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Als die Träume in den Himmel stiegen - Roman

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan

»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«

Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen.
Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns - bis zum Schluss.«

»Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE

»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times

Über den Autor

Nach einem Sprachstudium in Cambridge war Laura McVeigh Direktorin des »Global Girls Funds«, der sich für Gleichberechtigung und Bildungschancen für Mädchen weltweit einsetzt. Unter anderem reiste sie dabei auch nach Afghanistan. Später wurde sie Vorsitzende des Internationalen PEN-Clubs. Die Autorin stammt aus Irland und lebt mit ihrer Familie in London. »Als die Träume in den Himmel stiegen« ist ihr Debütroman, der in zahlreichen Ländern erschien.Susanne Goga-Klinkenberg studierte Literaturübersetzen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und arbeitet seit 1995 als freie Übersetzerin. Bisher hat sie rund 60 Werke aus dem Englischen und Französischen übersetzt. Unter ihrem Geburtsnamen Susanne Goga veröffentlicht sie ihre Romane. Sie ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. 

Zusammenfassung

Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan

»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«

Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen.
Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?

»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.«

»Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE

»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times

Bericht

Eine eindrucksvolle Fluchtgeschichte [...]. Dieser schöne Roman ist äußerst empfehlenswert zu lesen. Westdeutsche Allgemeine Zeitung 20170909

Produktdetails

Autoren Laura McVeigh
Mitarbeit Susanne Goga-Klinkenberg (Übersetzung)
Verlag FISCHER Taschenbuch
 
Sprache Deutsch
Produktform Taschenbuch
Erschienen 27.07.2017
 
EAN 9783596299706
ISBN 978-3-596-29970-6
Seiten 352
Abmessung 146 mm x 216 mm x 27 mm
Gewicht 423 g
Serien Fischer Taschenbücher
Fischer Taschenbücher
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Reise, Transsibirische Eisenbahn, Afghanistan, Hindukusch, Flucht, Zug, Moderne und zeitgenössische Belletristik, Belletristik in Übersetzung, Flüchtlinge, Kabul, Taliban, Zugfahrt, drachenläufer, Hosseini

Kundenrezensionen

  • Unheimlich bedrückend und erschreckend...trotzdem

    Am 09. August 2017 von Bosni geschrieben.

    Gemeinsam mit ihrer Familie ist Samar auf der Flucht aus Afghanistan. Sie reisen mit der Transsibirischen Eisenbahn immer hin und her, bis sie den richtigen Ort für ihr neues Leben finden. Während der Fahrt erzählt Samar dem Zugbegleiter Napoleon ihre Geschichte… „Als die Träume in den Himmel stiegen“ von Laura McVeigh ist ein Buch, bei dem ich schon nur bei der Beschreibung wusste: Das muss ich haben! Das Cover finde ich wunderschön, gemeinsam mit dem Titel macht es allerdings irgendwie einen etwas traurigen Eindruck. So als hätte das kleine Mädchen überhaupt keine Chance jemals ihre Träume zu verwirklichen. Über die Geschichte selbst möchte ich nicht zu viel verraten, da man möglichst unvoreingenommen an sie herangehen sollte. Aber die Geschichte ist insgesamt betrachtet unglaublich traurig, erschütternd, berührend und manchmal aber auch hoffnungsvoll. Die gesamte Geschichte wird aus Samars Sicht erzählt, wobei sie immer wieder zwischen der Gegenwart im Zug und ihrer Vergangenheit hin und her wechselt. Das ist anfangs etwas verwirrend, zum Verständnis der Geschichte aber unbedingt nötig. Etwas gestört hat mich die Tatsache, dass im Laufe der Geschichte viele Fragen aufgeworfen werden, einige davon aber bis zum Schluss ungeklärt blieben. Es waren zwar Fakten, die nicht so wichtig wären, jedoch hätte ich mir einfach trotzdem eine Antwort gewünscht. Ob die Story selbst realistisch ist, möchte ich nicht beurteilen. Denn Samar lebt in einer völlig anderen Kultur, die teilweise für mich auch nicht 100%-tig greifbar war. Manchmal allerdings ging es mir etwas zu schnell. Es passieren zu viele Dinge in zu wenige Zeit (=Buchseiten), obwohl sich die gesamte Geschichte über ca. 10 Jahre zieht. Alles in Allem ist „Als die Träume in den Himmel stiegen“ ein unheimlich berührendes Buch, welches man nach der Lektüre definitiv erst einmal etwas verarbeiten muss, so sehr nimmt es den Leser mit. Mich konnte es vollständig in seinen Bann ziehen und bekommt daher eine absolute Leseempfehlung von mir.

  • Sehr berührendes Buch

    Am 09. August 2017 von diebuchrezension geschrieben.

    Dieses Buch hat mich innerlich zerrissen. Der Anfang war ein wenig verwirrend und sehr konfus geschrieben, sodass ich die Orte und Geschehnisse und Personen kaum auseinanderhalten konnte. Als ich mich nach ungefähr 100 Seiten eingelesen hatte, fielen mir Kleinigkeiten und Unstimmigkeiten in der erzählten Geschichte auf. Samar tritt immer mehr in den Vordergrund. Zwar werden alle Personen sehr gut und detailliert beschrieben, aber Samar ist die Hauptfigur. Sie ist stark und mutig, aber gleichzeitig auch einsam, zerbrechlich und verletzt. Die Flucht aus dem Haus in Kabul wird sehr gut und bildlich beschrieben. Die Erzählzeit wechselt immer wieder. Vor allem am Anfang war es schwierig auseinander zu halten, ob wir nun in der Gegenwart oder der Vergangenheit sind. Die Unterscheidung war auch zum Schluss nicht immer ganz leicht, aber da waren die beiden Zeiten nicht mehr so weit auseinander und der Zusammenhang hat sich mir leichter erschlossen. In diesem Buch, dass sie über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren erstreckt, geht es um die Politischen und gesellschaftliche Situation in Afghanistan. Kabul, und letzten Endes auch der Rest von Afghanistan hat sich mit dem Auftauchen der Taliban sehr stark verändert. Man konnte niemandem mehr trauen. Zu diesem Thema hätte ich mir persönlich auch noch mehr Informationen gewünscht, aber ich denke, dass ich die einfach jetzt im Nachhinein noch recherchieren werde. Jeder, der dieses Buch liest, sollte sich darüber im Klaren sein, dass einige Stellen sehr traurig sind – Taschentuchgefahr. Dennoch hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn nicht alle Fragen, die im Buch aufkommen geklärt werden. Es gibt viele Andeutungen, aber manche werden einfach nicht weiter ausgeführt. Dieses Buch behandelt einige aktuelle und sehr brisante Themen mit sehr viel Feingefühl. Ich finde, dass gerade nach den letzten Anschlägen und Kämpfen in Afghanistan dieses Buch aktueller ist als viele andere Bücher und der Leser alltägliche Situationen geschildert bekommt. Dieses Buch könnte eine Hilfe für viele sein, die kein Verständnis für die Flüchtlinge aufbringen, die dringend Hilfe benötigen.

  • Eine schreckliche Reise in eine bessere Welt

    Am 09. August 2017 von Lagoona geschrieben.

    Das Menschen auf der Flucht sind, das ist heutzutage ein aktuelles Thema. Wie schrecklich, wenn man gezwungen ist die eigene Heimat zu verlassen, weil sie einfach nicht mehr sicher ist. Samar ist ein kleines Mädchen aus Kabul mit einer großen Familie. "Als die Träume in den Himmel stiegen " erzählt von Samars "Reise" in eine bessere Welt. Wobei man in diesem Falle "Reise" hier wirklich nicht als das verstehen darf, was wir uns unter dem Begriff normalerweise vorstellen würden. Flucht würde vermutlich besser passen. Samars Geschichte erzählt von Angst, Trauer, Verlust, Verzicht, Brutalität und sehr sehr viel Grausamkeit. Wer dieses Buch in die Hand nimmt muss darauf gefasst sein, dass es sich hierbei um keinen schönen Reisebericht handelt, sondern, dass durchaus auch Szenen auf einen zukommen, die in ihrer Brutalität nicht wirklich angenehm sind zu lesen. Mein Fazit: Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich mir unter dem Titel doch ein bisschen etwas anderes vorgestellt habe. Auch nach dem Klappentext war ich nicht wirklich gut darauf vorbereitet, was mich in diesem Buch erwartet hat. Mir war es insgesamt einfach zu grausam. Die vielen Zeitsprünge empfand ich teilweise als verwirrend. Ich weiß, es ist ein sehr heikles Thema an welches sich die Autorin da heran gewagt hat, dennoch hätten einige Szenen vielleicht nicht ganz so brutal umschrieben werden müssen. Dieses Buch konnte mich nicht überzeugen, von daher diesmal leider nur zwei Sternchen.

  • Flucht und Verdrängung

    Am 07. August 2017 von Thoras Bücherecke geschrieben.

    Inhalt/Klappentext: Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan »Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.« Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen. Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen? »Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.« »Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE »Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times Meine Meinung: Schöner Roman. Er behandelt ein sehr aktuelles Thema. Der Schreibstil ist etwas besonderes. Die verschiedenen und verwirrenden Stränge machen das Lesen etwas schwierig. Ich hatte Mühe ihr zu folgen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch. Ganz besonders Samar. Sie ist eine starke Persönlichkeit. Samars Entwicklung gefällt mir sehr gut. Sie erzählt ihre traurige Geschichte und lässt den Leser ihre Emotionen miterleben. Der Abschluss gefällt mir nicht so gut. Er lässt viele Fragen offen und ich habe das Gefühl es fehlt einfach noch etwas. Mein Fazit: Ich habe mir mehr von diesem Buch erwartet. Leider konnte ich die Geschichte nicht immer nachvollziehen.

  • Herzergreifend und erschreckend aktuell

    Am 06. August 2017 von Alais geschrieben.

    In der Transsibirischen Eisenbahn, auf der längsten Bahnstrecke der Welt, die zwei Kontinente miteinander verbindet, sitzt Samar, ein junges Mädchen, das mit seiner Familie aus Kabul flüchten musste. In Rückblicken erfahren wir ihre Geschichte … Von Anfang für sich eingenommen hat mich der ansprechende Schreibstil der Autorin. Wie eine geschickte Dichterin findet Laura McVeigh die richtigen Worte, um die Bilder aus den mir völlig fremden Erlebniswelten für mich lebendig werden zu lassen. Dabei bleiben ihre schönen, geschliffenen Sätze schlicht, ihr Schreibstil überfordert nicht, sie nimmt jeden mit – und der Übersetzerin Susanne Goga-Klinkenberg, der diese hervorragende Übertragung ins Deutsche gelungen ist, gebührt ein ganz großes Lob! In erzählerischer Hinsicht jedoch führt Laura McVeigh ihre Leser aus ihrer Komfortzone, in der sie sich gemütlich zurücklehnen und mit angemessener Betroffenheit vom Leid anderer lesen, heraus und gibt ihnen das Gefühl, selbst betroffen zu sein. Das ist brutal und sehr mutig, da es sicherlich nicht jedem gefällt, stellt aber einen genialen Schachzug dar – ich kann mich nicht erinnern, jemals beim Lesen eines Buches so viel geweint zu haben … Dies und die authentisch wirkenden Schilderungen, die sicherlich darauf zurückzuführen sind, dass Laura McVeigh die Thematik gut kennt, da sie als Menschenrechtsaktivistin in viele Länder gereist ist, sorgen dafür, dass das Buch sehr lange nachwirkt. Der Wirklichkeitsbezug ist schließlich auch beängstigend – die Zustände in Flüchtlingslagern, die Verwundbarkeit der Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen ihr Zuhause verloren haben, und die vielen verschiedenen Gefahren, mit denen sie konfrontiert sind, werden beklemmend realistisch dargestellt. Gleichzeitig hat mich die Autorin doch auch immer wieder mit wunderschönen Textstellen verzaubert, beispielsweise als die Mutter in einem Bergdorf, das zunehmend unter die Schreckensherrschaft der Taliban gerät, ihre Familie mit Gedichten und Geschichten zu trösten versucht – „und unsere Phantasie flog mit ihr hoch in den Himmel. Dies war etwas, das sie uns nicht nehmen konnten […]“ (S. 138) Ein wunderbares Buch für alle, die sich beim Lesen gerne etwas herausfordern lassen – herzergreifend erzählt und erschreckend aktuell.

  • Als die Träume in den Himmel stiegen

    Am 06. August 2017 von Landbiene geschrieben.

    Eigene Inhaltsangabe: Samar muss mit ihrer Familie aus Kabul flüchten, weil der Krieg ausbricht und es nicht mehr sicher ist. Sie flüchten zu den Großeltern in die Berge und führen vorläufig ein sicheres Leben. Doch auch da kommen die Taliban und eine unvorhersehbare Katastrophe widerfährt Samar und ihre Familie. Wird sie in die Freiheit finden? Ein Leben ohne Angst und Einschränkungen? Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Laura McVeigh lässt sich angenehm und flüssig lesen. Leider hat sie für mich aber keinerlei Emotionen rüber bringen können, obwohl die Geschichte aus Sicht von Samar in der Ich-Perspektive geschildert ist. Ich konnte leider nicht mitfiebern, weil mir der Schreibstil irgendwie zu distanziert war. Samar ist ein junges Mädel, aber die Schreibweise ist zu Erwachsen und spiegelt in der Darstellung nicht die Gefühle eines kleinen Kindes wieder. Viel zu Erwachsen meiner Meinung nach. Erzählt wird die Geschichte einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit, was mir anfangs sehr gut gefallen hat, aber später kurios und auch langweilig wird. Das Buch ist in 6 Teile aufgeteilt und die Kapitel nummeriert. Die Kapitel sinn unterschiedlich lang, wobei die Kapitel im fortschreiten des Buches in der Gegenwart immer kürzer werden und die der Vergangenheit im länger. Allgemeine Meinung: Eigentlich hatte ich großes Interesse an dem Buch, weil die Thematik sehr aktuell ist. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte von dem Mädchen das ihre Heimat verlassen musste. Die Geschichte an sich wäre auch sehr ergreifend und hat auch die brutale Realität wieder gespiegelt, jedoch hatte der Schreibstil der Autorin eine so große Distanz das ich nicht richtig an Samar und ihre Familie heran kam. Ich blieb leider (bis auf eine Szene) sehr emotionslos. Ich betrachtete das ganze eher aus der Vogelperspektive in sicherer Umgebung, anstatt bei Samar und ihren Erlebnissen zu sein. Das fand ich sehr schade. Das Buch ist nicht schlecht, aber meiner Meinung nach auch nicht gut. Man hätte es besser und vor allem mit mehr Emotionen rüber bringen können. Zudem hat die Autorin versucht mehrere Thematiken in einer Geschichte unterzubringen, was mir auch nicht gefallen hat! Im Großen und Ganzen hat es mir aber leider nicht gefallen (wenn ich mich zum weiter lesen zwingen muss, heisst das schon was), daher nur 2 von 5 Sternen!

  • Eine Reise an der man teilnehmen sollte

    Am 04. August 2017 von le_petit_renard geschrieben.

    „Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.“ Die junge Samar kommt aus Afghanistan. Sie lebte in Kabul bei einem Freund der Familie in einem gelben Haus mit ihren Eltern und ihren fünf Geschwistern. Ein schöner Ort, voller Geborgenheit, Kindheitserinnerungen und einem friedlichen Leben. Das war bevor der Krieg kam. Jetzt befindet sie sich mit ihrer Familie in der transsibirischen Eisenbahn – sie haben ihre Heimat verlassen. Samar erzählt die Geschichte ihres Lebens und es ist lohnenswert ihr zuzuhören. Der Schreibstil ist sehr schön, geschickt und macht das Buch zu einer ganz besonderen Reise. Der Leser wird mitgerissen in das Leben eines jungen Mädchens auf der Flucht. Die Autorin schafft für den Leser eine erschreckend authentische Stimmung und berührt damit zu tiefst. Schließt man die Augen, kann man sich alles genau vorstellen. Sie schreibt sehr bildlich und erleichtert dem Leser somit, sich alles vorzustellen. Ein sehr wertvolles und einzigartiges Buch. Meine volle Weiterempfehlung und somit 5 Sterne.

  • Aufwühlend

    Am 29. Juli 2017 von Josetta geschrieben.

    Wir begleiten Samar und ihre Familie auf einer Reise mit der transsibirischen Eisenbahn. Eine Reise in eine ungewisse Zukunft, einem möglichen Neuanfang. Während der Zug durch die unendlichen Weiten Russlands gleitet, erfahren wir rückblickend die aufwühlende Geschichte einer Familie, deren Alltag vom Schrecken des Krieges in Afghanistan geprägt wurde. Samar ist das vierte von 6 Kindern. Ihre früheste Kindheit verbringt das Mädchen in der Hauptstadt Kabul. Als die Stadt immer mehr in die Hände der Taliban fällt, sucht die Großfamilie Zuflucht bei Samars Großeltern in den Gebirgshöhen des Hindukuschs. Dort scheint die Welt noch friedlich zu sein. Doch auch an diesem Platz vergiftet das talibanische Gedankengut schleichend die Menschen und das Leben wird geprägt von Verboten und den irren Taten religiöser Fanatiker. Wieder muss die Familie fliehen, wieder stehen sie vor dem Nichts… Wieviel Leid kann ein Mensch erdulden? Wieviel Angst, Entbehrungen und Hoffnungslosigkeit ertragen? Samars Geschichte zeigt es uns. Und doch, zwischen all den Trümmern, gibt es die Träume, die endlich wieder etwas Glück verheißen und die Samar so oft den Weg zurück ins Leben zeigten. Einige Male konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Die Geschichte geht unter die Haut. Mein Eindruck: Das Buch wurde in 6 Teile gegliedert. Die ersten drei davon verwirrten mich teilweise. Ich staunte über vergangene Entwicklungen und wie sie zur Flucht mit dem Zug passten. Aber die Geschichte klärt sich auf, wird rund und die Puzzleteile fügen sich zusammen. Nicht jeder Leser wird damit zurechtkommen, mich jedoch faszinierte dieses Buch und ich gebe eine absolute Leseempfehlung. Selbst das wunderschöne Cover, welches mir anfangs unpassend erschien, fügte sich als Puzzleteil in die Geschichte ein. Das Ende von Samars Geschichte bleibt offen. Schade. Diese Geschichte hätte ein Happy End verdient. Laura McVeigh brachte mir die Bevölkerung und das harte Leben in Afghanistan authentisch rüber. Die Wichtigkeit der Familie, die Ehre, das Leben. Aber auch die schier aussichtslosen Fluchten der Zivilbevölkerung, die Schrecken in den Flüchtlingslagern, den Horror des Krieges. Ihr ist ein großartiger Roman gelungen. Vielen Dank, dass ich Samar und ihre Familie auf einer Strecke ihres Lebens begleiten durfte.

  • Geschichtenerzählen als Mittel des Überlebens

    Am 24. Juli 2017 von anonym geschrieben.

    Vor dem Hintergrund der zahlreichen Flüchtlinge aus u.a. Syrien, Irak, Afghanistan gewinnt das Buch an besonderer Aktualität und spricht vor allem all diejenigen an, die sich für die Geschichte Afghanistans in den 80er/90er Jahren unter dem weichenden Einfluss der Sowjets und den erstarkenden Taliban interessieren. Das Schicksal ihrer Familie in dieser Zeit bereitet uns die ca. zwölfjährige Ich-Erzählerin Samar auf. Mit ihren Eltern und mehreren Geschwistern verlässt sie fluchtartig ihr Haus in Kabul, um bei den Großeltern in einem Bergdorf im unzugänglichen Hindukusch unterzukommen, wo sie die letzten glücklichen Jahre ihrer Kindheit verbringen darf. Dann wird die Familie nach dem Erstarken der Taliban und einem schlimmen Erdbeben auseinandergerissen und Samar begibt sich auf eine Odyssee in ein pakistanisches Auffanglager, dann nach Kabul und schließlich nach Tadschikistan, wo sie die Transsibirische Eisenbahn als blinder Passagier besteigt. Im Zug beginnt sie die Geschichte ihrer Familie niederzuschreiben, getreu ihrem Vornamen, denn Samar bedeutet Geschichtenerzählerin. Das Niederschreiben ihrer Erinnerungen gibt ihr Hoffnung und Mut durchzuhalten. Angesiedelt ist die Geschichte auf mehreren zeitlichen Ebenen. Die Fahrt in der Transsibirischen Eisenbahn spielt in der Gegenwart. Von ihr wird auf die Vergangenheit zurückgeblendet. Die Zugfahrt hat eine ganz besondere Bedeutung, was der Leser aber erst nach geraumer Zeit erkennen kann. Nur so viel sei verraten – die Grenzen zwischen Realität und Fantasie werden flüssig. Aus Samars kindlicher Perspektive erzählt, lässt sich die Geschichte unschwer lesen, wenngleich es überhaupt nicht um leicht verdauliche Kost geht (Stichwort Gräueltaten der Taliban wie Steinigung einer vermeintlichen Ehebrecherin oder unmenschliche Zustände im Flüchtlingslager). Die gewählte kindliche Sichtweise lässt einen auch die verworrenen politischen Verhältnisse in Afghanistan mit seinen zahlreichen Gruppierungen verstehen, führt Samar doch schlicht und ihrem Verständnis entsprechend an sie heran. Eine Botschaft vermag das Buch hervorragend zu vermitteln: Alles ist möglich und es gibt Hoffnung, auch wenn alles ausweglos erscheint. Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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