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Ein meisterhafter Roman über den Aufstieg eines jüdischen Boxers im Warschau der Vorkriegszeit, der in die Welt des organisierten Verbrechens gezogen wird.
Jakub Shapiro ist ein vielversprechender junger Boxer mit außergewöhnlichem Talent. Sein Potenzial bleibt auch dem mächtigen Warschauer Unterweltboss Kaplica nicht verborgen, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch als rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung das Imperium Kaplicas ins Wanken bringen und er wegen eines angehängten politischen Mordes inhaftiert wird, bricht in den Schatten dieser Ereignisse ein regelrechter Bandenkrieg los.
Jakub Shapiro muss nun die Dinge selbst in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde und Verräter vor, beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts und versucht gleichzeitig, seine Frau und Kinder vor dem eskalierenden Hass zu schützen. Dabei schlüpft er immer mehr in die Rolle des Paten.
Der Boxer ist ein grandios angelegter, fast filmisch erzählter Roman über den Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster und seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau. Szczepan Twardoch erschafft ein packendes Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine explosive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.
Über den Autor / die Autorin
Szczepan Twardoch, geboren 1979, ist einer der herausragenden Autoren der Gegenwartsliteratur. Seine Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt, zum Teil verfilmt.
Morphin
(2012) wurde mit dem Polityka-Passport-Preis ausgezeichnet. Für
Drach
wurden der Autor und sein Übersetzer Olaf Kühl 2016 mit dem Brücke Berlin Preis geehrt, 2019 erhielt Twardoch den Samuel-Bogumił-Linde-Preis, 2025 den Usedomer Literaturpreis. Seine Romane
Demut
und
Kälte
wurden hochgelobt,
Die Nulllinie. Roman aus dem Krieg
ist für den SPIEGEL Buchpreis 2025 nominiert. Die
Neue Zürcher Zeitung
schrieb: «Dem Sog seines Erzählens kann man sich schwer entziehen.» Twardoch lebt mit seiner Familie in Pilchowice/Schlesien.
Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Zusammenfassung
Ein meisterhafter Roman über den Aufstieg eines jüdischen Boxers im Warschau der Vorkriegszeit, der in die Welt des organisierten Verbrechens gezogen wird.
Jakub Shapiro ist ein vielversprechender junger Boxer mit außergewöhnlichem Talent. Sein Potenzial bleibt auch dem mächtigen Warschauer Unterweltboss Kaplica nicht verborgen, der Shapiro zu seinem Vertrauten macht. Doch als rechte Putschpläne gegen die polnische Regierung das Imperium Kaplicas ins Wanken bringen und er wegen eines angehängten politischen Mordes inhaftiert wird, bricht in den Schatten dieser Ereignisse ein regelrechter Bandenkrieg los.
Jakub Shapiro muss nun die Dinge selbst in die Hand nehmen: Er geht gegen Feinde und Verräter vor, beginnt eine verhängnisvolle Affäre mit der Tochter des Staatsanwalts und versucht gleichzeitig, seine Frau und Kinder vor dem eskalierenden Hass zu schützen. Dabei schlüpft er immer mehr in die Rolle des Paten.
Der Boxer
ist ein grandios angelegter, fast filmisch erzählter Roman über den Aufstieg eines Verbrecherhelden zwischen Gewalt, Eleganz und Laster und seine Verletzlichkeit als Jude im Vorkriegs-Warschau. Szczepan Twardoch erschafft ein packendes Panorama mit Sportlern und Schurken, einem Mann mit zwei Gesichtern, glamourösen Huren und charismatischen Gangstern. Ein überragender, thrillerhafter Roman, der eine explosive Epoche geradezu körperlich erlebbar macht.
Zusatztext
Twardochs Darstellungen der einzelnen Figuren, Stimmungen und politischen Strömungen sind präzise, bildhaft und ekstatisch, ja dem Wahn nahe. Twardoch bleibt sich stilistisch treu und hat nun schon den dritten außergewöhnlichen und exzellenten Roman in Folge geschrieben.
Bericht
Bravouröse Romanphantasie über die polnisch-jüdische Unterwelt der Zwischenkriegszeit ... hochspannend. FAZ.NET