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Ein Benediktinermönch im Dienste seines Ordens - Bernard Kälins Wirken als Rektor, Abt und Abtprimas, 1941–1962

Deutsch · Taschenbuch

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Bernard Kälins Leben und Wirken als �Benediktinermönch, Lehrer, Abt und Abt�primas, sein Denken und Handeln sowie seine Sicht auf die Welt waren geprägt von der Aus�einandersetzung mit der katholischen �Kirche und ihrer Lehre, dem Ordensleben und der Religion in verschiedenen Bereichen. Anhand seiner Biografie wird dem Spannungsverhältnis zwischen kon�fessionellem Selbstverständnis und moderner Welt, zwischen Individuum, Religion und Gesellschaft im 20. Jahrhundert nachgespürt.

1887 in Einsiedeln-Trachslau zur Welt gekommen, trat Kälin 1908 ins Kloster Muri-Gries bei Bozen ein. Nach dem Ordensgelübde 1909 studierte er Theologie und empfing 1912 die Priesterweihe. Es folgte ein Studium der Philosophie in Freiburg im Üchtland, wo er 1918 mit einer Arbeit über die Erkenntnislehre des heiligen Augustinus promovierte. 1913-1945 war Kälin als Lehrer am Kollegium in Sarnen tätig und hatte zudem von 1929 bis 1945 das Amt des Rektors inne. Mit der Wahl zum Abt des Klosters ging er 1945 zurück nach Gries. Nach nur zwei Jahren wurde er 1947 von der Äbtekonferenz zum Abtprimas des Benediktinerordens berufen, was einen Umzug nach Rom bedeutete. Während zwölf Jahren übte Kälin dieses Amt aus und unternahm viele Reisen zu Benediktinerklöstern weltweit. 1959 lehnte er eine Wiederwahl ab und kehrte in die Schweiz zurück, wo er zuerst in Sarnen und später im Hospiz in Muri lebte. Ab 1960 stand Kälin in Kontakt mit der konservativen protestantischen Friedens- und Erweckungsbewegung Moralische Aufrüstung. Er starb am 20. Oktober 1962 in Muri und wurde in Sarnen beigesetzt.


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Biografische Eckdaten

Erziehung, Bildung, Jugend: Konfessionelle Erziehung als Herausforderung

Katholische Erziehung an Ordensschulen und das Kollegium Sarnen
Zwischen Sarnen und Gries: Lehrer und Rektor in Sarnen 1941–1945
Vorstellungen und Auffassungen von Erziehung und Erziehungskonzepten

Ordensleben und Ordenspersonen: Aufgabe und Rolle von Benediktinerklöstern in der Moderne

An der Spitze des Klosters Muri-Gries und des Benediktinerordens: Abt und Abtprimas 1945–1959
Ordenspersonen und die Rolle von Benediktinerklöstern

Bewegung Moralische Aufrüstung: Engagement zur Verbesserung
des Katholizismus

Entstehung und Grundprinzipien
Die katholische Kirche und die Moralische Aufrüstung
Engagement in der Moralischen Aufrüstung 1960–1962

Fazit

Quellen und Literatur

Zusammenfassung

Bernard Kälins Leben und Wirken als ­Benediktinermönch, Lehrer, Abt und Abt­primas, sein Denken und Handeln sowie seine Sicht auf die Welt waren geprägt von der Aus­einandersetzung mit der katholischen ­Kirche und ihrer Lehre, dem Ordensleben und der Religion in verschiedenen Bereichen. Anhand seiner Biografie wird dem Spannungsverhältnis zwischen kon­fessionellem Selbstverständnis und moderner Welt, zwischen Individuum, Religion und Gesellschaft im 20. Jahrhundert nachgespürt.

1887 in Einsiedeln-Trachslau zur Welt gekommen, trat Kälin 1908 ins Kloster Muri-Gries bei Bozen ein. Nach dem Ordensgelübde 1909 studierte er Theologie und empfing 1912 die Priesterweihe. Es folgte ein Studium der Philosophie in Freiburg im Üchtland, wo er 1918 mit einer Arbeit über die Erkenntnislehre des heiligen Augustinus promovierte. 1913–1945 war Kälin als Lehrer am Kollegium in Sarnen tätig und hatte zudem von 1929 bis 1945 das Amt des Rektors inne. Mit der Wahl zum Abt des Klosters ging er 1945 zurück nach Gries. Nach nur zwei Jahren wurde er 1947 von der Äbtekonferenz zum Abtprimas des Benediktinerordens berufen, was einen Umzug nach Rom bedeutete. Während zwölf Jahren übte Kälin dieses Amt aus und unternahm viele Reisen zu Benediktinerklöstern weltweit. 1959 lehnte er eine Wiederwahl ab und kehrte in die Schweiz zurück, wo er zuerst in Sarnen und später im Hospiz in Muri lebte. Ab 1960 stand Kälin in Kontakt mit der konservativen protestantischen Friedens- und Erweckungsbewegung Moralische Aufrüstung. Er starb am 20. Oktober 1962 in Muri und wurde in Sarnen beigesetzt.

Produktdetails

Autoren Martina Roder
Verlag Chronos
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 31.10.2017
 
Seiten 72
Abmessung 170 mm x 250 mm x 10 mm
Gewicht 205 g
Serien Murensia
Murensia
Themen Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Regional- und Ländergeschichte

Benediktiner, Abtei, Muri

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