Mehr lesen
Die Globalisierung war eine wunderbare Idee. Nachdem die politische Spaltung in Ost und West überwunden war, schien der friedlichen Kooperation aller Menschen nichts mehr im Wege zu stehen. Würde man nur alle Hürden aus dem Weg räumen, so die liberale Vorstellung, bildete sich eine spontane Ordnung, die den Traum vom freien und wohlhabenden Erdenbürger wahr werden ließe. Doch nach der großen Krise, nach Trump und Brexit ist das Projekt gescheitert. Die liberale Wirtschaftstheorie ist prinzipiell ungeeignet, die Dynamik einer Marktwirtschaft zu verstehen und valide politische Empfehlungen zu geben. Weder für die globale Kooperation der Nationen noch für die angemessene nationale Politik gibt es heute ein tragfähiges Konzept. Die Autoren zeigen, wie man das auf der Basis einer modernen Wirtschaftstheorie schafft.
Inhaltsverzeichnis
Globalisierung und Digitalisierung - die Herausforderungen unserer Zeit
Warum ist die liberale Globalisierung gescheitert?
Was verlangt die Globalisierung?
Digitalisierung als Bedrohung?
Die Scheinantworten des Liberalismus
Der demokratische Staat und die Gesamtwirtschaft
Geld, Kapital und Arbeit
Demokratie und Nationalstaat
Grundzüge einer neuen Ökonomik
Der Neoliberalismus als Regression
Der Arbeitsmarkt ist kein Markt
Funktionslose Ungleichheit
Funktionslose Gewinne
Finanzmärkte produzieren falsche Preise
Geld als Domäne des Staates
Geld, Banken und unternehmerische Haftung
Geld als Ware und der Monetarismus
Der Staat und die Zentralbank
Die europäische Krise ist keine »Staatsschuldenkrise«
Moderne Wirtschaftspolitik und die Rolle des Staates
Welche Aufgaben stellt die Globalisierung der Wirtschaftspolitik?
Rückbesinnung auf die Bedeutung von Arbeit
Eine neue Rollenverteilung für die Wirtschaftspolitik
Klimawandel und Umweltschutz
Über den Autor / die Autorin
Heiner Flassbeck arbeitet seit 2000 bei der United Nations Conference on Trade and Development in Genf, seit August 2003 ist er dort Direktor der Division on Globalization and Development Strategies. 1998 1999 Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. Im März 2005 Ernennung zum Honorarprofessor an der Universität Hamburg.
Zusammenfassung
Die Globalisierung war eine wunderbare Idee. Nachdem die politische Spaltung in Ost und West überwunden war, schien der friedlichen Kooperation aller Menschen nichts mehr im Wege zu stehen. Würde man nur alle Hürden aus dem Weg räumen, so die liberale Vorstellung, bildete sich eine spontane Ordnung, die den Traum vom freien und wohlhabenden Erdenbürger wahr werden ließe. Doch nach der großen Krise, nach Trump und Brexit ist das Projekt gescheitert. Die liberale Wirtschaftstheorie ist prinzipiell ungeeignet, die Dynamik einer Marktwirtschaft zu verstehen und valide politische Empfehlungen zu geben. Weder für die globale Kooperation der Nationen noch für die angemessene nationale Politik gibt es heute ein tragfähiges Konzept. Die Autoren zeigen, wie man das auf der Basis einer modernen Wirtschaftstheorie schafft.
Zusatztext
»Das Buch ist nicht nur hochaktuell, gut geschrieben und flott zu lesen, das Herzstück des Theorieansatzes zur Geldpolitik hat es zudem in sich.«
Bericht
»Flassbeck [und] Steinhardt räumen mit neoklassischen Wirtschaftsdogmen auf.« Bernhard Schulz Der Tagesspiegel 20180719