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Unter dem Schirm der göttlichen Weisheit - Geschichte und Lebenswelten des Stadtstaates Groß-Nowgorod

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Nowgorod als zweitgrösste Stadt des alten Russland vermochte sich seit dem 12. Jahrhundert aufgrund seiner Randlage und seines aus dem Handel gewonnenen Reichtums von der Herrschaft der Kiewer Grossfürsten weitgehend zu lösen und einen Stadtstaat zu begründen, der den ganzen Norden Russlands einschloss. Gross-Nowgorod, wie sich dieser Stadtstaat selbstbewusst nannte, wurde zum wichtigsten osteuropäischen Handelspartner der Hanse.
Es entwickelte ein politisches System, das auf der Grundlage einer Volksversammlung (Wetsche) sämtliche Staatsämter vom Fürsten über den Bürgermeister bis hin zum Erzbischof durch Wahlen besetzte. Die daraus hervorgegangene Mischung aus demokratischen, monarchischen, oligarchischen und theokratischen Elementen hat im mittelalterlichen Europa keine Entsprechung und präsentiert sich als eine klare politische Alternative zur späteren Autokratie Moskauer Typs. Weil es Moskau gelang, den Stadtstaat Gross-Nowgorod 1478 zu liquidieren, endete diese partizipative politische Alternative, und die Zukunft Russlands gehörte seitdem autoritären Staatssystemen.
Erstaunlicherweise gibt es bis heute weder auf Russisch noch in westlichen Sprachen eine befriedigende Gesamtdarstellung der Geschichte des mittelalterlichen Stadtstaates Gross-Nowgorod. Der Autor, der sich während seiner fünfzigjährigen Arbeit als Osteuropahistoriker immer wieder Themen der Nowgoroder Geschichte zugewandt hat, füllt mit seinem Buch diese Lücke.

Über den Autor / die Autorin

Carsten Goehrke
(* 1937, Hamburg) Studium der Geschichte, Geografie, Germanistik und Russistik an den Universitäten Tübingen und Münster. 1971–2002 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich.

Zusammenfassung

Nowgorod als zweitgrösste Stadt des alten Russland vermochte sich seit dem 12. Jahrhundert aufgrund seiner Randlage und seines aus dem Handel gewonnenen Reichtums von der Herrschaft der Kiewer Grossfürsten weitgehend zu lösen und einen Stadtstaat zu begründen, der den ganzen Norden Russlands einschloss. Gross-Nowgorod, wie sich dieser Stadtstaat selbstbewusst nannte, wurde zum wichtigsten osteuropäischen Handelspartner der Hanse.
Es entwickelte ein politisches System, das auf der Grundlage einer Volksversammlung (Wetsche) sämtliche Staatsämter vom Fürsten über den Bürgermeister bis hin zum Erzbischof durch Wahlen besetzte. Die daraus hervorgegangene Mischung aus demokratischen, monarchischen, oligarchischen und theokratischen Elementen hat im mittel­alterlichen Europa keine Entsprechung und präsentiert sich als eine ­klare politische Alternative zur späteren Autokratie Moskauer Typs. Weil es Moskau gelang, den Stadtstaat Gross-Nowgorod 1478 zu liquidieren, endete diese partizipative politische Alternative, und die Zukunft Russlands gehörte seitdem autoritären Staatssystemen.
Erstaunlicherweise gibt es bis heute weder auf Russisch noch in westlichen Sprachen eine befriedigende Gesamtdarstellung der Geschichte des mittelalterlichen Stadtstaates Gross-Nowgorod. Der Autor, der sich während seiner fünfzigjährigen Arbeit als Osteuropahistoriker immer wieder Themen der Nowgoroder Geschichte zugewandt hat, füllt mit seinem Buch diese Lücke.

Produktdetails

Autoren Carsten Goehrke
Verlag Chronos
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.06.2020
 
EAN 9783034015684
ISBN 978-3-0-3401568-4
Seiten 560
Abmessung 189 mm x 250 mm x 35 mm
Gewicht 1036 g
Illustration 42 SW-Abb., 24 Farbabb.
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Mittelalter

Hanse, Russland, Russische Geschichte, Kiewer Grossfürstentum, Gross-Nowgorod, auseinandersetzen

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