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Nach dem Gedächtnis - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Ein Buch macht Furore, ein neues Genre ist erfunden: der »Metaroman«. Liebesgeschichten und Reiseberichte, Reflexionen über Fotografie, Erinnerung und Trauma verschmilzt die Stimme der Autorin zu einer spannungsvollen essayistischen Erzählung. Im Zentrum steht eine weitverzweigte jüdisch-russisch-europäische Familie von Ärzten, Architekten, Bibliothekaren, Buchhaltern und Ingenieuren, die in unzivilisierten, gewaltgeprägten Zeiten ein stilles, unspektakuläres Leben führen wollten.
Maria Stepanova durchmisst einen Gedächtnisraum, in dem die Linien des privaten Lebens haarscharf an den Abbruchkanten der Epochenlandschaft entlangführen. Sie sichtet Dinge aus »der Bibliothek einer anderen, untergegangenen visuellen Kultur«, hinterlassen von Menschen, die sich wenig Mühe gaben, aufzufallen: »Bei allen anderen bestand die Familie aus Teilnehmern der Geschichte, bei mir nur aus ihren Untermietern«.
In einer leichten, dichtgewebten poetischen Sprache, die von sinnlicher und intellektueller Anschauung zehrt, fügt Maria Stepanova ihre Fundstücke zu einem Panorama der Epoche.
Prädestiniert, Opfer von Verfolgung und Repressionen zu werden, haben alle ihre Verwandten es geschafft, die Schrecken des 20. Jahrhundert zu überleben. Wie war das möglich? Aus dieser Frage ist ein unvergleichliches Buch entstanden.

Inhaltsverzeichnis

Fremde Tagebücher
Anfänge
Einige Fotos
Sex unter Toten
Zwischenkapitel - 1942 oder 1943
Das Aleph und die Folgen
Love interest
Facetten der Ungerechtigkeit
Zwischenkapitel - 1930
Defekte und Diversionen
Zwischenkapitel - 1934
Die Frage der Wahl
Das Jiddl taucht unter
Zwischenkapitel - 1905-1915
Goldchain addiert, Woodman subtrahiert
Mandelstam verwirft, Sebald verwahrt
Zwischenkapitel - 1947
Einerseits, andererseits
Charlotte oder Der Ungehorsam
Zwischenkapitel - 1980, 1982, 1983, 1985
Jakobs Stimme, Esaus Foto
Ljodik oder Das Schweigen
Joseph oder Der Gehorsam
Was ich nicht weiß
Seinem Schicksal entgeht man nicht
Ljonja aus dem Kinderzimmer
Jungen und Mädchen
Die Tochter des Fotografen

Über den Autor / die Autorin

Maria Stepanova, 1972 in Moskau geboren, ist die international erfolgreichste russische Dichterin der Gegenwart. Für ihr umfangreiches lyrisches und essayistisches Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Prosadebüt
Nach dem Gedächtnis
(2018) wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie lebt zurzeit in Berlin.

Olga Radetzkaja, 1965 in Amberg geboren, hat u.a. Werke von Julius Margolin, Viktor Schklowskij, Polina Barskova und Boris Poplavskij übersetzt. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Brücke Berlin Preis 2020 (zusammen mit Maria Stepanova).

Zusammenfassung

Ein Buch macht Furore, ein neues Genre ist erfunden: der »Metaroman«. Liebesgeschichten und Reiseberichte, Reflexionen über Fotografie, Erinnerung und Trauma verschmilzt die Stimme der Autorin zu einer spannungsvollen essayistischen Erzählung. Im Zentrum steht eine weitverzweigte jüdisch-russisch-europäische Familie von Ärzten, Architekten, Bibliothekaren, Buchhaltern und Ingenieuren, die in unzivilisierten, gewaltgeprägten Zeiten ein stilles, unspektakuläres Leben führen wollten.

Maria Stepanova durchmisst einen Gedächtnisraum, in dem die Linien des privaten Lebens haarscharf an den Abbruchkanten der Epochenlandschaft entlangführen. Sie sichtet Dinge aus »der Bibliothek einer anderen, untergegangenen visuellen Kultur«, hinterlassen von Menschen, die sich wenig Mühe gaben, aufzufallen: »Bei allen anderen bestand die Familie aus Teilnehmern der Geschichte, bei mir nur aus ihren Untermietern«.

In einer leichten, dichtgewebten poetischen Sprache, die von sinnlicher und intellektueller Anschauung zehrt, fügt Maria Stepanova ihre Fundstücke zu einem Panorama der Epoche.
Prädestiniert, Opfer von Verfolgung und Repressionen zu werden, haben alle ihre Verwandten es geschafft, die Schrecken des 20. Jahrhundert zu überleben. Wie war das möglich? Aus dieser Frage ist ein unvergleichliches Buch entstanden.

Zusatztext

»Nach dem Gedächtnis von Maria Stepanova ist das mit großem Abstand beste Buch in russischer Sprache des Jahres 2017. Stepanova schreibt ein Russisch wie niemand sonst.«

Bericht

»Gegenstand dieses Buches ist ... in erster Linie die Reflexion einer Suche nach deren verbliebenen Spuren. Es beschreibt das Bemühen darum, etwas einzufangen und zu bewahren, das längst verloren ist, und thematisiert gleichzeitig das Wissen um die Vergeblichkeit des Vorhabens. Ein beharrliches, und herrliches, 'Trotzdem!' ... « Katharina Granzin Frankfurter Rundschau 20190227

Produktdetails

Autoren Maria Stepanova
Mitarbeit Olga Radetzkaja (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Originaltitel Pamjati pamjati
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 01.01.2019
 
EAN 9783518428290
ISBN 978-3-518-42829-0
Seiten 527
Abmessung 134 mm x 212 mm x 40 mm
Gewicht 636 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Fotografie, Russische SchriftstellerInnen: Werke (div.), Gedächtnis, Russland, Biografien: allgemein, Sowjetunion, Literarische Essays, Familiengeschichte, Biografien und Sachliteratur, Susan Sontag, Sebald, Postmemory, Metaroman, Siegfried-Unseld-Gastprofessur, auseinandersetzen, leichtlesen

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