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Der fürsorgliche Mr Cave - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Wie weit geht ein Vater, um seine Tochter vor der Welt zu schützen?
Beklemmend, bewegend und zutiefst zu Herzen gehend: Matt Haigs psychologischer Roman über die zerstörerische Kraft von Angst und Liebe.

Wann wird Liebe zu Besessenheit?
Drei Mal schon musste Antiquitätenhändler Terence Cave den Verlust eines geliebten Menschen verkraften: erst den Selbstmord seiner Mutter, dann den Mord an seiner Frau, und schließlich den tragischen Tod seines Sohnes Reuben. Geblieben ist ihm nur noch seine Tochter Byrony, Reubens Zwillingsschwester - und das Gefühl, dass ihm alle genommen werden, die er liebt.
Umso verzweifelter versucht Terence nun, seine wunderschöne Tochter vor jeder Gefahr zu schützen, koste es, was es wolle! Doch die 15-jährige Byrony riskiert immer mehr, um aus dem goldenen Käfig ihres Vaters auszubrechen, und Terence muss sich fragen, ob er sie wirklich nur beschützen will?

Mit »Der fürsorgliche Mr Cave« hat der britische Autor Matt Haig hat einen ebenso anrührenden wie erschütternden psychologischen Roman über einen Vater geschrieben, dessen Fürsorge in Besessenheit zu kippen droht.
Die Sorgen und Nöte, die Angst-Störungen und Depressionen verursachen, kennt Matt Haig aus eigener Erfahrung.

Über den Autor / die Autorin

Matt Haig, Jahrgang 1975, ist ein britischer Autor. Seine eigenen Erfahrungen mit Depressionen und Angststörungen sind auch stets ein zentrales Thema in seinen Büchern. Zuletzt erschienen die Romane "Ich und die Menschen" (2014), "Wie man die Zeit anhält" (2018) und "Die Mitternachtsbibliothek" (2021), sowie die Sachbücher "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" (2016) und "Mach mal halblang" (2019). Matt Haig lebt mit seiner Familie in Brighton.

Zusatztext

"von bewegender Melancholie"

Bericht

"Sehr geschickt, beinahe unmerklich greifen Realität und Fantasie ineinander. Brillant beschreibt der Auto einen Vater, der der Dämonen in seinem Kopt nicht mehr Herr wird." Christine Westermann STERN 20220210

Kundenrezensionen

  • Bedrückende Familiengeschichte

    Am 29. April 2022 von Bücherfreundin geschrieben.

    Der Droemer Verlag legt mit "Der fürsorgliche Mr. Cave" ein bereits 2008 veröffentlichtes und nun endlich ins Deutsche übersetzte Frühwerk von Matt Haig vor. Es handelt sich um seinen dritten Roman, und es ist das bisher einzige Buch von Matt Haig, das nicht dem Genre der spekulativen Fiktion zugeordnet wird. Der psychologische Roman erzählt die zutiefst berührende Geschichte des Antiquitätenhändlers Terence Cave, der hilflos mit ansehen muss, wie sein 14jähriger Sohn Reuben infolge einer Mutprobe tödlich verunglückt. Nachdem Terence Mutter Selbstmord verübt hatte und auch seine Frau bereits vor Jahren bei einem Raubüberfall ums Leben gekommen ist, ist er nun von dem Gedanken besessen, seine Tochter Bryony, Reubens Zwillingsschwester, um jeden Preis vor den Gefahren des Lebens beschützen zu müssen. Er will sie nicht auch noch verlieren, denn sie ist alles, was ihm geblieben ist. Ständig sorgt er sich um sie. Er kontrolliert und überwacht sie, missbilligt ihren Umgang, stellt sie durch seine peinlichen Kontrollen vor ihren Freunden bloß und erstellt eine Liste mit 13 Regeln "für ihre eigene Sicherheit". Seine Maßnahmen führen dazu, dass Bryony rebelliert und sich mehr und mehr von ihm abwendet. Sie lügt ihn an und trifft sich heimlich mit ihren Freunden. Terence weitet seine Kontrollen aus, obwohl ihn seine Schwiegermutter Cynthia immer wieder beschwört, seiner Tochter Freiheiten zuzugestehen, statt sie einzusperren. Er kann nicht ertragen, dass seine hübsche Tochter von jungen Männern umworben wird. Letztendlich steigert er sich immer mehr in seine Obsession hinein, und es kommt zur Katastrophe. Das in der Ich-Form an die Tochter gerichtete Buch ist keine leichte Lektüre, sie geht unter die Haut und macht sehr betroffen. Das Buch ist fesselnd und hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Der Autor hat den zerstörerischen Weg und die seelische Verfassung seines Protagonisten sowie die damit einhergehenden Halluzinationen sehr intensiv und glaubhaft beschrieben. Ich kann diese in wunderbarem Sprachstil geschriebene tragische und aufwühlende Geschichte, die mich noch lange beschäftigen wird, sehr empfehlen. Von mir 5 Sterne!

  • Wenn Fürsorge krankhaft wird

    Am 03. April 2022 von Lesehörnchen99 geschrieben.

    Mr. Cave hat schon viel tragisches erlebt. Dreimal schon musste er einen geliebten Menschen gehen lassen. Erst seine Mutter, die ihrem Leben selbst ein Ende setzte, dann seine Frau, die einem Verbrechen zum Opfer fiel und zuletzt sein Sohn Reuben. Einzig seine Tochter Bryony ist ihm geblieben. Nun achtet er so sehr darauf, das Bryony nichts geschieht. Bryony ist gefangen im goldenen Käfig. Nun, nach den vielen Verlusten ist es wohl schon irgendwie verständlich, dass Mr. Cave, Terence, seine Tochter beschützen will. Allerdings geht es schon in Wahn über. Ein sehr bedrückendes Buch, keine leichte Unterhaltung. Typisch für Matt Haig, er schreibt keine lockeren Unterhaltungsromane. Mich hat das Buch sehr beeindruckt, sehr authentisch und sehr emotional. Ich war natürlich auf Seite von Bryony, auch wenn ich ihren Vater verstehen kann. Ich fand das Buch echt gut geschrieben, sehr berührend und auch bewegend. Allerdings, wer allerdings einen netten Unterhaltungsroman sucht, ist hier falsch.

  • Lässt mich etwas ratlos zurück

    Am 18. Februar 2022 von Melanie K. geschrieben.

    Ich mag Matt Haig bzw. seine Bücher eigentlich wirklich gerne. Seine Schreibweise empfinde ich als ganz besonders und bisher hat mir eigentlich jedes seiner Bücher wirklich sehr gut gefallen. Daher habe ich mich natürlich gefreut, als ich von „Der fürsorgliche Mr Cave“ gelesen habe. Das Cover hat mir gut gefallen, es passt zum Buch und auch den Klappentext fand ich vielversprechend. Leider konnte das Buch die Erwartungen für mich nicht aufrecht erhalten. Das Buch ist quasi ein Brief von Terence Cave an seine Tochter Byrony. Das ist zwar durch die Schreibweise auch irgendwie eindrücklich, spiegelt es doch die Gedanken von Mr. Cave, der seine Mutter, seine Frau und letztlich auch seinen Sohn verloren hat, wider - nur diese sind wirklich bedrückend, düster und das Verhalten des Vaters gegenüber seiner Tochter ist für mich nur begrenzt nachvollziehbar. Die Charaktere bleiben durch die alleinige Perspektive von Mr. Cave leider sehr flach und es stellt sich für den Leser keine Nähe her. Es steckt so gar nichts Versöhnliches, kein Hoffnungsschimmer oder ähnliches in der Geschichte, was ich wirklich schade fand. So ist mir letztlich die Botschaft, die Matt Haig transportieren wollte, nicht ganz klar - selbst ohne Happy End steckt für mich in vielen Geschichten einfach mehr. Schade, ich fände das Thema an sich wirklich interessant, aber so bleibt es hinter den Erwartungen zurück.

  • Goldener Käfig

    Am 06. Februar 2022 von Sophie H. geschrieben.

    Terence Cave, ein Antiquitätenhändler, muss etliche Schicksalsschläge hinnehmen. Erst kommt seine Frau auf schreckliche Weise ums Leben, dann stirbt sein Sohn bei einer Mutprobe und das vor den Augen seines Vaters, der ihm nicht mehr helfen kann. Zurück bleiben Mr. Cave und seine Tochter Bryony, die die Zwillingsschwester des verunglückten Jungen ist. Und dann ist da noch die Oma, die einzige Verbündete von Bryony. Mr. Cave macht sich große Vorwürfe, dass er seinen Sohn nicht retten konnte. Gleichzeitig beschließt er, dass seiner Tochter auf gar keinen Fall irgendetwas passieren darf. So hat er immer ein wachsames Auge auf sie. Was anfangs noch normale väterliche Fürsorge war, wird immer krasser. Die Wachsamkeit von Mr. Cave gerät völlig aus den Fugen, als seine Tochter in die Pubertät kommt und Interesse für das andere Geschlecht entwickelt. Von nun an darf sie keinen Schritt mehr alleine tun. Nach und nach entfaltet sich die Geschichte und man bekommt mit, was das eigentliche Geheimnis dieser Familie ist. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil ist locker und leicht. Schon von der ersten Seite hat mich das Buch gepackt. Ich konnte es kaum noch weglegen. Ich bin Mutter von drei Kindern und kenne nur zu gut das Gefühl, wenn man meint, dass alles aus dem Ruder läuft. Diese Emotionen haben mich beim Lesen wieder eingeholt. Von mir die volle Leseempfehlung!

  • Ein zutiefst leidender und verstörter Vater

    Am 02. Februar 2022 von Lilli33 geschrieben.

    Der Antiquitätenhändler Terence Cave muss mitansehen, wie sein vierzehnjähriger Sohn Reuben bei einer Mutprobe ums Leben kommt. Leider ist dies nicht der erste Fall eines gewaltsamen Todes in seiner Familie: Seine Mutter hat Suizid begangen, seine Frau wurde bei einem Raubüberfall getötet. Nun bleibt Terence nur noch Reubens Zwillingsschwester Bryony, die er um jeden Preis beschützen will und die er mit seinen extrem einengenden Regeln immer weiter von sich stößt. Meine Meinung: Der Roman ist aus der Perspektive von Terence geschrieben, der sich an seine Tochter Bryony wendet, um ihr seine Sicht der Dinge darzustellen - nachdem die Tragödie ihren Lauf genommen hat. Fast berichtartig schreibt er über das Geschehen, Über das, was er gesehen und sich zusammengereimt hat, über das, was er glauben wollte, über das, was er hoffte. Über seinen unbändigen Wunsch, seine geliebte Tochter zu beschützen. Und über seine Schuld. Der Schreibstil wirkt dabei relativ sachlich und etwas distanziert und es gelingt kaum, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Und das ist gut so, denn mit einem dermaßen verstörten und traumatisierten Menschen will sich bestimmt niemand identifizieren. Trotzdem fällt es sehr leicht, seine Gedankengänge und seine Handlungsweisen nachzuvollziehen, mögen sie auch noch so abstrus und offensichtlich falsch erscheinen. Gerade Eltern können sicher Terence’ Bemühungen, seine Tochter vor allem Übel zu beschützen, verstehen, wenn auch hoffentlich niemand so extrem reagiert wie diese Romanfigur. Mich konnte Matt Haig von der ersten Seite an absolut packen. Die Handlung entwickelt sich total spannend und liest sich, je weiter sie fortschreitet, immer mehr wie ein Krimi. Der versprochene Pageturner steckt tatsächlich zwischen diesen Buchdeckeln. Dieser Roman hat mich zutiefst berührt und schockiert. Er ist bedrückend, hat aber auch seine hellen Momente (vor allem in Form von Bryonys Grußmutter, die das krasse Gegenteil von Terence ist). Für mich definitiv einer der besten Romane des Autors und ich frage mich, warum er erst jetzt auf Deutsch erscheint, wo Haig ihn doch schon 2008 schrieb. Naja, besser spät als nie!

  • Übertriebene Fürsorge

    Am 16. Januar 2022 von lectrice geschrieben.

    Bei diesem Buch war es das Cover, das sofort meine Neugierde geweckt hat. Was hat es wohl mit diesem Mädchen in einer Art Vogelkäfig auf sich, fragte ich mich und zu wem gehört die Hand, die diesen Käfig hält? Es ist sicherlich immer schwieriger, ein Cover zu schaffen, das auf den ersten Blick schon die Aufmerksamkeit auf sich zieht, doch hier ist es gelungen. Und da ich schon andere Romane von Matt Haig gelesen habe, war ich natürlich auch neugierig auf diese ganz besondere Vater-Tochter-Geschichte. Der Protagonist des Buches hat in seinem Leben schon so manch einen Verlust ertragen müssen und am schlimmsten ist es natürlich, das eigene Kind zu verlieren und zu überleben. Darum hat Terence Crave der Tod seines Reuben auch so erschüttert und ihn zu nicht rationalen Handlungen und eine "Überfürsorge" aus Angst vor einem weiteren Verlust in Bezug auf seine Tochter Bryony. Haig gibt uns Einblicke in die Psyche dieses Vaters, der labil ist, Blackouts hat und wir lesen alles aus seiner Sicht. Keine leichte Kost.

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