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Tschernobylkinder - Die transnationale Geschichte einer nuklearen Katastrophe

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Zusammenbruchsgesellschaft zu erholen. Um diese »Tschernobylkinder« bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGOs und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten konnte. Das mit der Öffnung der Sowjetunion einsetzende weltweite Engagement trug dazu bei, den atomaren Unfall, der in weiten Teilen der Welt zunächst als »typisch sowjetisch« galt, als transnationale Katastrophe sicht- und wahrnehmbar zu machen, indem es die Realität der Katastrophe in den Alltag hunderttausender Menschen in Europa und Nordamerika holte. Arndt zeigt, wie die »Tschernobylkinder« zugleich zu Zeugen und Repräsentanten eines untergehenden politischen Systems und der Auflösung der bipolaren Weltordnung wurden.

Über den Autor / die Autorin

Dr. Melanie Arndt ist Professorin für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.Prof. Dr. Christof Mauch ist Direktor des Rachel Carson Center for Environment and Society an der LMU München, sowie Ehrenprofessor am Zentrum für Ökologische Geschichte an der Renmin Universität in China und ehemaliger Präsident der Europäischen Gesellschaft für Umweltgeschichte.Dr. Helmuth Trischler ist Forschungsdirektor des Deutschen Museums in München sowie Professor
für Neue und Neuste Geschichte Ludwig-Maximilians Universität München.

Zusammenfassung

Mehr als eine Million Kinder und Jugendliche wurden nach der Katastrophe von Tschernobyl zusammen mit tausenden von Begleitpersonen auf Reisen geschickt, um sich von der Strahlenexposition, zunehmend aber auch vom Alltag in der (post-)sowjetischen Zusammenbruchsgesellschaft zu erholen. Um diese »Tschernobylkinder« bildete sich ein dichtes transnationales Netzwerk von NGOs und Privatpersonen. Es übernahm immer mehr Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten konnte. Das mit der Öffnung der Sowjetunion einsetzende weltweite Engagement trug dazu bei, den atomaren Unfall, der in weiten Teilen der Welt zunächst als »typisch sowjetisch« galt, als transnationale Katastrophe sicht- und wahrnehmbar zu machen, indem es die Realität der Katastrophe in den Alltag hunderttausender Menschen in Europa und Nordamerika holte. Arndt zeigt, wie die »Tschernobylkinder« zugleich zu Zeugen und Repräsentanten eines untergehenden politischen Systems und der Auflösung der bipolaren Weltordnung wurden.

Vorwort

Die Studie analysiert am Schicksal der sogenannten Tschernobylkinder das Zusammenspiel von nuklearer Katastrophe und Zusammenbruch der Sowjetunion als eine »Mikrogeschichte des Globalen«.

Produktdetails

Autoren Melanie Arndt
Mitarbeit Christo Mauch (Herausgeber), Christof Mauch (Herausgeber), Trischler (Herausgeber), Trischler (Herausgeber), Helmuth Trischler (Herausgeber), Christof Mauch (Herausgeber der Reihe), Helmuth Trischler (Herausgeber der Reihe)
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 14.05.2020
 
EAN 9783525352083
ISBN 978-3-525-35208-3
Seiten 499
Abmessung 163 mm x 231 mm x 39 mm
Gewicht 928 g
Illustration mit 18 Abb. und 6 Tab.
Serien Umwelt und Gesellschaft
Umwelt und Gesellschaft
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Zeitgeschichte (1945 bis 1989)

Ökologie, Katastrophe, Europa, Zeitgeschichte, Radioaktivität, Tschernobyl, UdSSR, Sowjetunion, Sowjetunion, Nordamerika (USA und Kanada), Geschichte Deutschlands, Globalgeschichte, Nichtstaatliche Organisationen (NGOs), Atomfragen, Umweltgeschichte, Super-GAU, auseinandersetzen, Politische Ideologien und Bewegungen der extremen Linken, Atomkraftwerk/AKW, nuklearer Katastrophe

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