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Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen. Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Nicht nur Die Baugrube, auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman Tschewengur, durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen.
Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weißen teilgenommen. Kopjonkin ist auf dem Ross »Proletarische Kraft« unterwegs, auf der Suche nach dem Grab Rosa Luxemburgs, in deren Namen er Heldentaten begehen will. Soll das, was ihnen unterwegs begegnet, die Verwirklichung der sozialistischen Idee sein? Erst nach der Trennung von Kopjonkin kommt Sascha auf die richtige Spur. In der Steppenstadt Tschewengur soll der Kommunismus bereits angebrochen sein.
Wie elf Bolschewiki und ihr Führer dort die Bourgeoisie vernichten und mit der bettelarmen Bevölkerung das Paradies aufbauen, wird als Geschichte eines gigantischen Scheiterns erzählt. Melancholie und Dunkelheit liegen über der Natur und der Stadt: »In die Tiefe der angebrochenen Nacht gingen ein paar Menschen aus dem Kommunismus ins Ungewisse.«

Inhaltsverzeichnis

Tschewengur
Anhang
Anmerkungen
Der Abend der Revolution: Zu Andrej Platonows Tschewengur
Eine Welt, erschaffen aus bodenloser Sprache: Gespräch über Tschewengur
Chronik zu Leben und Werk
Editorische Notiz
Biographien

Über den Autor / die Autorin

Dzevad Karahasan wurde 1953 in Duvno geboren. Der Erzähler, Essayist und Dramatiker gilt als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Bosniens. Sein Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen u.a. "Der östliche Diwan" (1993), "Tagebuch der Aussiedlung" (1993), "Schahrijars Ring" (1997). Er lebt in Graz und Sarajevo.

Zusammenfassung


Nicht nur
DieBaugrube
, auch das zweite Hauptwerk Andrej Platonows, der Roman
Tschewengur
, durfte in der Sowjetunion nicht erscheinen. Er habe nichts anderes versucht, als den Anfang der kommunistischen Gesellschaft darzustellen, schreibt der Autor an den mächtigen Maxim Gorki. Das Buch, so die Antwort, sei inakzeptabel, denn die Helden würden nicht als Revolutionäre, sondern als komische Käuze und Halbverrückte wahrgenommen.

Don Quijote und Sancho Pansa durchstreifen die Steppe Südrusslands: Sascha Dwanow hat als Heizer an den Kämpfen der Roten Armee gegen die Weißen teilgenommen. Kopjonkin ist auf dem Ross »Proletarische Kraft« unterwegs, auf der Suche nach dem Grab Rosa Luxemburgs, in deren Namen er Heldentaten begehen will. Soll das, was ihnen unterwegs begegnet, die Verwirklichung der sozialistischen Idee sein? Erst nach der Trennung von Kopjonkin kommt Sascha auf die richtige Spur. In der Steppenstadt Tschewengur soll der Kommunismus bereits angebrochen sein.
Wie elf Bolschewiki und ihr Führer dort die Bourgeoisie vernichten und mit der bettelarmen Bevölkerung das Paradies aufbauen, wird als Geschichte eines gigantischen Scheiterns erzählt. Melancholie und Dunkelheit liegen über der Natur und der Stadt: »In die Tiefe der angebrochenen Nacht gingen ein paar Menschen aus dem Kommunismus ins Ungewisse.«

Zusatztext

»In der glänzenden Übersetzung von Renate Reschke (nach der Erstveröffentlichung 1990 neu überarbeitet) gibt es kaum eine Seite ohne sprachlich überraschende, oft rätselhafte, auch bei fürchterlichem Inhalt lyrisch schöne Sätze, die man nicht nur einmal lesen möchte.«

Bericht

»Die poetische Eindringlichkeit, mit der Platonow seine surrealistische Vision entwickelt, ist [...] Beleg einer großen Ernsthaftigkeit, einer tiefen, echten Sehnsucht, die völlig konträr zur Aura des Absurden steht, von der viele Geschehnisse und die meisten Dialoge dieses Romans gekennzeichnet sind.« Katharina Granzin taz. die tageszeitung 20180714

Produktdetails

Autoren Andrej Platonow
Mitarbeit Dževad Karahasan (Nachwort), Ingo Schulze (Nachwort), Renate Reschke (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 16.04.2018
 
EAN 9783518428030
ISBN 978-3-518-42803-0
Seiten 581
Abmessung 135 mm x 214 mm x 35 mm
Gewicht 615 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur

Kommunismus, Russische SchriftstellerInnen: Werke (div.), Revolution, Russische Literatur, Russische Revolution, Osteuropa, Bürgerkrieg, Südrußland, eintauchen, Jeanette Schocken Preis 2019, Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main 2020

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