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Fr. 44.00

Zusammen alleine - Alltag in Winterthurer Kinder- und Jugendheimen 1950-1990

Deutsch, Schweizerdeutsch · Fester Einband

2-3 Tage

Beschreibung

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Im 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Zehntausende Kinder und ­Jugendliche in Pflegefamilien und Heimen platziert. Das Kindeswohl und die individuelle Entwicklung der Heranwachsenden waren dabei oft nachrangig. Für viele betroffene Kinder und Jugendliche war das Aufwachsen im Heim mit der Erfahrung von Isolation und einem Mangel an Zuwendung verbunden. Als sogenannte Heimkinder bekamen sie lediglich eine rudimentäre Schul- und Berufsbildung. Eine unbekannte Zahl wurde Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch.
Für dieses Neujahrsblatt der Stadtbibliothek arbeiteten Forscherinnen und Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Departement Soziale Arbeit, im Auftrag der Stadt die Geschichte der Winterthurer Kinder- und Jugendheime zwischen 1950 und 1990 auf. Um aus ihrer Geschichte zu lernen, wünschte die Auftraggeberin ausdrücklich keine Heile-Welt-Darstellung, die schwierige Kapitel ausklammert.
Die Erfahrungen der ehemaligen Heimkinder stehen dabei im Zentrum. Im Buch kommen sie durch zahlreiche Zitate aus den mit ihnen geführten Interviews zu Wort. Ergänzt werden ihre Perspektiven durch Berichte früherer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Heimerziehung in Winterthur wird zudem anhand von Archiv- und Bildmaterial dargestellt.

Inhaltsverzeichnis










Vorwort

Einleitung

Teil 1

Winterthurer Kinder- und Jugendheime im gesellschaftlichen Kontext, 1950-1990
Nadja Ramsauer, Alessandra Staiger Marx

Kinder- und Jugendfürsorge in der Industriestadt Winterthur
Heimeinweisende Behörden, Vereine und ein Seitenblick auf das Kinderheim Büel
Deutungsweisen von Vormundschaftsbehörden und ein Seitenblick auf das Mädchenheim Sunnehus

Vom Waisenhaus Winterthur zum Kinder- und Jugendheim Oberwinterthur: Heimerziehung 1950-1990
Paternalistische Heimerziehung im Waisenhaus der 1950er und 60er Jahre
Umbruch und neue Wege in der Heimerziehung nach 1968

Teil 2

Heimalltag aus der Sicht von ehemaligen Heimkindern und Mitarbeitenden
Clara Bombach, Thomas Gabriel, Samuel Keller

Interviewpartnerinnen und -partner

Prägende Räume und Orte im und ums Heim
«Die elendlange Träkt»

Heimalltag in Takt und Routine
«Da isch alles durreorganisiert gsi»

Die («unmoralische») Herkunft der Kinder
«Eusi Muetter isch nöd e Nutte gsi»

Die Mitarbeitenden im Heim
«Die händ ja alles mitübercho»

Erziehungsvorstellungen
«Du muesch! Du muesch! Das muesch! Säb muesch!»

Machtmissbrauch: schwere körperliche Gewalt und sexuelle Übergriffe
«Die ganz schlimme Sache, die sind im Verschteckte passiert»

Die Kinder und Jugendlichen im Heim
«D Huusordnig vom Heim isch nid di glich gsi, wiä d Huusordnig vo üs»

Heimkind sein
«Das hett mer natürlich au vo usserhalb z gschpüre übercho, dass Heimchind minderwertig sind»

Anmerkungen

Bibliografie

Zusammenfassung

Im 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Zehntausende Kinder und ­Jugendliche in Pflegefamilien und Heimen platziert. Das Kindeswohl und die individuelle Entwicklung der Heranwachsenden waren dabei oft nachrangig. Für viele betroffene Kinder und Jugendliche war das Aufwachsen im Heim mit der Erfahrung von Isolation und einem Mangel an Zuwendung verbunden. Als sogenannte Heimkinder bekamen sie lediglich eine rudimentäre Schul- und Berufsbildung. Eine unbekannte Zahl wurde Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch.
Für dieses Neujahrsblatt der Stadtbibliothek arbeiteten Forscherinnen und Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Departement Soziale Arbeit, im Auftrag der Stadt die Geschichte der Winterthurer Kinder- und Jugendheime zwischen 1950 und 1990 auf. Um aus ihrer Geschichte zu lernen, wünschte die Auftraggeberin ausdrücklich keine Heile-Welt-Darstellung, die schwierige Kapitel ausklammert.
Die Erfahrungen der ehemaligen Heimkinder stehen dabei im Zentrum. Im Buch kommen sie durch zahlreiche Zitate aus den mit ihnen geführten Interviews zu Wort. Ergänzt werden ihre Perspektiven durch Berichte früherer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Heimerziehung in Winterthur wird zudem anhand von Archiv- und Bildmaterial dargestellt.

Zusatztext

Im 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Zehntausende Kinder und ­Jugendliche in Pflegefamilien und Heimen platziert. Das Kindeswohl und die individuelle Entwicklung der Heranwachsenden waren dabei oft nachrangig. Für viele betroffene Kinder und Jugendliche war das Aufwachsen im Heim mit der Erfahrung von Isolation und einem Mangel an Zuwendung verbunden. Als sogenannte Heimkinder bekamen sie lediglich eine rudimentäre Schul- und Berufsbildung. Eine unbekannte Zahl wurde Opfer von Gewalt oder sexuellem Missbrauch. Für dieses Neujahrsblatt der Stadtbibliothek arbeiteten Forscherinnen und Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Departement Soziale Arbeit, im Auftrag der Stadt die Geschichte der Winterthurer Kinder- und Jugendheime zwischen 1950 und 1990 auf. Um

Produktdetails

Autoren Clara Bombach, Thomas Gabriel, Samuel Keller, Nadja Ramsauer, Alessandra Staiger Marx
Verlag Chronos Verlag
 
Serie Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Winterthur
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Regional- und Ländergeschichte
Sprache Deutsch, Schweizerdeutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 28.02.2018
 
EAN 9783034014304
ISBN 978-3-0340-1430-4
Seiten 221
Abmessung 216 mm x 217 mm x 21 mm
Gewicht 836 g

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