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Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. Als Alicja Tabor in die Stadt ihrer Kindheit zurückkehrt, um als Journalistin Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen, ereignen sich unerklärliche Dinge, die Atmosphäre ist unheimlich. Joanna Bator schildert, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.
Inhaltsverzeichnis
Der Weg zurück
Kinder verschwinden
Aus dem Schlaf gerissen
Schwall I
Waldlauf
Suche die Ungeliebten
Du schrumpfst, Alicja, du wächst
Albert Kukulkas erste Geschichte
Das Überraschungsei
Das Lächeln der Bibliothekarin
Der Brief
Auf der anderen Seite
Die Geschichte des Kinderheimleiters
Die Katzenfresser
Albert Kukulkas zweite Geschichte
Dawids erste und letzte Geschichte
Das Zimmer, das es nicht gibt
Schwall II
Adam Szymczyks unterbrochene Geschichte
Die Knochenverkäufer
Schwall III
Die Schmerzensmutter
Wir fahren
Albert Kukulkas dritte Geschichte
Das Meer
Über den Autor / die Autorin
Joanna Bator, 1968 geboren, publizierte in wichtigen polnischen Zeitungen und Zeitschriften und forschte mehrere Jahre lang in Japan. Die deutsche Übersetzung ihres Romans
Sandberg
durch Esther Kinsky war ein literarisches Ereignis. Seither gilt Joanna Bator als eine der wichtigsten neuen Stimmen der europäischen Literatur. Für
Dunkel, fast Nacht
(2012) wurde sie mit dem NIKE, dem wichtigsten Literaturpreis Polens, ausgezeichnet. Joanna Bator ist Hochschuldozentin und lebt in Japan und Polen.
Lisa Palmes, geboren 1975 in Münster, hat u.a. Werke von Wojciech Jagielski, Lidia Ostałowska, Filip Springer, Olga Tokarczuk und Joanna Bator übersetzt. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt 2017 mit dem Karl-Dedecius-Preis und 2019 mit dem Sonderpreis des Riesengebirgspreises für Literatur.
Zusammenfassung
Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuldzuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die »Katzenfresser«, die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses. Als Alicja Tabor in die Stadt ihrer Kindheit zurückkehrt, um als Journalistin Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen, ereignen sich unerklärliche Dinge, die Atmosphäre ist unheimlich. Joanna Bator schildert, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.
Zusatztext
»Dieses Buch hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.«
Bericht
»Meisterhaft verwebt Joanna Bator ihr Schicksal mit den großen Themen unserer Zeit. Sie erzählt schnell, beinahe atemlos, mit einer Gabe für liebenswert-skurrile Figuren, die den Leser an die Hand nehmen und aus der Finsternis herausführen.« Angela Wittmann Brigitte 20160413