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Im Namen der Dinge - Zweisprachige Ausgabe

Deutsch, Französisch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Die Dingwelt selbst zum Sprechen bringen: Ob Kieselstein, Garnele, Schmetterling oder Auster - Ponges Maxime ist es, die Gedanken und Meinungen des Dichters hinter den Gegenständen zum Verschwinden zu bringen, um deren eigentliches Wesen sichtbar zu machen. So heißt es über die Kerze: »Manchmal entzündet sich in der Nacht eine seltsame Pflanze, deren Schein die möblierten Zimmer in Schattenmassive zerteilt. Ihr Goldblatt steht in der Höhlung eines Alabastersäulchens reglos an tiefschwarzem Stiel.« Ponge beschreibt die Dinge nicht, er überführt sie in eine sprachliche Form, um sie dort erst zum Leben zu erwecken.
Jean-Paul Sartre verfasste 1944, von Ponge inspiriert, den Essay Der und Mensch und die Dinge und verhalf dem Dichter so zu großer Bekanntheit. Der französische Titel Le Parti pris des choses lässt sich auch als »Parteinahme für die Dinge« verstehen. Unter dem Eindruck der Weltkriege und der einhergehenden Instrumentalisierung der Sprache macht es sich Ponge zum verbindlichen Prinzip, die Dinge von vorgefassten Meinungen zu befreien und mit den Mitteln der Sprache zu deren Eigenleben vorzudringen.
Mit seiner Dichtung ebnete Ponge den Weg für die großen sprachkritischen Theorien von Roland Barthes bis Jacques Derrida. In Deutschland zeigte sich vor allem Peter Handke stark beeinflusst, der Ponges Das Notizbuch vom Kiefernwald und La Mounine ins Deutsche übertrug. Francis Ponge gilt als einer der angesehensten Dichter im Frankreich der Nachkriegsjahre und erhielt für sein Werk zahlreiche Preise.
Dieses Buch ist Teil der Reihe Französische Bibliothek.
Sie ist in Zusammenarbeit zwischen der Académie de Berlin und dem Suhrkamp Verlag entstanden. Gemeinsam wollen sie auf bedeutende, aber fast vergessene Werke der modernen französischen Literatur aufmerksam machen - die Französische Bibliothek soll dazu als Kompass dienen und als Anregung, sich immer wieder aufs Neue für französische Literatur in deutscher Sprache zu begeistern.

Zusammenfassung


Die Dingwelt selbst zum Sprechen bringen: Ob Kieselstein, Garnele, Schmetterling oder Auster – Ponges Maxime ist es, die Gedanken und Meinungen des Dichters hinter den Gegenständen zum Verschwinden zu bringen, um deren eigentliches Wesen sichtbar zu machen. So heißt es über die Kerze: »
Manchmal entzündet sich in der Nacht eine seltsame Pflanze, deren Schein die möblierten Zimmer in Schattenmassive zerteilt. Ihr Goldblatt steht in der Höhlung eines Alabastersäulchens reglos an tiefschwarzem Stiel
.« Ponge beschreibt die Dinge nicht, er überführt sie in eine sprachliche Form, um sie dort erst zum Leben zu erwecken.


Jean-Paul Sartre verfasste 1944, von Ponge inspiriert, den Essay
Der und Mensch und die Dinge
und verhalf dem Dichter so zu großer Bekanntheit. Der französische Titel
Le Parti pris des choses
lässt sich auch als »Parteinahme für die Dinge« verstehen. Unter dem Eindruck der Weltkriege und der einhergehenden Instrumentalisierung der Sprache macht es sich Ponge zum verbindlichen Prinzip, die Dinge von vorgefassten Meinungen zu befreien und mit den Mitteln der Sprache zu deren Eigenleben vorzudringen.


Mit seiner Dichtung ebnete Ponge den Weg für die großen sprachkritischen Theorien von Roland Barthes bis Jacques Derrida. In Deutschland zeigte sich vor allem Peter Handke stark beeinflusst, der Ponges
Das Notizbuch vom Kiefernwald und La Mounine
ins Deutsche übertrug. Francis Ponge gilt als einer der angesehensten Dichter im Frankreich der Nachkriegsjahre und erhielt für sein Werk zahlreiche Preise.


Dieses Buch ist Teil der Reihe
Französische Bibliothek
.


Sie ist in Zusammenarbeit zwischen der Académie de Berlin und dem Suhrkamp Verlag entstanden. Gemeinsam wollen sie auf bedeutende, aber fast vergessene Werke der modernen französischen Literatur aufmerksam machen – die
Französische Bibliothek
soll dazu als Kompass dienen und als Anregung, sich immer wieder aufs Neue für französische Literatur in deutscher Sprache zu begeistern.

Produktdetails

Autoren Francis Ponge
Mitarbeit Gerd Henninger (Übersetzung)
Verlag Suhrkamp
 
Originaltitel Le Parti pris des choses. Le parti pris des choses
Sprache Deutsch, Französisch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 19.10.2017
 
EAN 9783518469033
ISBN 978-3-518-46903-3
Seiten 106
Abmessung 135 mm x 215 mm x 7 mm
Gewicht 153 g
Serien suhrkamp taschenbuch
Suhrkamp Taschenbücher
Französische Bibliothek
Suhrkamp Taschenbücher
suhrkamp taschenbuch
Französische Bibliothek
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

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