflexives Hören - der hörende Mensch in der Moderne hört in der Musik auch die Bedingungen seines eigenen Hörens. Zugleich öffnet sich das Hören bis hin zur musikalischen Wahrnehmung von Klängen, die zuvor als unmusikalisch galten, etwa von Dissonanzen oder ethnographischen Tonaufnahmen von Musik aus dem Hörer unbekannten Kulturen. Damit werden vermeintliche Gewissheiten über Musik in Frage gestellt und das europäische, bildungsbürgerliche Ohr wird herausgefordert. Diese epistemischen Verschiebungen verfolgt Frauke Fitzner quer durch den deutschsprachigen Musikdiskurs zwischen 1880 und 1930 und entwickelt aus ihnen eine Medientheorie des Musikhörens in der Moderne.

Über den Autor / die Autorin

Frauke Fitzner, geb. 1984, ist Literatur- und Musikwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Mediengeschichte der Musik, der Wissensgeschichte des Hörens und der Geschichte der Musikwissenschaft.
Veröffentlichungen u. a.: Vom Sammeln, Klassifizieren und Interpretieren. Die zerstörte Vielfalt des Curt Sachs (Mithg., 2017); Tempo und Zeitempfinden in der Moderne. Interjekte (Hg., 2014); Lotte Reiniger. Zur Rolle der Musik im frühen Film (2011).

Zusatztext

»die erste umfangreiche deutschsprachige Bestandsaufnahme zur Historisierung des musikalischen Hörens um 1900«
(Luisa Drews, Zeitschrift für Germanistik, 2023)

Bericht

»die erste umfangreiche deutschsprachige Bestandsaufnahme zur Historisierung des musikalischen Hörens um 1900« (Luisa Drews, Zeitschrift für Germanistik, 2023)

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